Soundcloud jetzt noch beschissener dank eigener Charts.

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Soundcloud bietet jetzt auch Charts an. Dort werden die meistgespielten Tracks nach Genres gesplittet gelistet. Ausserdem gibt es zu jedem Genre eine “Up and Coming”-Liste.
Soundcloud möchte damit wohl wieder an alte Zeiten anknüpfen. Ihr wisst schon, damals als Soundcloud alles war, was man brauchte, um neue Musik zu entdecken.

Soundcloud-Charts

Ich mir die Mühe gemacht und mich mal bei “Disco”, “Dancehall”, “Deep-House” und “Drum & Bass” durch die Charts und die “New & Hot”-Liste gehört. Das Ergebnis war verheerend.
Obwohl das ja doch recht unterschiedliche Styles sind, oder zumindest mal waren, bekam ich überall die gleichen Sounds vorgesetzt: Die selben totgespielten Klaviersounds, das exakt gleiche vollgekleisterte Klangbild, das identische Fertigsaucengefühl in den Melodien, die alle ein und dasselbe, brachial nervende Preset nutzen. Nirgendwo Raum zwischen den Sounds. Anders ausgedrückt: Klebriger auf Charttauglichkeit getrimmter Radiopop, der sich als credibles Deckmäntelchen verschiedene Dancemusic-Stile umhängt. Wenn das die Quelle ist, aus der sich diejenigen, die nach neuer Musik diggen, in Zukunft bedienen sollen, dann Gute Nacht. “Trance” bzw “Trap” zu checken, habe ich mich übrigens nicht getraut.

Ihr glaubt, ich übertreibe? Nun, diese ganz besondere Perle befindet sich derzeit an der Spitze der Techno-Charts. Muss ich noch mehr sagen? (Ausser vielleicht auf den Namen des Labels hinzuweisen?)




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2 KOMMENTARE

  1. DAS ARTIKELBILD! –

    Worum regt ihr euch eigentlich so darüber auf, wenn ihr euch doch schon von Soundcloud mehr oder weniger verabschiedet habt?

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