TIL: Das Geld für Sponsored Tweets kann man sich sparen

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Die Abkürzung TIL steht für “Today I Learned” und ich möchte euch heute meine Erfahrung mit promoted Tweets mitteilen.

Wir probieren hier bei den Blogrebellen gerne mal neue Sachen aus, neue Möglichkeiten, die sich in den Netzwerken bieten und erfolgversprechend beworben werden. Das lassen wir uns durchaus auch mal ein paar Euros kosten, denn nur so kann man sagen, “haben wir probiert, lassen wir zukünftig aber sein”.

Gesponserte Tweets

Twitter bietet seit geraumer Zeit die Möglichkeit Tweets zu promoten. Genauer gesagt heißt das, dass man ähnlich wie bei Facebook Statusmeldungen bzw Tweets sponsern kann. Man investiert Geld um über Interessen, Schlagwörter und Zielgruppen Menschen zu erreichen, die einem nicht folgen, die man aber ansprechen möchte. Bei Facebook machen wir das immer mal wieder, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Definiert man allerdings genaue Zielgruppen und bewirbt “das richtige Thema”, dann bringt das sogar einen spürbaren Traffic auf die Seite und ein höheres Engagement auf der Page.

Nun wollten wir einmal etwas neues ausprobieren und sponserten einen Tweet. Als Testballon nahmen wir dafür den Sunday Joint von Djanzy.

  • Der Einsatz, 20 Euro. Das ist zugegebenerweise nicht wirklich viel Geld.
  • Auch der Kampagnenzeitraum von nur 12 Stunden war ganz bestimmt nicht optimal gewählt.
  • Angesprochen wurden nur Deutsche Nutzer, Sprache Deutsch.
  • Als Schlagwörter wurden “Mixtape, Podcast, Jazz und Musik” ausgewählt, Interessen der Nutzer sollten “Musik & Radio, Jazz und Musik News” sein.
  • Über die Zielgruppendefinition, die einem ermöglicht “Nutzer zu erreichen, deren Interessen denen von Followern eines beliebigen dieser Accounts ähneln” wählte ich die Accounts von “Funkhaus Europa, Radio Fritz und Radio Eins”.
  • Die gesponserten Tweets sollten in Nutzer-Timelines und auf Profilen & Tweet-Detailseiten erscheinen.

Das war der promotete Tweet:

Das Ergebnis, mehr als ernüchternd

  • Der Tweet wurde insgesamt 9.932 mal angezeigt
  • Der Tweet wurde drei mal favorisiert
  • Der Link zur Seite wurde sage und schreibe 16 mal geklickt (Analytics sagt sogar nur 6 mal!)
  • Kosten pro Klick: 1,25€

 

Promoted-Tweet

Zum Vergleich hier die Insights des normalen Tweets, der automatisiert nach Veröffentlichung im Blog auf Twitter geteilt wird:

Sunday-Joint-Tweet

Fazit: Das Geld für Sponsored Tweets kann man sich sparen

Sicher sollte man das Ergebnis dieses Experiment nicht verallgemeinern. Das Thema des Tweets war für den Durchschnitt der Twitter User sehr speziell, das Budget ziemlich gering und die Laufzeit sehr kurz. Zudem wissen wir aus Erfahrung, dass Twitter-User nur sehr selten auf einen Link klicken, selbst wenn sie den Tweet mit dem Link liken oder retweeten.

Vergleicht man hingegen Sponsored Tweets mit gesponserten Statusmeldungen bei Facebook (mit gleichem Budget, Laufzeit & Zeilgruppen), dann wird schnell klar, dass man beim blauen Riesen deutlich mehr für sein Geld bekommt.

Ein Versuch war es wert, unser “Werbebudget” werden wir zukünftig allerdings anderweitig investieren.


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