Claus Kleber konfrontiert Erdogan-Anwalt in einem Interview

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Dieses Interview hat sich Medienanwalt Hubertus von Sprenger sicher anders vorgestellt. Claus Kleber befragte den von Erdogan beauftragten Anwalt zum Fall Böhmermann und ging von erster Minute an auf Konfrontationskurs. Er stellte dem Verteidiger, der übrigens auch gerne mal Holocaust-Leugner vor Gericht vertritt, unangenehme Fragen, auf die er nicht eingeht und ausweicht. Dabei kamen Sätze heraus, die dem türkischen Regierungschef bestimmt gefallen werden, auf mich aber eher wie Drohungen eines Handlangers eines verrückten Diktatoren wirken:

Es wird eine Strafe sein, die erforderlich ist, um ihn auf den rechten Weg zurückzuführen

oder auch

Er ist aufgefordert sich zu verpflichten, das nicht noch mal zu sagen und es kann ja durchaus sein, dass er auch klein beigibt

Letzteres wird wohl nicht passieren wie heute zu lesen ist, denn Jan Böhmermann lehnt eine Unterlassungserklärung ab.

Hier das komplette Interview:




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3 KOMMENTARE

  1. Ich habe mir das kurze Interview mehrfach angesehen. Ich finde ganz und gar nicht das Klaus Kleber den ‘Erdogananwalt’ zerlegt hat. Klaus Kleber geht zwar durchaus sehr direkt nach vorne und evtl. auch auf wie du schreibst Konfrontation, aber der Anwalt geht überhaupt nicht auf die Provokationen ein, sondern ist erfolgreich darin seine Position kurz und knapp darzustellen.

    Ich finde sogar mit der degressiven Art die Hubertus von Sprenger an den Tag findet er eine Methode die dem Fragesteller den Wind aus den Segeln nimmt. Wenn hier einer wenn zerlegt dann der Medienanwalt den Interviewer.

    Dennoch fand ich richtig das Hr. Kleber einen harten Ton angeschlagen hat auch wenn klar wurde je härter die Fragen wurden, sich der Anwalt zuzücklehnen wird.

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