NPD-Maulwurf bei der Leipziger Polizei?

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Der Angriff von über 200 Rechtsextremen auf den alternativen Leipziger Stadtteil Connewitz hat am Montag Abend viele Bewohner und Aktivisten erschüttert. Ein Stadthistoriker schätzte die Sachbeschädigungen und Brandstiftungen als schwersten Angriff von Rechtsextremen seit der Reichspogromnacht 1938 ein. Es sei mal dahingestellt, wieviel Sinn solche historischen Vergleiche machen, aber eines ist völlig klar: Die Gewaltbereitschaft rechter Gruppen hat neue Dimensionen erreicht.

In die aufgeheizte Atmosphäre platzte heute eine Meldung, die, sollte sie sich als wahr herausstellen, einen kaum zu kittenden Bruch im sowieso schon angespannten Verhältnis zwischen der Leipziger linken Szene und der Polizei, darstellen könnte. Laut Leipziger Volkszeitung sollen Leipziger Beamte am Montag Informationen über Linke an die Leipziger NPD weitergeleitet haben. Die Erkenntnisse der Polizei stammten demnach aus einer Verkehrskontrolle, bei der die linken Aktivisten kontrolliert wurden und bei dem verschiedene Gegenstände sichergestellt wurden. Von der NPD zu den rechtsextremistischen Tätern wäre es nur ein kurzer Weg. In welchem Zusammenhang die Weitergabe von persönlichen Daten durch einen Leipziger Beamten und der Angriff in Connewitz steht, muss noch geklärt werden. Die Polizei ermittelt jetzt wegen “Geheimnisverrat”. Teile der Leipziger Polizei, so viel steht schon jetzt fest, haben offenbar Sympathien für Rechtsextreme und schaffen es nicht ihre Bürger vor Nazi-Angriffen zu schützen. Ganz im Gegenteil. Sehr beunruhigend für alle, die am Montag Abend Opfer der rechtsextremistischen Gewaltorgie in Connewitz wurden.


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