Mein Vater, sein Bart und ich (Werbung)

0

Ich weiß noch genau, wie das war, als ich meinen Vater zum ersten Mal ohne Bart sah.
In meiner Erinnerung trug er immer Vollbart, außer an diesem denkwürdigen Tag, als er sich rasiert hatte, weil er ein neues Passfoto brauchte.
Warum ein konsequenter Bartträger ein bartloses Passfoto haben wollte, auf dem man ihn gar nicht erkennt, verstehe ich bis heute nicht.
Aber ich will und muss gar nicht alles verstehen, was unsere Elterngeneration in dem Glauben tat, damit irgendwelchen Konventionen zu entsprechen.
Aber egal, mit Ausnahme von den paar Tagen, bis das Gesicht meines Vaters damals wieder “richtig” aussah, kannte ich ihn nur mit voller Gesichtsbehaarung. Ohne wirkte er fremd und nackt. Und seltsam jung.

Braun2

Seit meinem 15. Geburtstag bin ich nicht mehr vollkommen bartlos gewesen. Mit Koteletten fing es an, später trug ich einen sogenannten “Bikerbart”, der zwar Mitte der Neunziger sehr hip war, mir aber gar nicht gut stand. Ganz sicher nicht die einzige Modesünde, die in den 90ern begangen wurde.
Danach folgten Jahre, in denen ich nicht offiziell Bart trug, aber mich so unregelmäßig rasierte, dass es auffiel, wenn mein Kinn mal glatt war.
Mit der Geburt meiner Tochter übernahm ich dann die alte Marinelli-Mode und trage seitdem Bart. Meistens so um die 4-5 Millimeter lang, also eher kurz. Die Barttracht à la Bushido oder Kai Dieckmann habe ich dann aber nicht mitgemacht, sondern bin meinem kurzen Bart treu geblieben.

braun1

Während der ganzen Zeit, in der ich Bart trage, experimentierte ich mit verschiedenen Rasurtechniken. Man möchte es kaum für möglich halten, aber die gründlichste und dabei schnellste und hautschonendste Methode ist, meiner subjektiven Meinung nach, tatsächlich die gute alte Nassrasur.
Nassrasieren funktioniert aber leider nicht, wenn es darum geht, einen vorhandenen Bart zu trimmen. Also habe ich alle möglichen Trimmer, Langhaarschneider, Groomer – oder wie auch immer die Dinger gerade hießen – ausprobiert und auch aufgebraucht. Ich hatte wasserdichte, akkubetriebene, altmodische Altherrengeräte und hippen Kram, der im Fernsehen beworben wurde. So richtig zufrieden war ich nie.
Die neuen Geräte von Braun machen mir den Eindruck, als könnten sie meine Bartschneiderodyssee beenden. Endlich, ich hätte das Thema gerne für immer vom Tisch.

braun

Mein Vater trägt übrigens seit er in Rente ist, keinen Vollbart mehr, sondern Schnauzer.


(Du kannst dieses Video nicht sehen? Adblocker deaktivieren)


Dieser Beitrag wurde gesponsert von Braun

 


Flipboard
Folge uns auf Flipboard @Blogrebellen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.