#Breitscheidplatz und das Ausweisdokument – ihr und eure Verschwörungstheorien…

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Gestern teilte die Polizei mit, dass im Führerhaus des LKWs, der am Montag über den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz raste, Ausweisdokumente des vermeintlichen Täters Anis Amri gefunden wurden. Das Täter vergleichbarer Anschläge ihre Ausweisdokumente mit sich tragen, oder offensichtlich platzieren damit sie gefunden werden, ist nichts Neues. Das geschah auch schon zuvor, zum Beispiel bei den „Charlie Hebdo“-Tätern.

Trotzdem, und ihr werdet das mitbekommen haben wenn ihr Facebook nutzt, wurde sich genau über diese Mitteilung lustig gemacht. „Wie kann es sein, dass die Polizei erst zwei Tage nach dem Anschlag die Dokumente findet?“ – so der Tenor der vieler Menschen, denen ich auf Facebook und Twitter folge. Einige glauben nicht, dass die Dokumente vom Täter platziert sein sollen und vermuten, dass diese dort auch von dritten dort hinterlegt wurden. Schließlich braucht man einen Täter, den man an die Öffentlichkeit kommunizieren kann. Grund genug, mal die Fakten die uns vorliegen unter die Lupe zu nehmen:

Warum findet die Polizei erst Tage nach der Tat die Papiere?

Wer genau sagt denn bitte, dass dies stimmt? Ist es nicht viel naheliegender, dass die Polizei diese Papiere schon viel früher fand, diese Informationen aus ermittlerischen Gründen erst später der Öffentlichkeit Preis gibt? Für mich macht das durchaus Sinn. Nun kam heraus, dass „die Fahrerkabine des Lastwagens, wo Ermittler die Hinweise auf Amri entdeckt hatten, erst nach der Bergung am Dienstag untersucht worden ist“, so Polizeisprecher Winfrid Wenzel. (Quelle) Dennoch wurde dies erst am Mittwoch der Presse mitgeteilt.
Der vermeintliche Täter Amri wurde von März bis September 2016 in der Hauptstadt überwacht. Das heißt für mich, er ist hier vernetzt und hat Freunde, Mitstreiter in Berlin. Wenn die Polizei ordentlich gearbeitet hat wissen sie von diesen Leuten. Nun stellt euch mal vor, was diese Menschen wohl tun, wenn der Beschuldigte zur Fahndung ausgeschrieben wird? Ich denke, sie werden untertauchen und das Weite suchen, denn sie können davon ausgehen, dass die Fahnder ihnen ruckzuck einen Besuch abstatten werden.
Wäre ich Ermittler, würde ich einen Teufel tun und den Namen des Verdächtigen erstmal nicht öffentlich kommunizieren, gerade wenn ich davon ausgehe, dass der Täter sich noch in Berlin aufhalten könnte. Ich würde um „in Ruhe“ ermitteln zu können. Dazu könnten die bundesweiten Razzien in den vergangen Tagen sehr gut passen.

These: Die Polizei fand die Ausweisdokumente bereits am Dienstag, kommunizierte diese allerdings erst am Mittwoch, um genug Vorlauf zu haben, um ohne „Vorwarnung“ im Umfeld des Beschuldigten zu ermitteln.

passport

Warum hinterlassen Täter ihre Dokumente am Tatort?

Das könnte mehrere plausible Gründe haben, die hier einmal aufführen möchte:

Zum einen könnte es ganz trivial der Bekennerschaft dienen. Solche Täter gelten in islamistischen Kreisen oft als Märtyrer und deren Familien werden von den Terrororganisationen finanziell entlohnt und verehrt.
Ein uns bekannter Islamismusexperte sagte uns zwar, dass die Entlohnung der Familien durch Daish (IS) in diesem Zusammenhang nicht geläufig ist. Bei anderen Organisationen wie z.B. bei der Hamas ist das durchaus üblich, auch wenn das in diesem Fall nicht vergleichbar ist. Unwahrscheinlich ist es auf jeden Fall nicht. Der vermeintliche Täter stammt laut Medienberichten aus äußerst bescheidenen Verhältnissen, was diese These stützen könnte.
Ein Psychologieprofessor glaubt zudem, dass ein zurückgelassener Ausweis auch eine Art Mahnung an die eigenen Leute sein könnte. Dem ARD-Politikmagazin „report München“ sagte Jan Kizilhan von der Dualen Hochschule Villingen-Schwenningen: „Sie wollen damit ihrer Gemeinschaft eine Botschaft als Märtyrer hinterlassen.“ (Quelle)

Zum anderen könnte der Plan des Täters einfach nicht aufgegangen sein. Es wird berichtet, dass es möglich sein kann, dass der polnische Bei(Fahrer), dessen LKW über den Breitscheidplatz raste, den Täter bei seiner Aktion störte. Der Pole wurde angeblich kurz vor, bzw. während des Anschlags durch einen Schuss getötet. Es ist also durchaus möglich, dass der Mann noch schlimmeres verhinderte und den Täter immens bei der Umsetzung seines perfiden Plans störte, so dass dieser spontan türmen musste. Gut möglich, dass er seine Papiere dann einfach „vergessen„, liegen gelassen hat, denn es musste schnell gehen. Dafür würde auch die gefundene Geldbörse und Handy sprechen, die der Attentäter auf seiner Flucht verloren hat. (Quelle)

These 1, unwahrscheinlich: Der Täter lies absichtlich die Papiere im LKW, um sich zu dem Anschlag zu bekennen, als Garant für Versorgung der Familie und als als Mahnung an Mitstreiter.

These 2, wahrscheinlicher: Der eigentlich Plan des Täters ist nicht aufgegangen, er musste flüchten und vergaß/verlor dabei seine Habseligkeiten.

Fazit

Mir ist klar, dass nach einem solchen Attentat die Emotionen hochkochen, die Tat, der Tathergang und auch die Arbeit der Polizei nur schwer zu verstehen ist. Dennoch ist das alles kein Grund für mich, wilden Spekulationen und Verschwörungstheorien nachzugehen. Ich denke, dass wir in den kommenden Wochen viel mehr Details zu diesem Anschlag erfahren werden und sich das Puzzel nach und zusammensetzten wird.

Wusste Lutz Bachmann schon am Montagabend von einem tunesischen Täter?

Der PEGIDA-Gründer und Lügenbaron vor dem Herren, Lutz Bachmann tweetete zwei Stunden nach dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz:

Tweet Lutz Bachmann zu Breitscheidplatz und tunesischem Täter
Tweet Lutz Bachmann zu Breitscheidplatz und tunesischem Täter

Das würde zwar meine These zu den gefundenen Dokumenten stützen, wirft allerdings mehr Fragen auf, als alle anderen vermeintlichen Verschwörungstheorien zusammen. Hat Bachmann nur zufällig einen Volltreffer gelandet, oder hat er tatsächlich einen Maulwurf bei der Berliner Polizei?

Lutz Bachmann der größte Lügner des Landes!

Polizeisprecher Winfrid Wenzel sagte heute: „Wir können mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass es am Montag keinen Anhaltspunkt für den tunesischen Verdächtigen gab“ (Quelle)
Zudem zeigte Bachmann einmal mehr, dass er der wohl größte Lügner des Landes ist:

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