Drogenpolitik: Zahl der Drogentoten in Bayern erhöht sich dramatisch

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Neben dem Trubel, um den Grünen-Politiker Volker Beck, der mit einer “rauschgiftsuspekten” Substanz in Berlin erwischt wurde, nimmt das Thema Drogenpolitik an Fahrt auf.

Ganz “nüchtern” betrachtet hat Beck, der zwar Mitglied im Bundestag bleiben will, aber alle Ämter im Bundestag niederlegte, dem Thema einen großen Dienst erwiesen, denn es ist zurück auf der Agenda und in der Diskussion. Wie rückständig die deutsche Drogenpolitik ist, zeigt nicht nur der Umgang mit Beck, sondern auch überprüfbare Zahlen. In Bayern steigerte sich die Zahl der Drogentoten in einem Jahr von 2014 auf 2015, um satte 25 Prozent. Vor allem die billigen Heroin-Weltmarktpreise sollen dafür verantwortlich sein. Trotzdem wehrt sich die CSU im Freistaat mit einer strikten Politik gegen Änderungen in der Drogenpolitik. Sogenannte “Drückerräume”, also Drogenkonsumräume mit sauberem Besteck, sind in Bayern nicht zugelassen. Begründet wird die Ablehnung mit ordnungspolitischen Argumenten aus der Mottenkiste der Suchtmittelpolitik.

“Es ist ein Widerspruch, wenn einerseits Besitz und Erwerb von Rauschgift strafrechtlich zu verfolgen sind, andererseits der Konsum von illegal beschafftem Rauschgift in Drogenkonsumräumen staatlicherseits erleichtert und geschützt wird.”

Gesundheitsministerin Melanie Huml, CSU

Über eine kontrollierte Abgabe, von denen sich viele Experten eine Verringerung der Drogentoten versprechen, braucht man in dieser politischen Großwetterlage nicht einmal nachdenken. Also auch nach #breakingbeck, weiterhin nix Neues.

Via BR



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