Cannabis auf Rezept: Krankenkassen wehren sich gegen Kostenübernahme

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Nach einem Bericht des Deutschlandfunks bezweifeln deutsche Krankenkassen, dass sie die Kosten von Cannabis-Therapien dauerhaft übernehmen. Es fehle der Nachweis der Wirksamkeit für den regelhaften Leistungsanspruch, sagte ein Sprecher des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung. „Deshalb sei es richtig, dass die Bundesregierung eine neue Studie in Auftrag gegeben habe. Auf deren Basis werde sich in einigen Jahren zeigen, welche Wirkungen Hanf tatsächlich habe.“

Erst vor ein paar Tagen ist das Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften in Kraft getreten, dass schwererkrankten Menschen den Zugang zu Cannabis erleichtert und diese mit einem entsprechendem Rezept Cannabis in Apotheken erhalten.

Diese Nachricht muss man sich einmal – wie Globulis – auf der Zunge zergehen lassen! Da stellen nun ernsthaft die gleichen Krankenkassen die Wirksamkeit von Cannabis in Frage, von denen einige auf der anderen Seite die Kosten für homöopathische Behandlungen bei ausgewählten Ärzten übernehmen? Weil die Wirksamkeit ungeklärt sei, obwohl diese tatsächlich schon sehr gut erforscht ist? Are you kidding me?

Erst kürzlich machte sich die Techniker Krankenkasse zum Affen und fing sich auf Twitter einen ordentlichen Shitstorm ein.

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Die flapsige Antwort darauf:

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Die Wirksamkeit von Homöopathie konnte nämlich noch in keiner Studie belegt werden, trotzdem bezahlen viele Krankenkassen wie auch die TK diese Methode.
Quelle: Berliner Zeitung

Und doch wird hier augenscheinlich mit zweierlei Maß gemessen, denn zumindest die TK beruft sich gerade bei der Homöopathie auf die -Achtung- „gesetzliche Grundlage“:

„Es gibt eine gesetzliche Grundlage dazu“, sagt Meusch. Zudem würden nur Leistungen von ausgebildeten Ärzten übernommen, die eine Zusatzausbildung in Homöopathie abgeschlossen haben. Hierzu habe die TK einen Vertrag mit der Managementgesellschaft des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte geschlossen.
Quelle: Berliner Zeitung

Nun weiß ich natürlich nicht, wie die TK im einzelnen zur Kostenübernahme von Cannabis steht, allerdings wird auch sie Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung vertreten.

via Fefe

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