30 Jahre „Licensed To Ill“ von den Beastie Boys

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Vor 30 Jahren wurde „Licensed To Ill„, das Debüt der Beastie Boys, veröffentlicht. Ich weiß noch, wie das Album damals auf mich wirkte. Faszinierend und abstoßend zugleich. Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte. Schrei-Raps mag ich bis heute nicht, weswegen ich zwar immer anerkennen konnte, dass die Beastie Boys gute Musik machen, so richtig meins war es aber nie. Die Kombination von Beats und Rockgitarren auf Licensed To Ill kickte und kickt mich auch ein halbes Leben später noch. Damit stehe ich offenbar nicht alleine, denn heute waren meine Timelines voll mit Jubelarien, Geschichtsstunden und Hintergrundinfos zum Debüt der Beastie Boys. Ich habe meine persönlichen Perlen daraus für euch zusammengesucht.

Das Innencover.
Das Innencover.

Anfangen möchte ich gleich mit einem richtigen Schmankerl. Bei „Liner Notes“ gibt es ein Video, dass in 4 Minuten das Wichtigste zum Kultalbum zusammenfasst. Der perfekte Einsteiger ins Thema:

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Was nie fehlen darf, ist ein Mega- oder Minimix zu einem musikalischen Thema. DJ Bobafatt hat sich Licensed To Ill, so wie die verwendeten Samples vorgenommen und alles kunstvoll ineinander geschraubt. Verdammt gut!

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Apropos Samples. Was mich in der Rückschau am Frühwerk der Beasties richtig freut, sind die ganzen Rock-Samples. Natürlich gibt es bei whosampled.com eine Sammlung zum Thema, die sehr empfehlenswert ist. Am interessantesten für mich das eine Riff auf der Platte, das eben kein Sample ist. Auf „No Sleep Till Brooklyn“ spielt Kerry King von Slayer das Riff von AC/DCs „T.N.T.“ nach und macht den Track damit erst zu dem Monster, das er zweifelsfrei ist. Für mich, die größte Nummer auf dem Album, weit vor „Fight For Your Right (To Party)“

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Wie gesagt, das Album sampelt sich ordentlich durch die Rockgeschichte. Led Zeppelin, Black Sabbath und The Clash kommen zum Einsatz.

Bei „The New Style“ ist es umgekehrt. 240 Songs listet whosampled.com, die sich dort bedient haben. Darunter The Pharcyde, J Dilla und witzigerweise die Beastie Boys selbst, die ihren eigenen Track für „Intergalactic“ verwendeten.

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Auf jeden Fall ist License To Ill ein Album, das man mal gehört haben sollte. Klar, das klingt heute zum Teil recht altbacken und holprig. Aber es macht enorm Spaß und der eine oder andere Track glänzt auch heute noch. Was ich auf gar keinen Fall damals geglaubt hätte: Dass die Beastie Boys so lange relevant bleiben würden. Ich hielt sie damals eher für eine witzige Eintagsfliege. So kann man sich täuschen.

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