Der wahre Grund für das Controller-und Laptop-Verbot in Kenny Summits Club

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Es gibt so Schlüsselreize, mit denen kann man in der kleinen DJ-Welt zielsicher Kontroversen anzetteln. Und Kontroversen bringen Klicks, wie man jüngst wieder sehen konnte. Kenny Summit, seines Zeichens DJ und Clubbetreiber haute auf Facebook diesen Post raus:

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Ich weiß zwar echt nicht, warum der Quatsch im Jahr 2016 immer noch so zieht und ich verstehe erst recht nicht, wie man immer noch DJ-Kanzeln bauen kann, die so eng sind, dass Controller und Laptop ein Problem darstellen, aber okay. Muss jeder selbst wissen. Und hey, ist ja nicht so, dass mir nicht klar wäre, wie man mit ein paar markigen Worten Aufmerksamkeit und damit Reichweite erzielen kann. Kann mir auch egal sein, ich werde nicht in die Verlegenheit kommen, im Cure and the Cause aufzulegen, und wenn doch ginge es noch am ehesten um alten House, den ich eh von Platte spielen würde. Aber wehe die 1210er wären dann nicht top in Schuss, die Nadeln frisch und die Anlage rückkoppelungsfrei. Dann würde ich es denen aber mit einem Facebookpost zeigen, der sich gewaschen hätte!!!11!1

Aber Spaß beiseite. Die Geschichte kriegt noch eine Wendung, die ich ein wenig entlarvend finde und die kein so gutes Licht auf den Versuch Kenny Summits werfen, es in seinem Laden aber mal so richtig real zu keepen.

Er gab nämlich dem Magneticmag noch ein Interview zur Causa Controllerverbot, indem folgende interessante Passage vorkommt:

We have the occasional big headliner (unexpected for such a small venue), and we also get a lot of locals and young DJs who get hired by promoters to warm up the room. The problem lies with the opening DJs (mostly), many of them show up with a laptop and controller, and that’s all they’ve ever used. That’s a problem. They don’t know what to connect with our Pioneer system; they have no clue what they’re plugging in or what plugs they’re taking out.

Now I know young DJs have to cut their teeth, and that’s why we give the promoters the opportunity to bring in their own DJs to open… but its gotten to the point where it’s like an epidemic with these DJs who haven’t bothered to go the full distance and LEARN how to set their shit up without interrupting the flow of the night. Midnight is not the ideal time to turn the mixer off, pull it out and start guessing which port to plug your Traktor into.

Es stellt sich also heraus, dass im „Cure and the Cause“ DJs spielen dürfen, die offensichtlich noch nicht reif dafür sind. Die keine Ahnung haben, wie man einen Mixer verkabelt und die von den Fremdveranstaltern mitgebracht werden.
Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass sich bei diesen jungen Talenten die Höhe der Gagen proportional zu ihrem Wissen über Audiotechnik und Clubequipment verhalten. Mit anderen Worten, sie sind schön billig, oder mussten vielleicht sogar bezahlen, um spielen zu dürfen.
Mann kann da jetzt natürlich so eine Prinzipienreiternummer wie Kenny Summit daraus drehen, aber das ist halt dann scheiße..

You get what you pay for. War schon immer so, wird immer so sein.

Zum Abschluß noch ein ganz persönliches Statement:

Ich scheiß auf Controller-Verbote!

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