Stephan Szillus – Im Glück 2 (Sunday Joint)

2

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, als uns Stephan Szillus seinen ersten Sunday Joint ablieferte. Im Glück überraschte und erfreute mit elektronisch-ambienter Musik und minimalistischen Jazz.
Heute freue ich mich euch den zweiten Teil präsentieren zu dürfen. Mit Im Glück 2 schließt Stephan an sein erfolgreiches Konzept an und präsentiert dabei noch zwei exklusive und bisher unveröffentlichte Songs.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von soundcloud zu laden.

Inhalt laden

Download / Mirror / Cover

Tracklisting mit Kommentaren von Stephan Szillus

01 ??? — »Nature Boy«
Eine Version des eden-ahbez-Klassikers »Nature Boy«, die ich mal auf Youtube entdeckt habe. In den Kommentaren wird gerätselt, wer der Sänger ist, ob es ahbez selbst sein könne, vielleicht auch Pat Boone oder jemand ganz anderes. ahbez war ein New-Age-Hippie, bevor es Hippies, geschweige denn den Begriff New Age gab. Egal, wer sie singt: Diese Version rührt mich zu Tränen.

02 Laraaji — »Unicorns In Paradise (excerpt)«
Laraaji ist ein Zitherspieler und Meditationsguru, der einst im Washington Square Park von Brian Eno entdeckt wurde und sich in den letzten Jahren wieder einiger Prominenz erfreut. Dieser Ausschnitt stammt von einem Tape von 1981, das die Kalifornier von Leaving Records wiederveröffentlicht haben und das ich in den letzten Monaten oft zum Einschlafen gehört habe. Den Gedanken, dieses Stück gerade deshalb an den Anfang des Mixes zu setzen, fand ich amüsant.

03 Harold Budd/Brian Eno — »The Plateaux Of Mirror«
Der minimalistische Pianist Harold Budd hat drei seiner besten Platten mit Brian Eno als Produzent und Kollaborateur gemacht, darunter »Ambient 2« von 1980, die Fortsetzung von Enos genredefinierender »Music For Airports«-Platte.

04 Cluster — »Sowiesoso«
Eine Platte aus der niedersächsischen Landkommune von Dieter Moebius und Hans-Joachim Roedelius, in der auch Brian Eno mehrere Monate lebte. Ich liebe „Zuckerzeit“, „Musik von Harmonia“ und „Cluster & Eno“, diese drei Platten hatte ich im letzten Jahr auf Dauerrotation. Aber wenn man noch tiefer gräbt, stößt man auf diesen späten Schatz von 1976.

05 Alice Coltrane — »Er Ra«
Ich verehre ihre Free-Jazz-Platten, aber zuletzt haben mich besonders die Kassetten fasziniert, die sie in ihrem kalifornischen Ashram aufnahm, nachdem sie ihre Karriere als Musikerin beendet hatte. Auf dieser Aufnahme von ihrem Tape »Divine Songs« von 1987 interpretiert sie einen traditionellen Hindu-Gesang und begleitet sich selbst auf der Harfe.

06 John Cage/Stephen Drury — »In A Landscape«
Eine großartige Aufnahme des 1948 von John Cage geschriebenen Stücks „In A Landscape“, gespielt 1994 auf einem präparierten Klavier von dem Pianisten Stephen Drury. In der engeren Auswahl für diesen Mix war auch die wunderbare Version der italienischen Harfinistin Floraleda Sacchi.

07 Aphex Twin — »Lichen«
„Selected Ambient Works 2“ von 1994 ist ein Klassiker des Genres, der seit Jahren bei mir immer wieder auf Rotation läuft. „Lichen“ ist für mich eines der schönsten Musikstücke aller Zeiten.

08 Huerco S. — »Promises Of Fertility«
Die zweite Platte des amerikanischen Techno-Produzenten Huerco S. hingegen ist das neueste Stück Ambient-Musik in meiner Mediathek. Ich mag diese Miniaturen, die kein Anfang, kein Ziel und kein Ende haben und daher klingen wie ein elektronisches Windspiel.

09 Karma — »Belltones« & 10 Sebastian Zangar — »L2«
Das Herzstück meines Mixes sind diese beiden Demos, die eigentlich die ersten beiden Veröffentlichungen auf meinem noch zu gründenden Ambient-Label werden sollten, und weil sich diese Unternehmung aus diversen Gründen auf unbestimmte Zeit verschiebt, sind sie hier in voller Länge enthalten: Ein zehnminütiges, unveröffentlichten Stück vom Kölner Produzenten-Duo Karma aus dem Jahr 2008 und ein Demo mit dem Arbeitstitel „L2“ von dem in Berlin lebenden Komponisten Sebastian Zangar von 2013, mit Field Recordings aus Goa. Wo diese Tracks herkommen, gibt es noch mehr.

11 Blue Heron — »Paul’s Blues (feat. Coyote)«
Steht zum Abschluss stellvertretend für den minimalen Beach-House von der kanadischen Westküste, der mich in den letzten Wochen täglich begleitet hat. Das Stück stammt von der Mood-Hut-EP »Disco Mantras«.

Namaste.

Stephan Szillus, Berlin-Neukölln, Juli 2016

Hier geht es zum ersten Teil von Im Glück.


Höre dich durch unser Sunday-Joint-Archiv und abonniere den Podcast (iTunes) oder folge uns auf Hearthis, Soundcloud oder Mixcloud.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von hearthis.at zu laden.

Inhalt laden

2 KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.