„Cyber Rap“ – Cloud Rap für die nächste Generation: Dat Adam

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„Papa, kennst du Dat Adam“, fragte mich kürzlich mein großer Sohn (12). Normalerweise geht die Fragerei nach Artists und Alben meist in die andere Richtig. „Musikalische Früherziehung“ könnte man das nennen, denn wir zeigen unseren Jungs sehr oft unsere Perlen, die sie meist dankbar annehmen, mindestens aber registrieren.

Dieses Mal hatte Marlon aber einen Tipp für mich, Dat Adam! Die Combo gründete sich vor anderthalb Jahren und besteht aus Taddl und Ardy, zwei Ex-Youtuber, die ihren Abschied standesgemäß und aufmerksamkeitsstark auf der Video-Plattform verkündeten, sowie Produzent Marley.

Nach der 2015 veröffentlichten Chrome-EP, einem Auftritt beim HipHop Open 2015 und einer anschließende Support-Tour mit Cro erschien im Oktober nun ihr Debütalbum Hydra 3D. Ihren Sound nennen sie selbst „Cyber Rap“, abgeleitet vom Genre Cloud Rap, wobei das „Cyber“ vermutlich von ihrem Youtube/Internet-Background stammt. Und so klingt auch das Album nach gewollt-edgy Cloud-Rap mit Trap-Beats, Autotune und viel Synthesizer-Einsatz.

„Cloudrap für BRAVO-Leser“

„Böse Zungen“ sprechen gar von „Cloudrap für BRAVO-Leser“, so die Kollegin Farah vom Diffus Magazin, die auf der Release Party in Köln aus dem Staunen nicht mehr heraus kam. Bei ihrem Artikel kam weder die Release-Party, noch das Album gut weg und so geschah das, was gerade bei der Generation Youtube so oft passiert: es gab einen Shitstorm der Fans, die den Machern sogar den Tod an den Hals wünschten.

Natürlich habe auch ich mir das Album angehört und kann ihm ehrlich gesagt nicht viel abgewinnen. Die Lyrics sprechen mich nicht an, Melodien und Hooks bleiben – wenn überhaupt vorhanden – nicht hängen und das viel zu oft vorkommende Gekreische, das an Youtube-Let’s-Play-Videos erinnert, nervt mich gewaltig.
Natürlich bin ich auch nicht die Zielgruppe dieser Band. Die Jungs sprechen eine komplett andere Zielgruppe an, nämlich die Kids, die sich auf Youtube herum treiben. Auch wenn Dat Adam eigentlich als Youtuber vergessen werden wollen.

Dat Adam – Hydra 3D im Stream

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Wer mehr über die Jungs erfahren möchte, dem empfehle ich das Interview mit Dat Adam im Splash Mag.

PS: Dieser Artikel wurde von Marlon approved und auch er findet das Album zwar ganz gut, kann aber meine Kritik nachvollziehen. Außerdem nannte er mir noch seinen Lieblingstune der Band, den ich auch ganz gut finde:

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3 KOMMENTARE

  1. Die Lyrics seien nicht ansprechend? Ich denke jeder sollte über sein leben nachdenken und kritischer mit der Gesellschaft umgehen. Genau dazu wird aufgefordert, nämlich mehr über das eigene Leben und die Gesellschaft nachzudenken (Sanageyama, Dog eat Dog, Kein Koitus). Natürlich findet nicht jeder das Geschrei gut, doch so eine Message kann nicht in einer ruhigen Atmosphäre überbracht werden.
    Außerdem wird in diesem Artikel ihre Vergangenheit sehr stark kritisiert, obwohl sie sich davon losgesagt haben. Jeder kann doch etwas neues probieren, ohne dabei immer auf Fehler hingewiesen zu werden die schon Jahre zurückliegen.
    Vielleicht ist es besser beim nächsten mal etwas neutraler die Sache zu sehen.
    Danke

  2. Die Lyrics sind im Gegensatz zu diesem Beitrag hier mit Tiefgang, intelligent, anregend und gut ausgeführt.

  3. Ich finde diesen Artikel nicht richtig, er stellt diese Gruppe sehr negativ da. Die Texte z.b. Bei Kein Koitus sehr tiefgründig „Ich sage nur das was ich will, ich trage nur das was ich will, die Masse ist oberflächlich, deshalb passen wir nicht in ihr Bild.“ Und ich denke so ist es hier auch, es wurde oberflächlich gearbeitet. Natürlich ist nicht jeder Text gesselschaftskritisch, dennoch müsste man dann die ganze Rap Szene verurteilen, da 187 nicht gerade die sinnigsten und tiefgründigsten Sachen schreibt. Dat Adam ist mit dem Cloud Rap zu vergleichen, wenn man weiß was es ist, so klingt es hier nicht. ClouD Rap hat ihren Namen von Soundcloud, wo „normale/kleine“ Rapper ihre Tracks hochgeladen haben, weshalb es heutzutage auch noch getan wird. Dat Adam macht quasi Cloud Rap, da sie ihre selbst produzierten Songs hochladen, aber mit mehr Einflüssen. Sie mischen verschiedene Genre z.b. bei Dog-eat-Dog, DFA oder das neu auferlegte 700 Mainstreet. Sie haben eine „neue“ Spate des Raps „erfunden“. So wie es hier da gestellt wird bekommen die Jungs sehr viel Hate, aber ist es wirklich so? Wenn man sich die Reaktionen anderer Youtuber anschaut: „Nein“ und auch die Bewertung spricht dagegen fast 200.000 likes und 30.000 dislikes, was eine sehr positive Bewertung ist für youtube. Nur ca. Jedem 9 bzw. 10 hat es nicht gefallen. Hier wurde auch wieder Oberfläche recherchiert, wenn man sich dabei mal die Stars anguckt, die immer wieder Hate bekommen und denen so oft den Tod gewünscht wird, wie niemanden sonst, im Gegensatz dazu ist dieser Hate minimal. Ich denke mal, dass dies kein neutraler Bericht war, denn er ist einfach nur Oberfächlich und durchweg schlecht recherchiert, selbst ich hatte einen besseren Bericht schreiben können über ein Thema was mir noch ferner ist als Dat Adam, z.b. Politik oder Einbürgerungsverfahren. Sehr schade wie schlecht berichtet wurde und recherchiert

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