Native Instruments Maschine Jam

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Eben hat Native Instruments das neueste Mitglied seiner Maschine-Familie angekündigt.
Maschine Jam wirkt im Gegensatz zu den anderen Maschinen, nicht an das MPC-Konzept angelehnt, sondern erinnert vielmehr an Akais APC-Serie. Sie schließt damit eine große Lücke im Bedienkonzept der Groovebox von NI: Sequencerbasierte Workflows und Arrangieren waren bisher nicht unbedingt die Stärke der Hardware. Das soll sich mit Jam ändern.

Zum Steuern von Pegeln und Effektparametern stehen acht Touchstrips zur Verfügung, denen aber mit der neuen 2.5er-Version der Maschine-Software noch wesentlich mehr Funktionen zugewiesen werden können. Sehr interessant zum Beispiel die Möglichkeit, Chords damit zu spielen. Die 64 Pads sind perfekt zum Abfeuern von Clips oder für secuencerbasiertes Arbeiten.

Die Rückseite von Maschine Jam mit dem praktischen Aufstellfuß
Die Rückseite von Maschine Jam mit dem praktischen Aufstellfuß

Die neue Hardware kann die alte insofern nicht ersetzen, als die Pads nicht fürs Fingerdrummen geeignet sind. Sie sind zu klein und ausserdem nicht velocityempfindlich. Dafür haben sie einen gut definierten Klick und fühlen sich sehr präzise an. Jam eignet sich eher für einen technostyle Workflow und lässt Maschine gefühlt zu einer vollwertigen DAW werden. Im Verbund mit einer klassischen Maschine sieht Ganze dann schon nach einem sehr runden Tool zum Produzieren aus.

Hier könnt ihr Boris aka Comfort Fit beim RumJAMmen zusehen:

Apropos DAW: Das Gerät ist geradezu dafür prädestiniert, als Ableton-Controller genutzt zu werden. Ein ziemlich ausgefeiltes Mapping wird gleich mitgeliefert.

Wenn ich so ein Gerät in den Fingern habe, denke ich natürlich zu allererst darüber nach, ob man es für Traktor nutzen kann. Was mir sofort in den Sinn kam: Ein Controller, der wie ein achtkanaliger Mixer aufgebaut ist, müsste doch nahezu perfekt sein, um zwei STEM- oder REMIX-Decks zu steuern. Nachdem ich drei Abende lang an an einem STEMS-Deck-Mapping gearbeitet habe, muss ich sagen: Yup, passt schonmal verdammt gut fürn Anfang. Ich bleibe dran

Maschine Jam soll ab dem 29. September lieferbar sein und 399,- Euro kosten.
Im Lieferumfang ist die Hardware und die Version 2.5 der Software mit einer 9GB großen Library voll neuer Sounds und Macros. Ausserdem im Lieferumfang: Das Komplete 11 SELECT-Bundle inklusive MASSIVE und MONARK.

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Fazit

Ich prophezeie Maschine Jam großen Erfolg. Das Gerät fühlt sich sehr wertig an und erweitert den Workflow mit Maschine in Richtung vollständiger DAW. Für Ableton-User kann das Gerät genauso nützlich sein, wie für TraktorDJs. Der Preis ist angesichts des Lieferumfangs mehr als fair.

Maschine Jam Webseite



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