Mehr Utopie wagen – Ein Interview mit Alexander Sängerlaub vom Politikmagazin Kater Demos

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Illustration von Marc Heinrich in Kater Demos #02 zum Schwerpunkt Arbeit
Illustration von Marc Heinrich in Kater Demos #02 zum Schwerpunkt Arbeit

Kater Demos ist das frischeste Kätzchen auf dem Magazin-Markt. Die Redaktion verschreibt sich ganz der Aufgabe, Themen statt Titel in den Vordergrund zu rücken. Wir haben uns mit Chefredakteur Alexander Sängerlaub am Katzentisch getroffen um über Konzept, Katzenvideos und konstruktiven Journalismus zu sprechen.

Was ist die Grundidee von Kater Demos?

Radau zu machen! Mit Kater Demos machen wir ein Politikmagazin, das alles gehörig auf den Kopf stellt. Während Parteien und Politiker in Deutschland vorrangig versuchen den Status quo verwalten, versuchen wir in die Zukunft zu denken, wie die Welt von morgen aussehen könnte und sollte – daher auch unser Untertitel “Das utopische Politikmagazin”. Gleichermaßen wichtig ist es uns aber auch Konstruktives und Unterhaltendes zusammen zu bringen, das merkt man sowohl an der Gestaltung vom Kater, als auch am Schreibstil der Texte.

Politikmagazin Kater Demos

Ihr setzt für die jeweiligen Ausgaben Schwerpunktthemen. Welche Philosophie steht hinter dieser Fokussierung?

Heute ist alles so unfassbar schnell geworden. Man selbst konsumiert Online-Nachrichten wie ein nervöses Eichhörnchen – ständig schauen wir, ob es nicht schon wieder neue News gibt? Wir glauben, dass man sich da auch mal rausnehmen muss, zum durchatmen und um ein Thema in aller Ruhe und aus verschiedenen Perspektiven zu durchdringen. Daher haben wir große Schwerpunktthemen, wie aktuell “Arbeit”, oder in der ersten Ausgabe “Demokratie”.

Warum erscheint Kater Demos ganz überwiegend als Print-Format?

Das hängt auch mit der Entschleunigung zusammen. Gedruckte Texte haben einfach nach wie vor einen anderen Wert und einen anderen Impact. Von der Haptik und Optik ganz zu schweigen, die ist auch ein wichtiger Teil von Kater Demos. Aber ganz ehrlich: wir hätten auch tierisch Bock auf ne schnieke Digitalausgabe als App. Uns fehlt nur einfach die Knete.

Politikmagazin Kater Demos

Ihr nutzt das Crowdfunding und die Release-Partys auch als Teil eurer Öffentlichkeitsarbeit. Macht ihr einfach gerne Party oder was passiert am 16.04 im Birgit&Bier?

Wir feiern gerne, keine Frage.
Wir wollen aber auch die Menschen, die ins Birgit & Bier kommen auf eine kleine Reise mitnehmen durch die neue Ausgabe, wollen mit Ihnen ins Gespräch kommen, aber sie auch zum Nachdenken bringen – natürlich unter dem Einfluss bewusstseinsverändernder Drogen (Alkohol) und fetten Beats von unseren DJs. Wir wollen Menschen mit unserem Magazin zusammenbringen, die ähnlich ticken.

Partyplakat Katzplosion

Warum eigentlich die ganzen Katzen?

(lacht) Klassikerfrage. Weil wir’s können! Inzwischen haben sich schon mehrere Gründungsmythen zum Namen entwickelt. Wie wäre dieser: Der Kater ist unser Politikkater, den wir selber zuweilen haben. Er ist eine Anspielung auf unseren eigenen Schweinehund, der uns lieber bei Facebook auf das nächste Katzenvideo klicken lässt, statt irgendwelche politischen Kommentare zu liken.

Wer die aktuell laufende Crowdfunding-Kampagne von Kater Demos unterstützen will, damit die Chefredaktion nicht demnächst die Sofas ihrer Redakteure besetzen muss, kann das gerne hier tun…

MEHR zum Thema: Crowdfunding von Kater Demos #2
paris

Disclaimer: Blogrebell Julian hat für die aktuelle Ausgabe von Kater Demos einen Text beigetragen. Marinelli und Buzz Boris vom Blogrebellen-DJ-Team legen auf der Release-Party am kommenden Samstag, 16.April auf.


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