Ansage des Tages: Kurt Krömer über CDU-Forderung nach Deutsch-Pflicht in Sozialen Medien

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Kurt Krömer trifft mal wieder ins Schwarze….

Lieber Peter Hauk,
Verbraucherschutzminister von Baden-Württemberg,

in einem Interview forderst Du, dass Migranten im Internet und auf Facebook und Co. nur auf Deutsch kommunizieren sollen: „Wer in unserem Land lebt, sollte in der Landessprache kommunizieren. Das gilt auch für soziale Medien“.

Ich will gar nicht darauf eingehen, wie unangemessen bzw. kackendämlich eine solche Forderung gegenüber Menschen ist, die sich hier gerade aus einem Kriegsgebiet rübergerettet haben, monatelang um ihre Anerkennung bangen und ewig auf nen Sprachkurs warten müssen.

Krömer hat natürlich Recht. Immer und mit fast allem. Nein, Migranten sollten nicht dazu gezwungen werden Deutsch zu schreiben in den sozialen Medien. Sie sollten nicht mal dazu angehalten werden. Warum nicht? Zu allererst aus rein praktischen Gründen, die sogar jedem fahnenschwenkenden CDUler von der schwäbischen Alb einleuchten sollten: Wer soll das kontrollieren? Wer will das kontrollieren? Welchen Sinn macht das alles?

Wieso bringt der baden-würrtembergische Verbraucherschutzminister so einen Vorschlag dann überhaupt, wenn er doch wissen müsste, wie deppert er ist!? Es ist ein klassischer Fall von rechts blinken. Mal kurz bei den Rechten in Erinnerung rufen, dass auch die CDU nationalistische Forderungen stellen kann und nicht nur die AfD rumdeutscht. Nervig? Eh. Peinlich? Total. Hirnrissig? Jep.

Wer einmal mitbekommen hat, wie complicated es für Migranten sein kann Deutsch-Kurse oder überhaupt any Form der Teilhabe zu realizen, der kann über solch realitätsfremde Forderungen nur den Kopf shaken. Sie grenzt nicht nur aus, sie ist auch tutto completto fernab jeglicher Reality. Ta mere, Herr Hauk!

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