Ach Renate…

5

Ihr habt es ja wahrscheinlich mitgekriegt, Renate Künast hat sich mit einem unüberlegten Tweet zum Amoklauf in Würzburg ein ziemliches Ei gelegt.

Den heftigste Gegenwind bekam sie vom Chef der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt ab:

„Da brauchen wir die parlamentarischen Klugscheißer überhaupt nicht“

stellte er laut Saarbrücker Zeitung klar, denn der Vorgang werde nun ganz akribisch von der Staatsanwaltschaft untersucht.
Wir sind wirklich ungern mit Herrn Wendt einer Meinung, aber einfach mal ein paar Stunden die Kresse zu halten, fänden wir im Sinne der Deeskalation wirklich angebracht, Frau Künast.
Das hat sie inzwischen wohl selbst gemerkt und hat auf Facebook ein beschwichtigendes Statement abgegeben, das mich so richtig wütend macht:

Facebook

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Facebook.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Wie aus dem Handbuch der Krisenkommunikation klingt das. Das Mitgefühl für die Opfer betonen, Vertrauen in den Rechtsstaat signalisieren, Solidarität mit den Polizisten zeigen, alles wie aus dem Lehrbuch. Und dabei den eigentlichen Grund für ihren Post ganz elegant unter den Tisch fallen lassen. Supi!

Und warum eigentlich auf facebook, wo doch der Auslöser des Ganzen auf twitter stattfand? Ach ja, das böse Twitter mit seiner Zeichenbegrenzung, da kann man ja nur missverstanden werden.

Kleiner Tip, Frau Künast: „Tut mir leid, das war echt doof von mir.“ hat deutlich unter 140 Zeichen…

5 KOMMENTARE

  1. Wie schon unser aller Lieblingsautor an mehreren Stellen so oder ähnlich anmerkte : „Multiple question marks, the sure sign of an insane mind.“
    („Mehrere Fragezeichen, sicherer Hinweis auf geistige Umnachtung.“)

    – Terry Pratchett in Reaper Man (adaptiert)

    • Ich habe mich aber ehrlich gesagt auch gefragt, warum ein Sondereinsatzkommando es nicht schafft einen mit axt und Messer bewaffneten Menschen kampfunfähig zu machen, statt ihn zu töten. Und ich finde die Frage danach auch durchaus legitim.

      • Weil es sowas wie Adrenalin gibt das ist körpereigener Stoff,der schwierig macht extrem-Kuscheling in Anwendung zubringen.
        Es gibt Fälle von Leuten die sich ein Dutzend Kugel eingefangen hatten in non-Lethalen Körperzonen wie Armen oder Beinen und dann die Polizei verklagt haben-wegen überzogener Gewaltanwendung.
        Dieses ist nicht möglich bei einem, tödlichen Kopfschuss!
        Tut mir leid wenn das deine Tatort/Zdf-freitagsabendkrimiwelt zerstört..dort gibt selten von den Helden tödliche Schüsse..weil es sonstein bisserl zu realistisch sein könnte..
        .für effizienten Schusswaffenumgang empfehle ich „Heat“ und „Colleteral“ von Michael Mann,die Schauspieler haben mit scharfer Munition Profitraining gemacht

  2. Sie hat also gefragt, ob es keine Alternativen zur Erschießung eines Menschen gegeben hat… Welch Frevel…

    • Jakob Augstein stellt diese Frage auch und postet dazu das Bild eines Polizisten mit Teaser.
      Statt Menschen zu erschießen fordert er also sie mit Elektroschocks zu foltern…

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.