Mohsen Namjoo ft Kiosk: Eine Geschichte voller Blues

0

Es fällt mir oft schwer zu Themen, die mit meinen Wurzeln zutun haben, etwas zu schreiben, ohne dabei zu weinen. Das hier ist eine Geschichte, die mir einen schmerzhaften Kloß im Hals breitet. „Dele Zaram“ frei übersetzt „Mein leidendes Herz“ von Fereydoun Farrokhzad. Ein Künstler, dessen tragischer Tod immer mit dem Regime in Iran in Verbindung gebracht wird.

Als oder weil er Politikwissenschaftler, Musiker und engagierter Kritiker des islamischen Regimes war, wurde er im Exil von Attentäter aufgesucht und in seinem Haus in Bonn erstochen und geköpft. Man sagt, die Männer kamen als Freunde und blieben sogar einige Tage, bevor sie ihn in ein Hinterhalt lockten und schließlich diese unvorstellbare Tat begangen. Einen ausführlich recherchierten Artikel findet ihr hier.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Um so ergreifender ist dieser Song, da er neu interpretiert, den Blues und die Schwere der Geschichte mit sich trägt. Ich weiß nicht, ob es mein persönlicher Bezug zu dieser Geschichte ist, der mich melancholisch stimmt, oder ob es Namjoo und Kiosk einfach auch so durch ihre Performance geschafft haben, mir den Kloß in den Hals zu drücken.

Alle Bandmitglieder und auch Namjoo sind geflohene Künstler, die ihre Heimat verlassen mussten, deshalb ist der Bezug zu dem Song und zu Farrokhzad ein ganz besonderer.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.