FünfMalZwei: Interview mit Sound Nomaden

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Für unseren Sunday Joint auf dem Klunkerkranich haben wir uns dieses Mal Verstärkung aus Münster geholt. Sound Nomaden ist in Deutschland der meistgebuchte DJ und Produzent im Electro Swing, für uns spielt er am Sonntag ein rares NON-Electro Swing Set. Irgendwas zwischen Don´t call it world, organischer Clubmusik und Entspannung. Wir haben Tobi ein paar Fragen zu seinem Schaffen geschickt…

Keller-Gig in London oder Live-Show am Strand in Kroatien?

Beides schon erlebt und beides hat seinen eigenen Reiz, wobei der Strand in Kroatien natürlich eigentlich die schönere Atmosphere bietet. In meinem Fall war das ganze drum herum allerdings so chaotisch, dass ich mein Set leider nicht wirklich genießen konnte. Da ist mir der Kellergig im Bookclub in London irgendwie positiver in Erinnerung geblieben.

Saxofon oder Trompete?

Ich finde sowohl Saxofon als auch Trompete toll und darum tauchen auch beide Instrumente in meinen Tracks immer mal wieder auf. Bei größeren Live Gigs habe ich ja meist Marc mit dabei, der dann zu meinem Set Saxofon und mit seiner EWI (Electronic Wind Instrument) mittlerweile auch andere virtuelle Instrumente spielt. Das ist eine echte Bereicherung!

Fusion-Festival oder Privat-Party im Hostel?

Natürlich Fusion Festival! Ich hab dort die letzten 6 Jahre gespielt und es war eigentlich immer eines der Highlights des Jahres für mich. Es gibt einfach auch nicht viele Festivals in Deutschland, auf denen auch unbekanntere Künstler vor einem sehr großen Publikum spielen können. Die meisten großen Festivals buchen ja immer nur die selben Künstler mit bekannten Namen oder großen Agenturen/Labels im Hintergrund, dadurch ist die Musik auch oft nicht so abwechslungsreich und innovativ. Ich finde es spannender wenn statt diesem ewigen Namedropping im Lineup auch mal unbekanntere kreative Künstler eine Chance bekommen. Diesbezüglich hat die Fusion meiner Meinung nach einen wichtigen Vorbildcharakter. Außerdem ist die Fusion einfach ein Gesamtkunstwerk, das nur schwer zu toppen ist!

Spotify oder Soundcloud?

Soundcloud ist für mich lange Zeit die wichtigste Plattform gewesen über die ich meine Musik mit anderen DJ’s und Musikliebhabern teilen konnte. Das Schöne ist dabei, dass man von den Hörern meist auch sofort Feedback bekommt. Außerdem kann man hier als DJ gut neue Künstler oder besondere Remixe aufstöbern. Allerdings hat sich bei Soundcloud schon einiges geändert, weshalb ich nicht mehr nur positiv darüber denke. Spotify ist mittlerweile auch sehr wichtig für mich. Wenn ich persönlich Musik höre, höre ich zu Hause meist über Spotify. Außerdem macht das Streaming heutzutage ja einen großen Teil der Einnahmen für Musiker aus, da die Menschen ja fast keine CD’s mehr kaufen oder Alben downloaden. Hierbei ist Spotify der Anbieter, bei dem den Künstlern zwar auch nicht viel ausgezahlt wird, aber immer noch mehr als bei Youtube oder Soundcloud.

Produzieren oder auflegen?

Ich mache Beides ziemlich gerne und im Moment kann ich mir daher kein entweder oder vorstellen. Das Produzieren brauche ich einfach für meinen eigenen kreativen Output. Es ist schon immer ein sehr starkes Bedürfniss von mir gewesen mich kreativ auszudrücken und etwas Eigenes zu erschaffen. Auflegen ist toll um die eigenen Tracks vor Publikum zu präsentieren aber auch um auf eine eigene einzigartige musikalische Reise zu gehen. Man lernt außerdem viele interessante Leute und Orte kennen!




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