“Der Text kann noch so gut sein, wenn die Delivery & Stimme nicht stimmt, funktioniert der Song nicht” Trettmann im Interview

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Ronny Trettmann Foto von awhodat
Ronny Trettmann Foto von awhodat

Trettmann aus Leipzig verbindet Pop und Subkultur als wäre es nothing, trägt und entwickelt den Begriff Kitschkrieg weiter und hat uns ein paar Fragen beantwortet.

Was direkt auffällt ist deine Stimme: An welchen Vorbildern hast du dich beim Einsatz deiner Stimme orientiert!?

Danke, das hör ich wirklich selten, vielleicht sogar zum ersten Mal. Bisher empfinde ich meine Stimme eher als Charakterstimme, die natürlich ihre Berechtigung hat aber doch etwas von den “Großen” entfernt ist. Aber vielleicht willst du mir ja genau das sagen? Ich habe von Kleinauf viel Soul und R&B gehört, später dann HipHop und viel zu viel Dancehall Reggae. Insofern fließt das alles, eher unbewusst ein, wobei letzteres wahrscheinlich den größten Impact hatte, vor allem in Bezug auf Stimmfarbe, Melodien und Phonetik.


Was muss eine Stimme für dich als Hörer haben, damit sie dich fasziniert!?

Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich mehrheitlich hohe Stimmen mag. Natürlich gibt es immer wieder einen Bariton der glänzt aber hohe Stimmen haben meiner Meinung nach auch eine höhere Signalwirkung und Energie, transportieren Melodien und Stimmungen eingängiger und funktionieren auf’m Dancefloor. Auch in Rap und Dancehall sind sie mir oft sympathischer. Ausnahmen bestätigen die Regel.



Thematisch wagst du einen Rundumschlag. Inwiefern gibt es bei dir Textinhalte, die dir besonders wichtig sind!? Inwiefern ist die Stimme nur Mittel zum Zweck!?

Der Text kann noch so gut sein, wenn die Delivery nicht stimmt und dazu gehört auch die Stimme, dann funktioniert der Song nicht.
Und Inhalte bedeuten mir dann viel, wenn sie zum Beispiel sehr persönlich sind und ich das Schreiben nutze, um mit einer Situation fertig zu werden oder meine, irgend etwas damit bewegen zu können. Jedoch gibt es für jede Situation den richtigen Song und der darf auf Party beispielsweise, nicht zu bedeutungsschwanger sein. Hier will ich nicht verkomplizieren und mit simplen Lines den Nerv treffen.


Mit wem hast du für die EP zusammengearbeitet und was für ein musikalisches Umfeld brauchst du um dich wohlzufühlen!?

Die Skizzen zu Skyline und Wolkenessen sind bei Torsten Schroth (sächsischer King Tubby) entstanden, ein langjähriger Freund und Musikerkollege. KitschKrieg haben diese beiden und die restlichen Songs produziert. KitschKrieg, das sind SoulForce – Fizzle (Dirigent), Symbiz – Chris (Trap Gandalf) und Rootdown – Teka (der Analog Merlin). Zusammen haben wir die Beats in mehreren Sessions erarbeitet und ich hab dann alles mit nach Leipzig genommen, um die Songs fertig zu schreiben. Aufgenommen wurde dann entweder in Leipzig oder Kreuzberg. Das alles zusammen ist die wohl beste Symbiose, die mir bisher untergekommen ist. Und ich schätze sehr, dass die Jungs ihr Können mit mir teilen und am Ende jeder mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Mehr zu SoulForce und KitschKrieg: Fizzle im Interview

Wie gehts weiter? Tour geplant!? Album!?

Ich werde weiterhin mit KitschKrieg zusammen arbeiten und den Schwung nutzen, um weiter gute Songs zu releasen. Wir sammeln gerade Dates und natürlich werde ich unterwegs sein und die neuen Songs spreaden. Album oder Mixtape, vielleicht auch eine weitere EP. Ich bin mir noch nicht sicher.

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