UPDATE! Admiralbrücke Kreuzberg: Pinkel-Flashmob gegen Gentrifizierung

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Admiralbrücke Kreuzberg
Admiralbrücke Kreuzberg

Alles nur ein gelungener Promo-Stunt! Auflösung weiter unten.

Die Kreuzberger Admiralbrücke ist in den Sommermonaten ein Hotspot für Menschen, die gerne draußen am Kanal sitzen und dort gemütlich ihr Bierchen trinken oder auf der Gitarre klampfen. Das macht natürlich Lärm und Müll, was einige der Anwohner nicht mehr hinnehmen möchten. Seit einigen Jahren beschäftigt dieses Thema die Polizei, die Lokalpolitik und natürlich die lokalen Nachrichtenblätter. Der Streit um die Situation an der Admiralbrücke, die sogar in einigen Reiseführern genannt wird, ist verfahren und ein Ende der Streitigkeiten ist nicht in Sicht.

Bestimmt ebenso absurd wie das Verhalten mancher Bewohner rund um die Admiralbrücke, die trotz des Wissens um den bei Touristen und Einheimischen beliebten Treffpunkt in die frisch renovierten Altbauhäuser am Kanal zogen, sind auch die Ideen einiger der Gentrifizierungsgegner. Die rufen nämlich dazu auf, am 20. April kollektiv auf die Admiralbrücke zu urinieren, um damit ein Zeichen gegen die Gentrifizierung zu pissen.

Screenshot "Das große Admiralbrücke-Anpinkeln"
“Das große Admiralbrücke-Anpinkeln” (Screenshot via KFMW)

Das große Admiralbrücke-Anpinkeln!

Gentrifizierung pisst uns an, am 20. April pissen wir zurück!

Kennt ihr den Moment, wenn ihr über die Admiralbrücke lauft, hippe Menschen auf dem Boden sitzen, schlechte Singer-Songwriter (die ihren Vor- und Nachnamen als Künstlernamen benutzen) Gitarre spielen und alle sich darauf feiern, wie “amazing” Berlin ist? Wäre dieser Moment nicht viel schöner, wenn ihr wüsstet, dass am Abend zuvor 200 Menschen, leicht angetrunken, alles vollgepinkelt haben? Wir glauben schon. Deshalb treffen wir uns am 20. April um 22:30h auf der Admiralbrücke, um uns kollektiv zu entleeren! Alle sind herzlich willkommen! Trinkt ordentlich Bier vorher! Der Pissmob geht auf Puller-Patrouille!
Quelle: Facebook-Event-Page

Eine richtige Logik der angeblichen Gentrifizierungsgegner hinter diesem Aufruf lese ich da allerdings nicht raus. Würde dieses Event nicht eher den Anwohnern in die Arme spielen, da man sich ja nicht wirklich gerne dort niederlässt, wo man sich zuvor entleert hat? Oder soll es eben die Anwohner wegekeln? Ich verstehe es noch nicht wirklich.
Auffällig ist auch das Datum zum “Zurückpinkeln”, der 20. April, Hitlers Geburtstag. Eine Tatsache, unter anderen auch in den Kommentaren zum Event diskutiert wird.
Man mag von dieser Idee halten was man will, sie wird auf jeden Fall für ordentlich Aufmerksamkeit sorgen.

Update:Das Facebook-Event wurde zwischenzeitlich geändert und bewirbt nun die “BESTEdeutschRap”-Party. Also nur ein cleverer Promo-Stunt! Alle Infos dazu in diesem Video:

via rbb


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