Norbert Blüm in Idomeni: “Das ist ein Stacheldraht gegen Kinder. Nicht gegen Panzer.”

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Es sind traurige Bilder, die uns aus dem gesperrten Grenzgebiet Idomeni diese Tage erreichen. Norbert Blüm ist in das Lager der Flüchtlinge gereist, um ein Zeichen gegen die verhärtete Grenzpolitik der EU zu setzen. Sein Statement ist klar: Mit Österreich, Polen und der Tschechoslowakei (Anmerkung des Blogrebellen-Ostblockvertreters: Mit der Tschechoslowakei ja eh nicht) könne man keine Europapolitik machen. Außer wenn es ums Geld geht, da seien sie dabei.

Das Thema Flüchtlinge ist besonders emotional geladen. Kein Wunder, schließlich sieht jeder, der ein Funken Empathie empfindet, was es bedeutet, wenn man sein Zuhause verlassen muss, um dann im Dreck und Kälte zu verharren. Europa muss sich schämen. Europa muss sich empören. Denn wenn wir aufhören hier Menschen zu sein und uns gegen die vereinbarten universellen Menschenrechte stellen, dann kann keiner von uns, keiner, der in seinem warmen Haus sitzt, jemals in der Zukunft erwarten, dass es oder sie in einer Notlage davon Gebrauch machen kann.

Die Wahlen gestern haben gezeigt, dass viele Menschen lieber in der Geschichte zurück gehen, als nach vorne zu schauen. Dafür muss man die globale Welt, wie sie ist, so akzeptieren und aus den Krisen neue Chancen zu erkennen. Erkennen, dass wir mit unserem Wohlstand für Krisen und Umweltkatastrophen verantwortlich sind. Mit physischen Grenzen werden wir diese Probleme nicht aus der Welt schaffen, sondern nur verstärken.


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