Song from the Forest- eine Ode an das Leben.

0

„Was sie hier machen, hat so wenig mit dem Leben zu tun!“, ein Zitat aus diesem Dokumentarfilm, das man auch problemlos auf seinen eigenen Alltag übertragen kann.

Um einen herum ächzt und jammert es, der Job ist scheiße, der Alltag immer der gleiche, im Freundeskreis geht es schon lange nur noch um die gleichen Themen. Manch einer fühlt sich gefangen in seiner Passivität und Hilflosigkeit in Anbetracht der aktuellen Baustellen auf dieser Welt.

Wir merken gar nicht mehr, dass unsere Komfortzone so groß geworden ist, dass wir, selbst wenn wir denken, wir würden uns überwinden, noch immer in ihr wandeln. Es gibt so unzählig viele Möglichkeiten, die wir so einfach ergreifen können. Beim Komfortzone-durchbrechen aber geht es doch darum, etwas zu tun, was einem Angst macht. Was symbolisch gleichzusetzen ist mit dem Sprung von einer hohen Klippe in ein tiefes Blau.

Und das kann so unendlich befreiend sein.

Hier geht es nicht darum, sich seine Birkenstocks, seinen Rucksack und seine Go Pro zu schnappen und (wie alle anderen) nach Thailand zu reisen und sich sein erstes Tattoo stechen zu lassen. Denn wovor sollten wir uns hier noch fürchten?

In „Song from the Forest“ ist ein Mann zu den Wurzeln des Lebens zurück gekehrt. Nahrungssuche, Wildnis, Überleben. Komisch eigentlich, dass genau das, worauf seit Jahrtausenden ein Leben aufbaute, das ist, was uns beängstigt bzw. was einen seine Komfortzone durchbrechen lässt.

Diese scheint eine komische Sache zu sein. In der westlichen Gesellschaft bewegen wir uns in ihr, wenn wir unsere Nahrung aus Tüten beziehen. Unsere Wildnis finden wir in durchlebten Nächten. Und unser Überleben lässt sich eher am Erleben und Arbeitsleben messen. Würde man uns aber in einen endlosen Wald stecken, also in unsere ursprüngliche Lebenswelt,  so würden wir es mit der Angst zu tun bekommen. Wohingegen die Ureinwohner sich vermutlich äußerst unwohl in einem Großstadtdschungel fühlen.

Hauptakteur Louis Sarno wagte den Sprung in die ursprüngliche Komfortzone, in der so etwas wie „Komfort“ wie wir es kennen aber nicht existiert. In eine Realität, in der es beim Leben wirklich noch ums Leben geht. Ums Überleben. Alles ist auf den Lebenserhalt ausgelegt. Jede Handlung hat diesen tiefliegenden Antrieb. Er bekommt einen Sohn mit einer Ureinwohnerin. Diesen nimmt er eines Tages mit nach New York, um ihm seine alte Heimat zu zeigen. Der Film skizziert so schlicht aber kraftvoll das Aufeinandertreffen von zwei verschiedenen Komfortzonen. Und dem Zuschauer fällt deutlich auf: Das, was wir hier machen, hat so wenig mit dem Leben zu tun. Wir bauen unsere Häuser nicht mehr selbst, Jagen oder Sammeln unsere Nahrung nicht. Das einzige was wir jagen, ist die Karriere. Ein Fantasiegebilde, welches nicht greifbar ist. Wir schaffen virtuelle Welten aus Zahlen. Brauchen wir die Excel Tabelle um zu ÜBERleben?

Untermalt wird das ganze mit zauberhaften Aufnahmen aus dem Regenwald und den archaischen Klängen der Lieder der Ureinwohner-  denn das war es, was Louis Sarno das erste mal in den Dschungel lockte- und nicht mehr los ließ. Den ganzen Film gibts hier.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.