Verrückter Herzschlag-Beat: Beyoncé “Don’t Hurt Yourself” & Bilderbuch “Feinste Seide”

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Ihr hört ein Song und denkt euch “kenn ick! Aber woher?” Den ganzen Tag von einem Ohrwurm penetriert, bis es euch auf dem Klo einfällt. So ging es mir mit Beyoncés “Don’t Hurt Yourself” und Bilderbuchs “Feinste Seide”

Ob sich da jemand hat von dem verrückten Herzschlag-Beat inspirieren lassen?

Während Bilderbuch übers Ficken – oder eher das Vorspiel – spricht…

Feinste Seide hüllt dich ein.
Heiße Luft, so flüßig wie Kristall
Ich lese Brut, Gemü und Deridall.
Mein Schwanz so lang wie ein Aal
Meine Mutter so dick wie ein Wal
Ich bin wieder da.

…geht Beyoncé zwar auch an den Schwanz aber eher aus einer anderen Motivation heraus: “Who the fuck do you think I am?” Eine essenzielle Frage, die sich zwangsläufig bei Arschloch-Begegnungen stellt. So “dreckig” Beyoncés “Don’t Hurt Yourself” ist, so sehr könnte ich darin eintauchen und einen riesen Schluck ihrer Energie nehmen.
Das haben beide Songs gemeinsam: Dirty, sexy und viel Herzblut.

In einem Herzschlagrythums, der zwischen durch aussetzt, singt sie auf derbe verrotzte Art die Worte

Who the fuck do you think I is?
You ain’t married to no average bitch boy
You can watch my fat ass twist boy
As I bounce to the next dick boy
And keep your money, I got my own
Get a bigger smile on my face, being alone
Bad motherfucker, God complex
Motivate your ass call me Malcom X
Yo operator, or innovator
Fuck you hater, you can’t recreate her no
You’ll never recreate her no, hero

Starke Worte und typisch für die Feministin.Sicher der Schlüsselsong auf ihrem Album “Limonade”, der als Beleg dienen soll, dass Jay Z an einem anderen Honigtopf genascht hat.
Egal was wirklich dahinter steckt – darüber wird viel gemunkelt – so hat es sicher mit dem gesamten Verkaufskonzept der Plattenfirma und der Marke Beyoncé zutun.

Doch man kann sich durchaus auch losgelöst von den Yellow-Press Geschichten die Platte anhören, die musikalisch und textlich wirklich sehr stark aber fast schon überproduziert kling. Da kann man ihr diesen deepen dirty talk nur schwer abnehmen. Live sieht das nach einer gigantischen Show aus, die man sich sicher mal anschauen könnte. Denn gerade der Song “Don’t Hurt Yourself” schreit danach Live gespielt zu werden. Mir persönlich wäre ein verrauchter kleiner Club lieber.


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