Blast from the past: Die besten und skurrilsten Super-Bowl-Shows von Michael Jackson bis M.I.A.

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Peter hat unsere distanzierte Faszination für dieses Megaevent sehr treffend zusammengefasst.

Manche Beobachter sehen in Beyonces Outfit eine Hommage an die Black Panther-Outfits der 60er Jahre. Wenn das zutreffen sollte, wäre ihr Auftritt ein Meisterstück der Subversion. Aber auch in der weiteren Vergangenheit gab es bemerkenswerte Auftritte, bei denen wir uns nicht entscheiden können, ob wir sie jetzt grandios oder peinlich finden.

Ganz klar in letztere Kategorie fällt der Auftritt der Mutter aller Boybands New Kids On The Block im Jahr 1991. Grenzdebile Musik, gepaart mit einem sehr seltsamen Bühnenbild, irgendwo zwischen Disneyworld und uninspirierten Kostümen.

Nicht ganz so klar ist die Einordnung bei Bruno Mars´ erster Super Bowl-Performance vor zwei Jahren, mit der Tendenz zur Grandezza. Das Schlagzeug-Solo am Anfang, die vielen Soul und Funk-Bezüge und der Auftritt der Red Hot Chilli Peppers am Ende sind zusammengenommen, dann doch astreine Unterhaltung.

Madonna nervt. Und auch bei diesem Auftritt ist die Grenze zur Nervigkeit teilweise überschritten. Was man ihr aber hoch anrechnen muss, ist, dass sie M.I.A. auf die größte aller Bühnen geholt hat. Die ist sowieso einer unserer Lieblinge und unterstreicht ihre einzigartige Ausstrahlung und Musikalität mit einem kurzen, recht trappigen Part. Zu sehen ab 1:40.

Es folgt ein Bekenntnis: Ungefähr zu der Zeit als Michael Jackson im Jahr 1993 ein ziemlich furioses Medley mit allen Schikanen und Extras ablieferte, stand irgendwo in Süddeutschland ein kleiner Junge vor dem Spiegel und übte den Moonwalk. Meine Lieblingsplatte war damals “Dangerous”, was sicherlich nicht nur, aber auch an visuellen Aspekten lag. Ich besaß die meisten Jacko-Platten als Kassette und das Cover von “Dangerous” ist ein einziges buntes Suchbild. Aber zurück zum Superbowl: MJ-Doubles auf den Anzeigetafeln, eine Fan-Choreografie, die alle Fußballultras vor Neid erblassen lässt und Jacko inmitten der Kinder der Welt. Noch ein antirassistisches Statement bei “Black or white” dazu, fertig ist meine Nummer Eins der Superbowl-Auftritte.



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