“Zumindest konnten wir ihm einen Einblick in deutsche Literatur ermöglichen”- Interview mit der Frankfurter Polizei zum Grass-Tweet

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Mit viel Sinn für Humor und Rechtschreibung hat das Social Media-Team der Frankfurter Polizei auf eine Frage eines Twitter-Nutzers reagiert und damit einen viralen Hit gelandet. Wir haben mit André Karsten, dem Social Media-Sprecher der Frankfurter Polizei, über lustige Tweets, deutsche Literatur und die Legalisierung von Marijuana gesprochen.

Auf Facebook und Twitter ist gerade eine Unterhaltung mit einem User viral gegangen, der offenbar von Ihnen wissen wollte, welche Strafe für den Besitz von 1-5 Gramm Marijuana zu erwarten sei. Konnten sie dem Mann mittlerweile weiterhelfen?

Ja, zumindest konnten wir ihm einen Einblick in deutsche Literatur ermöglichen. Leider hat der Nutzer seine Frage mittlerweile wieder gelöscht, sodass wir nicht weiter darauf Bezug nehmen werden.

grass

Wie sieht denn die Gesetzeslage in Hessen bei dem Thema generell aus?

Der Erwerb / Besitz und Konsum von Cannabis ist in ganz Deutschland strafbar.

Wie oft kommt es vor, dass solche Fragen via soziale Medien an sie herangetragen werden?

Regelmäßig. Eine genaue Zahl können wir hier nicht nennen.

Wie definiert die Polizei Frankfurt am Main ihre Aufgabenbereiche in sozialen Medien?

Im Grunde ist es dieselbe Arbeit, welche auch „außerhalb“ der sozialen Medien getätigt wird.
Prävention, Beratung, Begleitung von Veranstaltungen aller Art und Transparenz.
Digitale Bürgernähe durch zeitnahes Reagieren auf aktuelle Themen und der Beantwortung
fast aller Fragen, die an uns gestellt werden, sind uns sehr wichtig.

Die Blechtrommel von Günter Grass wiegt 318 Gramm in der Taschenbuchausgabe. Wie hoch würde die Strafe für den Besitz von 318 Gramm Marihuana ausfallen?

Das Strafmaß wird durch die Justiz und immer am Einzelfall orientiert festgelegt.

Inwiefern würde es aus ihrer Sicht Sinn machen den Besitz von geringen Mengen Marijuana zu legalisieren, z.b. auch um Polizisten zu entlasten?

Die Frage zur Legalisierung von „weichen Drogen“ ist derzeit in politischer Diskussion, aus der wir uns raushalten.

S/O Polizei FFM, danke für das Interview!


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