Die perfekte Symbiose von Sex und Sinnlichkeit

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Ach wäre das schön, wenn wir uns einfach mit den schönen Dingen des Lebens beschäftigen könnten. Sex z.B. oder Sinnlichkeit.

Es tut mir sehr leid euch zu enttäuschen, aber Überschriften zum Thema Hungertod hätten euch wahrscheinlich nicht in diesen Artikel gezogen. Mich übrigens auch nicht. Aber es musste sein, denn was sich gerade auf dem afrikanischen Kontinent abspielt, sollte eigentlich eine riesige Hilfewelle nach sich ziehen. Tut es aber nicht. Stattdessen wird in Europa und an seinem Rand um Flüchtlinge gefeilscht. Vor allem im östlichen Afrika sind hunderttausende Menschen vom Hungertod bedroht. Besonders prekär ist die Lage im Südsudan, Somalia und Äthiopien.

Dieser Screenshot meiner gestrigen Google News-Suche zum Thema sollte Bände sprechen:

Südsudan

Also, ganz kurzer Realitätscheck: Während sich in Europa Mausklickfaschisten ihrem vermeintlichen Kulturkampf aus ihren beheizten Wohnungen und fettgefressenen Bäuchen widmen, verhungern ein paar tausend Kilometer weiter südlich bald Menschen. Und kommt mir jetzt nicht mit: Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Tut lieber was, z.B. spenden oder mal drüber nachdenken, ob das alles so weiter gehen kann. Kleiner Spoiler: Kann es nicht. Wer zuletzt immer forderte, dass Fluchtursachen bekämpft werden sollten, hat jetzt die ultimative Chance. Zu befürchten ist nur, dass es wieder einmal niemanden juckt und stattdessen weiter auf Flüchtlinge geschimpft wird. Ich schäme mich.

(Photo: „KK Glam“, von Dollen, (CC BY-ND 2.0))

5 KOMMENTARE

  1. Ey Julian ohne scheiss mal davon ab dass das mit Sicherheit eine ernsthafte Angelegenheit ist. Erstens lockt man nicht mit falschen Überschriften und zweitens, wenn du mal ehrlich was bewegen willst geh auf die Straße oder nutze deine freie Zeit in deinen Mittagspausen um Geld am Alex einzusammeln anstatt solche lahmen Texte hinzuklatschen… Dein Mitleid ist unter umständen gut gemeint, dennoch falsch platziert. Genau so wie dein vorwurfsvoller Ton den du hier an den Tag legst. Du musst noch einiges dazulernen, ein Vorbild wie der Roger Willemsen ist ja jetzt nun leider schon verstorben aber das hast du ja auch schon „kommentiert“. Bedauerlicherweise…

    LG
    Alex

    • Yo Alex, erstmal danke fürs mitdenken. Du hast mit vielem Recht. Einiges dazu lernen? Ja, unbedingt. Der Text ist halt aus einem Affekt heraus entstanden und wäre bestimmt anders, weniger moralisierend etc. geworden, wenn er ein bisschen gelegen hätte. Auch über die „Titelpolitik“ lässt sich streiten. Verstehe trotzdem die Schärfe und den Hohn nicht in deinen Ausführungen. Nix für ungut. Grüße, J

  2. Keine noch so große Spende kann afrikanische Despoten daran hindern, ihre eigene Bevölkerung auszuplündern, zu schikanieren und verhungern zu lassen. Im Gegenteil. Milde Gaben verlängern dieses Drama eher noch. Und keine noch so große Spende kann die verheerenden klimatischen Bedingungen auf dem afrikanischen Kontinent zum Besseren wenden. Wir sind nicht an allem Schuld!

    Aber zum virtue signalling im eigenen Blog an die peer group, geschrieben aus der eigenen beheizten Wohnung mitsamt fettgefressenen Bauch, eignen sich Forderungen wie diese natürlich hervorragend.

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