Auf Vinyl gespeicherte Musik erlebt derzeit ein Riesen-Comeback. Die Frage, ob CD, Files oder auf Schallplatte gespeicherte Musik “besser” klingt, spaltet die Musikfans. Manchmal drängt sich das Gefühl auf, dass die härtesten Kommentarschlachten im Netz nicht zwischen politischen Lagern, sondern zwischen den analogen und digitalen Musikhörern stattfinden.

Das ist schade, denn fast alle an diesen mit unglaublicher Vehemenz geführten Schlachten Beteiligten eint ihre Liebe zu Musik. Sie gehören zur Minderheit derer, die viel Geld für Musik ausgeben, egal, welches Medium sie präferieren. Diese Schlacht ist eigentlich vollkommen unnötig und beruht hauptsächlich auf einem Missverständnis, beziehungsweise auf zwei verschiedenen Interpretationen dessen, was “guter Klang” bedeutet.

“Guter Klang” – Ein Ausdruck, zwei Bedeutungen

Die einen sagen, etwas “klingt gut”, wenn der Klang ihnen zusagt. Das ist die Musikersicht. Ein schönes Beispiel dafür ist der Klang einer verzerrten E-Gitarre, dem konstituierenden Element für Rockmusik. Es entstand ursprünglich daraus, dass ein Gitarrenverstärker so laut aufgedreht wurde, bis der eigentliche Klang der Gitarre durch den übersteuerten Verstärker bis zur Unkenntlichkeit zerstört war. Das Ergebnis klingt nicht mehr wir eine Gitarre, aber der Sound gefiel und gefällt dennoch Millionen von Menschen, weil es einfach “gut klingt”.

Verzerrt und dennoch angenehm für die Ohren: Der Sound einer klassischen Rockgitarre.

Die anderen nutzen den Ausdruck “guter Klang” als Synonym für “hohe Klangtreue”, also der möglichst naturgetreuen Wiedergabe dessen, was der Toningenieur beim Abmischen einer Aufnahme im Studio gehört hat. Das ist das, was wir “High Fidelity” nennen.
“Guter Klang” bedeutet nach dieser Definition bestenfalls, dass die Wiedergabekette überhaupt nicht klingt, den Sound auf seinem Weg von der Aufnahme bis zur Wiedergabe möglichst wenig verändert wird. Es heißt “High Fidelity”, nicht “Perfect Fidelity”, weil es immer nur eine Annäherung an den ursprünglichen Sound geben kann.
Und genau dieser Punkt ist der Dreh- und Angelpunkt der ganzen Diskussion. Schallplatten waren nie ein besonders gutes Medium für High Fidelity, aber sie waren jahrzehntelang das beste Medium, auf das Endverbraucher Zugriff hatten. Bis die CD kam.

Messtechnisch zieht die Schallplatte den Kürzeren

Vergleicht man die CD und die Schallplatte unter dem Kriterium “High Fidelity”, zieht die Schallplatte nicht nur den Kürzeren, sie wird messtechnisch vollkommen von der CD bei sämtlichen relevanten Kriterien deklassiert. Es folgen ein paar Beispiele.
Unter Dynamik versteht man den Unterschied zwischen dem leisesten und dem lautesten Ton eines Musikstücks. Während sämtliche digitalen Medien, selbst MP3, locker 90 dB erreichen und damit sogar den Dynamikbereich eines großen Sinfonieorchesters abbilden können, schafft die Schallplatte in der Praxis kaum mehr als 40 dB. Genug für Popmusik, aber schon eine gut aufgenommene kleine Jazzband, wie die aus unserem Klangbeispiel, wird für die Schallplatte zum Problem. In den leisen Stellen wären die vinyltypischen Nebengeräusche schon deutlich hörbar.


Eine Aufnahme, die es in sich hat. Bitte über Kopfhörer oder gute Lautsprecher hören und nicht zu laut aufdrehen. So klingen Dynamiksprünge von rund 30dB.

Apropos Störgeräusche: Das vinyltypischen Rauschen, das tieffrequente Rumpeln und die durch Staubkörnchen in der Rille verursachten Knackser sind auch deswegen so auffällig, weil sie unregelmäßig auftreten. Das Rauschen einer Compactcassette ist konstanter, so dass das Hirn es besser wegfiltern kann. Digitale Aufnahmen sind praktisch rauschfrei.
Um Musik möglichst unverfälscht darzustellen, sollten alle Frequenzen des hörbaren Spektrums zwischen 20 Hz und 20 Kilohertz gleich laut wiedergegeben werden. Bei digitalen Medien sehen die Frequenzgänge aus wie mit dem Lineal gezogen. Schallplatten können in der Regel Frequenzen bis maximal 12 Kilohertz linear wiedergeben und das gilt auch nur für die äußersten Rillen am Anfang einer Seite. Durch die abnehmende Bahngeschwindigkeit zum Ende der Rille hin fällt die höchste übertragbare Frequenz im Laufe der Spielzeit einer Schallplatte immer weiter ab, was man übrigens deutlich hören kann. Für das tiefe Ende des Spektrums gilt: Je tiefer und lauter der Bass, desto mehr Platz benötigt er in der Rille, was die mögliche Spielzeit verkürzt. Bei Langspielplatten muss man immer einen Kompromiss zwischen Basspegel und Spielzeit suchen.

Ein wichtiges Maß dafür, wie klangtreu ein Wiedergabemedium ist, stellen die Verzerrungen dar, die zur eigentlichen Musik addiert werden. Speziell im Bassbereich kommt die Schallplatte auf Werte, die das ursprüngliche Signal schon deutlich verändern.
Im Prinzip funktioniert ein Tonabnehmersystem wie ein Mikrofon. Es wandelt mechanische Energie in elektrische um. Diese mechanische Energie kommt nicht nur aus den Rillen der Schallplatte, sondern auch vom Schall aus den Lautsprechern. Je lauter man Musik vom Schallplattenspieler hört, desto mehr Rückkopplung hört man auch. Und Rückkopplungen lassen Impulse in der Musik, wie beispielsweise den Klang von Trommeln, verschwimmen. Zu Hause bei moderaten Lautstärken ist das eher zu vernachlässigen, im Club nicht.
Dank dieser (und einiger anderer) technischen Unzulänglichkeiten schafft die Schallplatte nicht einmal in allen Punkten die Forderungen der altehrwürdigen DIN Norm mit der Nr. 45500 zu erfüllen, die seit den Sechzigerjahren die offizielle Messlatte für High Fidelity definiert.

Nicht totzukriegen: Gerüchte über Digitaltechnik

Umgekehrt kursieren über Digitaltechnik auch heute noch Gerüchte und falsche Angaben, für die zum Teil längst überwundene Probleme aus den Anfangstagen der Compact Disc und krasse Missinterpretationen darüber, wie Digitalisierung funktioniert, verantwortlich sind.
Immer wieder kann man lesen, Digitaltechnik würde einen kleineren Frequenzbereich abdecken als analoge. Das stimmt in der Theorie tatsächlich, denn CDs sind zum Beispiel mit Filtern auf den Bereich zwischen 20 Hertz und 20 Kilohertz begrenzt.
Allerdings ist das einerseits genau der Bereich, den unser Gehör prinzipbedingt abdecken kann und andererseits ist es reine Theorie, das Analogtechnik einen größeren Frequenzumfang darstellen kann. In der Praxis werden zum Beispiel die Schneidstichel, mit denen die Musik in die Matrizen geritzt wird, aus denen das Vinyl gemacht wird, bei hohen Frequenzen mit hohem Pegel sehr schnell sehr heiß und begrenzen den Frequenzgang so nach oben.
Freunde analoger Musikspeicherung sprechen der Digitaltechnik gerne überhaupt die Fähigkeiten ab, Musik richtig darzustellen und das liegt an der diskreten Abtastung. Die Wellen, aus denen Töne bestehen sind kontinuierliche Ereignisse, während Computer nur diskrete Zustände kennen. Sie können also, so lautet das populäre Missverständnis, Wellen nie in ihrer Gesamtheit erfassen. Die Wellenformen wären nach der Digitalisierung nicht mehr rund, sondern treppenförmig. Das ist aber einfach nicht richtig. Das Abtastheorem nach Niyquist-Shannon besagt ganz klar, dass das ursprüngliche Signal exakt wiederhergestellt werden kann und nicht nur näherungsweise.
Wenn all diese Fakten stimmen und die Schallplatte der CD so hoffnungslos unterlegen ist, warum behaupten denn dann so viele Menschen, dass die Schallplatte “besser klingt”?


Schallplatte und Tonabnehmer unter dem Mikroskop

Zum Teil stammen diese Vorurteile aus den Anfangstagen der CD, als die Techniker den Umgang mit dem neuen Medium erst noch erlernen mussten. Den größten Einfluss dürften aber Gewöhnungseffekte haben. Der “warme” Klang der Schallplatte hat hauptsächlich zwei Gründe: Den reduzierten Höhenpegel und die Verzerrungen im Bassbereich. Sogenannte harmonische Verzerrungen werden oft als angenehm empfunden, wie das Ausgangsbeispiel mit dem Sound der Rockgitarre zeigt.
Das heißt, die CD klingt für manche Ohren steril und kalt, weil ihr die liebgewonnenen Unzulänglichkeiten der Schallplatte fehlen. Die Plattenliebhaber mögen ganz einfach den Sound des schwarzen Goldes, wie es liebevoll genannt wird. Und wissen Sie was? Das ist vollkommen okay. Musikhören ist keine objektive Wissenschaft, es ist etwas, das vor allem Emotionen triggert.
Es könnte so einfach sein. Würden viele Schallplattenfans nicht nach Art der Esoteriker, Fakten, die nicht ins Weltbild passen, negieren und würden umgekehrt die Anhänger der Klangtreue zugeben können, dass es so etwas wie die perfekte Wiedergabe sowieso nicht geben kann, könnten die beiden Lager endlich Frieden schließen und jeder könnte das Medium nutzen, dass subjektiv den größten Genuss verspricht. Oder einfach wieder mehr über die Musik anstatt über das Speichermedium sprechen.

Klangunterschiede sind überbewertet

Das wäre alleine schon deswegen dringend geboten, weil sich beide Seiten mit der Überbetonung der unterschiedlichen Klangcharakteristika ihres Lieblingsmediums einfach lächerlich machen. Haben sie schon mal den direkten Vergleich gemacht? Wir schon, immer und immer wieder.
Die Unterschiede sind bei Licht betrachtet verschwindend gering. Ganz allgemein neigen beide Seiten dazu, für den Musikgenuss ziemlich unerhebliche Werte zu vergleichen. Die Schallplatte kann die allerletzten Obertöne nicht korrekt darstellen? So what, 99 Prozent aller Menschen merken das nicht einmal im direkten Vergleich, weil praktisch jedes Gehör von einer zivilisatorischen Errungenschaft namens “Lärm” geschädigt ist.
Die CD kommt noch ein paar Hertz tiefer? Was soll das bringen, wenn die meisten Menschen keine Lautsprecher zu Hause haben, die die allerschwärzesten Bässe darstellen könnten.
Die CD verfügt über den überlegenen Dynamikbereich? Who cares, in fast allen Hörsituationen außerhalb des Konzertsaals wirkt viel Dynamik nur störend. Auf den Hörer, vor allem aber auf sein soziales Gefüge.
Musik ist eine universelle Sprache. Die Unterschiede zwischen den Speichermedien entsprechen dabei maximal denen zwischen – sagen wir mal – dem sächsischen und dem Thüringer Dialekt. Für Thüringer und Sachsen können sie sinnstiftend sein, der Rest der Welt weiß nicht einmal, wovon die Rede ist.


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29 KOMMENTARE

  1. Ich finden auch, dass man nicht genau sagen kann, welches Medium besser klingt. Ich selbst bevorzuge Schallplatten, weil ich durch ein Erbe sehr viel schöne und coole Platten erhalten habe. Ich finde auch, dass Schallplatten und Plattenspieler ein gewisses Retroflair verbreiten, was mir persönlich sehr gut gefällt.

    • Hallo,
      ich habe heute den Test gemacht – CD (Sony X777ES) gegen Dual CS 721 mir Shure V 15 III und Röhrenvorstärker, beides zusammen über einen Marantz 7009 mit zwei Magnatboxen – nicht unbedingt High End, mir aber reicht es. Probegehört wurde die LP/C Depression Cherry von beach house. Probegehört haben meine Frau und ich. Und wir kamen beide zum selben Urteil: die CD klingt eindeutig präziser, analytischer, stärker höhenbetont während die LP (bedingt wohl auch durch den Röhrenvorverstärker) weicher, samtiger und schmeichlerischer rüberkam. Ich denke mal, es hängt auch sehr von der Musikrichtung ab, die man hört. Besser? Wir waren uns beide einig, dass man das nicht sagen kann. Es ist eine Geschmacksfrage. Aber überrascht waren wir durch den doch sehr gut hörbaren Unterschied schon bei kleineren Lautstärken.
      Gruß
      Peter

      • Naja, CD oder Schallplatte ist ja eigentlich nicht die Frage. Ich kann bestätigen, dass die CD der Schallplatte rein klang technisch gesehen viele Vorteile hat. Ich bedauere aber, dass man damals so einseitig auf die digitale Speicherung gesetzt hat. Großen Anteil daran hatten damals Firmen, die darin die Chance gesehen haben mit dem neuen selbstentwickelten Medium und den dazugehörigen Abspielgeräten Geld zu verdienen, was legitim ist. Ich bedauere daran, dass man sich völlig von der analogen Speicherung abgewendet hat. Man hätte sie weiterentwickeln können und die unbestrittenerweise vorhandenen Unzulänglichkeiten der Schallplatte reduzieren oder ganz beseitigen können. Highend bedeutet für mich genauso wie für den Autor, so nahe wie möglich an die tatsächliche Aufnahmesituation zu kommen. Stattdessen baut man sich mit der Digitalisierung eine unüberwindbare und irreversibel Barriere ein. Denn ein reanalogisiertes Signal kann niemals zu 100% dem Original entsprechen, egal ob hörbar oder nicht. Die CD hat ihre Berechtigung und auch ich höre und besitze sie gerne, ein gutes Mastering vorausgesetzt. Aber die Weiterentwicklung der analogen Speicherung hätte uns allen vermutlich noch viel mehr Spaß gemacht

        • Ich hab die Erfahrung gemacht, dass mich digital gespeicherte Musik nicht in die Stimmung bringt, in die ich beim Hören analoger Aufnahmen komme. Ich halte gar nichts von CDs oder Mp3s, sogar dann, wenn es sich um meine Lieblingsmusik handelt. Sogar bei Schallplatten, die vorher digital gespeichert wurden, stellt sich bei mir kein Musikgenuss ein. Und mir ist bewusst, dass der Frequenzgang einer CD viel besser ist, als der der Schallplatte. Wunderschönen tiefen Bass von der CD zu bekommen ist überhaupt kein Problem, was bei Platten manchmal ohne Equalizer nicht geht. Aufs erste flüchtige Hinhören, würde ich der CD sogar den Vorzug geben.
          Aber, höre ich mehrere digitale Stücke hintereinander, merke ich, dass die höchsten Höhen der Musik alle gleich klingen. Es kratzt in meinen Ohren. Diese Höhen haben nichts mehr mit der ursprünglich aufgezeicheneten Musik zu tun. Die Abtastfrequenz war zu gering, um die Wellenform genau abzutasten. Aus einem Sinus wird bei hohen Tönen bestenfalls ein Dreieck, und dieses Dreieck klingt bei jedem Lied gleich.
          Jetzt muss man natürlich auch feststellen, dass Höhen von Musik nicht nur aus einem Sinus bestehen, sondern aus einer beliebigen Wellenform, die nicht unbedingt einer berechenbaren mathematischem Funktion entsprechen muss. Ein Ton ist zwar eine berechenbare Funktion, aber wenn dieser Ton durch räumliche akustische Umstände bei der Aufnahme verändert wird, ist er nicht mehr so einfach berechenbar. Eine Funktion, die ursprünglich linear war, ist es nicht mehr, wenn sie durch alles mögliche beeinflusst wird. Das Nyquist-usw.-Theorem hat mathematisch sicher seine Berechtigung. Für jemanden, der Musik als eine Ansammlung von mathematischen Funktionen betrachtet, ist bestimmt auch alles Ok. Wer aber versucht, Musik zu fühlen, wird sich wahrscheinlich mir anschließen.

          radiologe2011

        • Der einzigste Vorteil einer Vinyl Schallplatte war und ist, wenn sie Monoton gepresst wird. Weil es dann scheiß egal ist wie die Boxen standen und damit den Sound nicht so verzerrten. Mit Stereo Schallplatten versagen total im Stereo Klang wegen der Vertikalen Modulation, die ist einfach nie so sauber wie die Horizontale Modulation. CD gewinnen im Stereo und Surround, aber ich hab bis heute noch kein Mensch gesehen der seine Boxen auch richtig ausgerichtet hat. Man kann mit Stereo wie Surround sound im nur für eine Position ein perfekten Klang erzeugen. Alle andere Positionen sind dann verzerrt. Also bevor klangtest beide auf Monoton schalten damit die Position der Boxen keine Relavanz mehr haben.

  2. Aus der Ansicht eines Deejays der schon seit Jahren versucht Leuten klarzustellen, das obengenannte der Fall sei, möchte ich mich für diese analytische Zusammenfassung bedanken! Obwohl ich diesen “analog warmth” von der Platte über einem fetten Soundsystem sehr genieße, ist dieses Bassrauschen wie oben erwähnt (meist) einen externen Faktor und gehört eigentlich nicht zu der originalen Produktion. Die Wiedergabe von einem gut gemasterten WAV durch einen Hi-End CD-Spieler (z.B. Pioneer CDJ2000) ist dagegen eindeutig präziser (klarer definiert in allen Bereichen) und hat auch eine höhere Output. Schwieriges Dilemma! Aber aus einer rein technischen Perspektive habt ihr jedenfalls Recht 😉

  3. Hallo Freunde. Habt ihr mal ueberlegt, wie saemtliche auf Vinyl erhaltbare Musik aufgenommen wird? Das geschieht digital. Die darauf folgende ueberspielung auf einen analogen Tontraeger ist wiederrum eine Wandlung. Der schoene Klang von Vinyl kann prozesstechnisch/materialtechnisch erklaert werden. Es ist beispielsweise moeglich, eine Vinyl aufzunehmen mit einer hohen Abtastrate (24bit/192khz). Der Unterschied zur originalen Vinyl ist bei solch einer Aufnahme nicht hoerbar.

  4. Mir geht es dabei überhaupt gar nicht um den Klang.
    Bei mir ist es so, dass es mir so viel einfacher fällt ein Album am Stück zu hören, wenn sich der Plattenteller dreht.
    Wenn ich das mit einer digitalen Musikquelle versuche komm ich eigentlich nie weit. Es für mich also mehr die Frage eines Rituals und des bewussten Hörens.

  5. Bin gerade dabei, mein gesamtes Vinyl abzugeben. Abzugeben un gute Hände.

    Etwa 1000 Scheiben, gute Sammlung Mitte/ Ende der 90’er Jahre … Ambient, Chillout, Techno, Acid, Techno, Trance, Goa-Trance, Psychedelic Rock, …

    Hat irgendwer ein ernst gemeintes Interesse? vinyl@sounds-of-kali.com

  6. Einmal heißt es” Die Unterschiede sind bei Licht betrachtet verschwindend gering.” Dann wieder “Genug für Popmusik, aber schon eine gut aufgenommene kleine Jazzband, wie die aus unserem Klangbeispiel, wird für die Schallplatte zum Problem. In den leisen Stellen wären die vinyltypischen Nebengeräusche schon deutlich hörbar.”

    Ich weiß ja nicht mit welcher Abspielgarnitur der Schreiber des Blogs seine Platten hört aber bei gepflegten Platten hört man in leisen Passagen eben keine “deutlich hörbaren
    Nebengeräusche”. Ich weiß auch nicht, warum sich die Aussagen vom Rumpeln und Knacksen und Knistern aller Schallplatten so derart halten und durch die Lande getragen werden. In einem gepflegten Plattenspielbetrieb mit gereinigten(!) Platten (und dafür reicht eine Knosti) hört man auch in leisen Passagen verschwindend wenig.
    Wenn man natürlich alle Flohmarktfunde ode Erbschaften ohne Pflege auf den Teller wirft und man auch nicht genau weiß, wie’s um das Abtastsystem bestellt ist,

    Ich habe vor zwei Jahren bei einem Vergleichstest teilgenommen, wo man sich beliebig 20 Aufnahmen von 10 verschiedenen Titel (1x LP, 1x CD Version) anhören konnte, via Lautsprecher, Kopfhörer, wie man wollte, und da lagen 12% der Teilnehmer schon bei der Erkennung ob Platte oder CD gerade spielt daneben und alle Teilnehmer waren HiFi und Vinyl-Freaks. Quasi. OK, der Abtaster war ein Linn Kandid (ca. € 3.000). Ich lag auch einmal daneben und ich bin mit Platte und CD aufgewachsen und habe seit meiner Jugend beide Medien stabil in Gebrauch.

    Trotzdem ist – und in letzter Konsequenz klingt – die CD besser, keine Frage. Dennoch habe ich stets beim Lesen solcher Tests und Blogs den leichten Eindruck, dass nicht alle Schreiber das Mögliche einer Schallplatte gehört haben und ich hatte auch schon MC Systeme, die kühl und analytisch klangen und keineswegs nach Vinylromantik sondern eher nach CD ,-)

    Trotzdem ein gelungener Bericht und Versuch oder Akt der Handreichung zwischen Analogies und Digitalos für den ich mich herzlich bedanke!

    Felix

    • Hallo Felix,

      Danke für deinen konstruktiven Kommentar.
      Ich versuche mal, den Widerspruch zu erklären: Die klanglichen Unterschiede zwischen CD und Vinyl können verschwindend gering sein. Da sind wir wohl einer Meinung. Der Absatz mit den Störgeräuschen bezieht sich auf dynamikreiche Aufnahmen, wie die Tricycle. Da sind die leisen Stellen 30 dB leiser als die lauten. Entsprechend kleiner wird also auch der Abstand zu den vinyltypischen Störgeräuschen. Jetzt klarer?

  7. Servus Marinelli!

    Danke für Deine Ergänzung. Die angesprochen Dinge hatte ich in der Tat in einen Topf geworfen. Ein, oder das Problem bei den ganzen “Vinyl vs CD” Diskussionen ist halt, dass Plattenhören eben keine “Materialkonstante” (wie es CD Hören annähernd ist) ist, d.h. alle Argumente unterliegen den Variablen Erfahrung, Warnehmung und Umgang mit Vinyl und von daher kommt man selten auf gemeinsame Nenner.

    Dein Blogbeitrag hat aber eine sehr hohe “Aufklärungsrate” und eignet sich zur Handreichung in mancher Diskussion.

    Freundlichst. Felix

  8. Das Hauptproblem liegt darin, dass immer nur Teilaspekte der jeweiligen Medien betrachtet werden und daraus dann generelle Schlüsse gezogen werden.
    So wird behauptet, dass
    – die CD messtechnisch der LP in allen Bereichen überlegen sei.
    – dass Frequenzen jenseits der 20 kHz unwichtig seien
    usw.
    Leider liegt bei akustischen/musikalischen Ereignissen das Problem darin, dass es sich hier um sehr komplexe Informationen handelt.
    Betrachtet man den Kammerton “A” als reine Sinuskurve kann das die CD sicherlich sehr gut darstellen. Nun kann dieser Ton aber auf vielen Instrumenten gespielt werden und siehe da, man hört eine Geige, Gitarre, Klarinette, Klavier usw. Es ist doch aber immer die gleiche Frequenz, warum klingt der Ton jedesmal anders???
    Das machen die Oberwellen aus, die dem Instrument den eigenen Klang – also die Klangfarbe- verleihen. Nun sind diese Oberwellen aber nicht auf 20 kHz begrenzt und können weit darüber hinaus gehen. Da sagt der einfache Mann: “ich höre doch nur bis 18 kHz. Das stimmt, wenn man den Sinuston betrachtet. Frequenzen jenseits des normalen Hörbereichs werden dennoch als Klangfarbe wahrgenommen, weil sich aus den “unhörbaren” und hörbaren Tönen sogenannte Differenztöne bilden, die dann durchaus wieder im hörbaren Bereich liegen und als Klangfarbe wahrgenommen werden. Da stößt die CD schnell an ihre Grenzen. Das ist vermutlich die Erklärung dafür, dass auf CD die hohen Töne von Instrument zu Instrument kaum noch unterschieden werden können.
    Nun haben wir einen Ton betrachtet. Was passiert jetzt, wenn ein ganzes Orchester spielt ??? Was macht die CD jetzt mit den ganzen Oberwelllen ??? Was passiert mit der Dynamik, die gleichzeitig für jede Welle berechnet werden muss ??? Haben die 16 kBit einer CD wirklich die Bandbreite, um das alles gleichzeitig zu berechnen und wiederzugeben???
    Gute Plattenspielersysteme reichen deutlich über 20 kHz in der Abtastung hinaus !!!
    Das bedeutet, dass die ganze Messtechnik, die die CD so überlegen erscheinen lässt, nicht nur auf Sinus-Betrachtungen und Einzelimpuls -Betrachtungen beschränkt sein dürfte, sondern dass hier komplexe musikalische Ereignisse unter Berücksichtigung der Bandbreite verglichen werden müssen.
    Warum beschränken viele CD-Produzenten ihre CD´s wohl so deutlich im Dynamikumfang (Stichwort Compiler) ??? Nur wegen der Autoradio-Tauglichkeit ??? Das kann man doch heute keinem vernünftigen Menschen mehr verkaufen. Nein, es geht schlicht um die Bandbreite. Für vollen Dynamikumfang sind schlicht und einfach keine Ressourcen mehr auf der CD.
    Das bedeutet, wenn man sich über Musikreproduktion und Klang unterhält, muss man das vergleichen und nicht singuläre Messdaten.

  9. Eigentlich ist es ganz einfach: die CD hat 44,1kHz/16bit und das Ohr funktioniert hinsichtlich des Dynamikumfangs logarithmisch (wie das Auge in grober Näherung auch). Beethovens neunte sollte ja unbedingt auf eine Scheibe passen (daher nicht 48kHz wie im Studio). Bei leisen/detaillierten Musikpassagen hat die CD bei mehr als 95% der Aufnahmen daher keine Chance, die dynamische Auflösung ist zu schlecht. Der riesige Rest ist von einer Aufnahmequalität, dass das egal ist. Anders sieht das schon bei 24bit-Übertragung aus. Ich halte verglichen damit die hohen Taktfrequenzen (96/192kHz) für überbewertet. Das Abtasttheorem hier zu bemühen ist ein Irrweg. Bin Physiker und habe das wohl deshalb auch zu lange geglaubt. Also: ich habe mich Jahre durch verschiedene Formate der Musikkonservierung gearbeitet und festgestellt, dass – Superaufnahme vorausgesetzt – eine 96/24 Hires-Aufnahme mit einer neuen LP in Idealzustand mithalten kann. Der Plattenspieler kostet dann aber halt ein Mehrfaches als ein echt gutes Digitalequipment. Mit DSD habe ich noch keine Erfahrung. Es würde halt Zeit, dass das angebot an Hires-Aufnahmen wächst. P.S. Höre grad Vinyl durch meine Lundahl step-up Trafos. P.S.2 Habe ein paar echte Referenz-LP’s: Die stammen tlw. nicht von einem Analogband, sondern wurden 192/24 digital gemastert und kamen dann wieder auf LP. Und alle schwärmen, weil sie das nicht wissen. Man kann also doch auch aus Hackfleisch wieder Steaks machen. Verrückte Welt.

    • Danke, hier finde ich nun einige wahre Worte, welche ich selbst im Sinn hatte beim Lesen der Kommentare.
      Zum einen hat 24/192 einen wirklich wunderbaren Klang mit hervorragenden Details, das richtige Equipment vorausgesetzt. Zum anderen ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange. DSD legt da (angeblich) noch mal eine Schippe drauf. Einen wirklichen Unterschied konnte ich nicht heraus hören. Vielleicht ist dann aber auch für diese extrem feinen Unterschiede mein Gehör dann doch zu schlecht.

      Die andere Problematik ist natürlich, dass aktuelle LPs alles andere als analog aufgenommen werden. Die gehen alle schön durch die digitale Welt und werden zu guter letzt in ein analoges Medium gewandelt. Da ziehe ich dann doch lieber die digitale Version vor. Diese ist so wie sie vom Mischpult kommt. Zumindest wenn sie in 24/96 oder besser vorliegt.

      Daher ziehe ich mittlerweile aber auch eindeutig Musik vor, welche als Datei vorliegt der CD vor. Die CD hat eben nun mal “nur” 16/44.1 als Abtastrate.

      Letzten Endes kommt es aber auch darauf an ob die Musik gut oder schlecht abgemischt worden ist. Die Arbeit im Tonstudio ist enorm wichtig und das beste Medium nützt nichts wenn Musik schlecht aufgenommen und abgemischt worden ist.
      Mittlerweile habe ich Checky sehr gerne. Leider trifft bei denen nur wenig meinen Geschmack, doch was ich gehört (und erworben) habe klingt unbeschreiblich schön. Vor allem die Live Aufnahmen mit Kustkopf Stereophonie (Binaural).

      • Genauso ist es. Ich bin mir bis heute nicht sicher, welches Medium rein technisch gesehen wirklcih das größere Portential hat. Dies ist am Ende des Tages aber auch nicht festzumachen, da sich Technik immer weiterentwckelt. Sei es Analog oder Digital. Diese Grabenkämpfe sind relativ sinnlos. Denn es kommt darauf an, was die Menschen mit dem Potential machen. Und da Musik auf CD viel weiter verbreitet und allgegenwärtig standardtisiert wie auch optimiert ist, ist Vinyl heutzutage wohl nur in Einzelfällen wirklich besser.

  10. Tja , weil eben der Mensch auch nicht perfekt ist,, gefällt vielleicht vielen der unvollkommene Klang der Platte. Im Umkehrschluss ist die nahezu perfekte Reproduktion des Klanges einer CD eben nicht die Leidenschaft dieser. Ich bin auch so unperfekter und mag den Klang der alten Platten, mit allem was dazugehört. Ich verteufele aber die CD nicht und sie hat an meiner HiFi Kette ebenso ihre Daseinsberechtigung wie das Vinyl. Bei mir geht es auch etwas um Haptik und hier ist die Platte und Geräte weit vorne. Der Artikel ist sehr gut und allem ist zuzustimmen. Besonders auf das Fazit sollte das Augenmerk gelegt werden und wie bei vielen Sinneswahrnehmungen ist eben nicht das messtechnisch beste Ergebnis auch das, was beim Zuhörer die meisten Empfindungen und Emotionen auslöst. Die Röhrentechnik ist hier ebenfalls ein gute Beispiel, mit eben den gleichen Grabenkämpfen wie bei Vinyl und CD.

  11. Dann braucht aber NIEMAND die Schallplatte, denn diesen Klang könnte man sicher auch mit einer Art Filter gleich Digital bei der Wiedergabe erzeugen.

    Und wenn jemand behauptet er könne den besseren Klang immer erkennen, mache Ich einfach eine Aufnahme seiner Schallplatte auf seinem Plattenspieler in Digital (analog raus in Rekorder), und gebe unregelmäßig wechselnd mit dem Plattenspieler wieder.
    Also kann JEDER auf den Kram verzichten. Entweder einmal von der Platte digitalisieren, oder eben einen digitalen Filter.

  12. Hi, danke für den Artikel.
    Ich bin am Überlegen mir einen neuen Plattenspieler oder CD Spieler zu kaufen.
    Da ich recht emotionslos an die Sache gehe habe ich mich einfach gefragt was technisch besser klingt. Besonders die Gerüchte mit dem begrenzten Frequenzbereich bei CD hatte ich auch im Kopf. War nett zu lesen und aufgrund des einfacheren Händlings werde ich wohl auch auf nen guten CD Player gehen.
    Gruß Timo

  13. Noch allerhöchstens 10 Jahre gebe ich der CD. Dann wird sie, wie einst die Schallplatte in der Versenkung verschwinden. Andere Medien werden sie ablösen. Eine Wiedergeburt wird die CD wohl eher weniger erleben. Bei der Schallplatte geht es nicht alleine um den Klang. Auch die Haptik, die Mechanik und die Sichtbarkeit des Mediums spielen eine entscheidende Rolle und bilden neben viel Nostalgie den Grund für die wiedergewonnene Liebe zur Platte. Weil ja immer wieder die “alten” Hörgewohnheiten herangezogen werden und damit auch ein gewisses Unvermögen denen bescheinigt wird, die den Klang der Platte mögen, muss man sagen, dass selbst die Jugend und diese hat ja nun ganz andere Hörgewohnheiten, in aller Regel den Klang der Platte als angenehmer empfindet. So ist es in allen Lebensbereichen, man nennt es Geschmack. Oft wird es auch mit einer Weinprobe verglichen. Da muss erst der Kenner kommen um dir zu sagen, das der Mist den du gerade trinkst ein sünhaft teurer und wohlschmeckender Wein ist…beim Essen ähnlich…bei Kunst…oje man kann immer so weiter machen. Geschmack ist immer die Summe aus Erfahrungen und Erlerntem und dann kommt da noch eine große Portion Individualismus dazu. Es ist also nicht so, dass es den einen wahren Klang gibt. Die einen klammern sich an eine Perfektion, nahe am Ursprung, während die anderen entspannt Musik hören und zwar nach ihrem eigenen Geschmack. Klar kann man denen vorwerfen, dass das nichts mit Hifi zu tun hat und dem kann man auch zustimmen. Aber so what ? Wenn ich den Wein des Kenners nicht mag, dann trinke ich ihn nicht und Kunst die mir nicht gefällt kann mir kein Kunstexperte schmackhaft machen.

    • Geschmack : Über Geschmack lässt sich eben nicht streiten ,entweder man hat ihn , oder nicht fertig !!! Seit 1965 beschäftige ich mit Musik und allem was benötigt wird , um diese hörbar zu machen. Unter anderem habe ich da natürlich auch mit allen Speichermedien hantiert. Vom Spulentonband über Kassette (da natürlich nur Decks ab 1000 DM aufwärts) , über DAT, Minidisc und natürlich jetzt die Medien wie CD-bespielbar , Festplatte , Stick und Speicherkarte. Das einzige Medium welches ich in der Entwicklung übersprungen habe war die sogenannte DCC von Philips. Die ja auch von allen Genannten das kürzeste Dasein fristete. Eins kann ich aber ganz klar sagen, egal wo die Reise hingeht eine “Kranz, Rausch , Rumpel und Brummschallplatte” kommt mir nicht mehr in die Bude ! Alle jungen Spinner , die jetzt wieder mit der Platte anfangen, haben dieses nie so professionell genutzt , als wir damals. Ich war in einem sogenannten “Tonbandring” , da haben wir uns gegenseitig Aufnahmen geschickt ,die wir zuvor größtenteils von unseren Platten überspielt haben. Da kamen oft in der Woche 20 und mehr Stunden zusammen. Man wollte keine Fehler machen und musste vor allem seine Platten dabei auch schonend behandeln. Es war einfach ein Scheiß und ganz ohne Fehler lief das kaum mal ab. Jeder der , das auch gemacht hat ,weiß wovon ich schreibe. Was war das für ein Segen , als die CD und vor allem die MINIDSIC kam. Beide möchte man möglichst tot sehen. Dabei ist vor allem die MINIDISC (ist inzwischen tot) ganz klar das Beste , mit dem ein Musikliebhaber hantieren kann. Leider sind eben 90 % der Konsumenten Idioten ! DSR – Radio war auch klar das beste Rundfunkmedium (hatte ich auch) . Auch das hat man aus Kundenmangel eingestellt. Dabei wäre es selbst heute dem DVB / S weit überlegen. Ich für mich, mache mir keine Sorgen ,da ich mich für den Rest meiner Tage mit Geräten aller Art eingedeckt habe.

  14. Ich stimme mit vielen Fachleuten im Bereich des Masterings überein, dass eine Platte anders aufgenommen wurde und bearbeitet wurde als eine CD. Ein guter Tonmeister hatte die klangeigenschaften einer Vinyl immer im Hinterkopf. Und ich wage zu behaupten selbst dass damalige Phonoequipment wie Boxen und Verstärker wurden mit einberechnet. Ich komme eher aus der Klassik. Und da gab es in der Anfangszeit der CD fürchterliche Aufnahmen die eigentlich für die Platte aufgenommen wurden. Die wurden einfach 1:1 auf die CD übertragen. Mit einem furchtbaren Klangerlebnis. Auch wurden zum Beispiel Sänger ins Aufnahmestudio gebeten die ideal für die damalige Aufnahmetechnik waren. Manche Stimmen waren nicht mal die besten für ein Livekonzert. Aber für die Platte! Ich würde sagen dass Musik die analog aufgenommen wurde auch auf die Platte gehört.

  15. Tja was soll ich dazu schreiben..
    Die Messwerte sind vollkommen Egal..ich erkenne bisher noch jede Digitalquelle, denn ab da ist Weihnachten vorbei..
    Ob die Digitaltechnik nun Verlustfrei genau darstellen kann lassen wir dahingestellt.

    Es geht nicht um Kratzer , Rauschen und anderem Korrekte Plattenlaufwerke spielen für den hörbarenbereich der Masse , ebenso sauber ..aber um es weitgehend kurz zu machen- eben natürlicher und was natürlicher klingt – ist eben echter und was echter ist ..ist realistischer …!

    Darüber hinaus finde ich werden die Wandler der heutigen Zeit eher noch schlechter ..so ein alter 1541 philips chip und z.B. eine Arcam Blackbox kommt da z.B.. schon ganz anders wie die meisten hi-res.

    Es fehlt nicht an gewöhnten Störungen sondern an Information oder wird eben entlebendisriiert um mal ein neues Wort zu erfinden …( oder gibt es das schon…)?
    Sagen wir “tod” gerechnet . Es hört sich eben synthetischer unnatürlicher an – aus dem nichts und dort endet es auch ..aber eben unnatürlich …
    Der Text ist zwar toll geschrieben und mag auch stimmen …aber bis ich die Platte , Das Tonband und Die Kompaktkassette aufgebe ..muss sich im Digitalbereich noch einiges tun ….
    Insofern stimmt es ja auch – digital klingt tonal sauberer ..”zu sauber” Was die Art und Weise betrifft … ..Es hat .auch .nochmal – mehr mit der für mich hörbaren sythetik zutun …und nicht wer hier mehr kilohertz liefert…. weniger Rauschen , anderes oder Kratzer ..Denn es geht bei Analog nicht nur um die Schallplatte …im übrigen hasse ich zuviel rauschen und kratzer …. aber ebenso…. die digitale künstlichkeit …

    selbst ein T+A E Serie Verstärker ..tonal vom feinsten und doch noch immer künstlicher und langweiliger …obwohl der kern Analog aufgebaut ist (pwm)
    Dazu mein altes SONY ZA5ES Digtal DAT Recorder Gerät tonal vom Feinsten ..nur eben langweilig und in meinen Ohren unnatürlich ….zu “tod” …
    hört es sich für mich bei T+A ..an ,als sässe darin ein asiate mit einem rechnenschieber = 0 und 1 und 0 und 1 usw..
    es ist nicht das was ..sondern das wie ..
    Der HI- RES Hype verwäscht die nummer bisher nochmehr oder es kommt zwar mehr …aber eben auch mehr von weichgespült ..schöngerechnet…

    Sei es wie es wolle …..für mich ist Digital schlechter obwohl es besser ist !
    Bestimmte Verzerrungen gehören einfach dazu , beispiel gittare ..auch die Analogen sythesitzer spielen in meinen Ohren besser…

    Vergesst nicht ..unser Ohr hört noch immer Analog insofern erscheint mir dieser Zustand mehr verantwortlich als bestimmtes rauschen und knackserVerlust der klasse ist ..nur eben nicht ausreichend um letztendlich die wahre Natürlichkeit zu erzeugen.

    Anders ausgedrückt eine Geige ist eine Geige und eine Digital simulierte Geige genau genommen keine mehr ….!
    Da gibt es bisher im Grunde auch nichts zu diskutieren !

    Wenn wir der Artikel Schreiber zuviel Dynamik schadet ..kann HI-RES ja auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein..

    Ich bete zu Gott das die Entwicklung ..diese Auffälligkeit dahingehend bald zu ändern vermag ..sodass es wieder flesst und sich nicht so sehr nach rechnung anhört …in meinen Ohren !

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