Peng. Collective trollt die deutsche Waffenindustrie

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Das Peng. Collective ist in der Vergangenheit schon mehrmals mit ihren teils krassen und immer Aufmerksamkeit erregenden Aktionen aufgefallen. Seien es neue Google Produkte, Astro-Heiler beim Esoterik-Sender AstroTV, Falschmeldungen bei der BILD und viele weitere interessante Aktionen.

In ihrem neusten Streich trollten und hackten sie die deutsche Waffenindustrie. Das ganze begann mit einem fingierten CDU-Ortsverband und einem Aufruf an Frau Merkel und der CDU, sich als Christen für einen Verzicht auf Kleinwaffenexporte stark zu machen. Inklusive Homepage, Facebook-Profil und leidenschaftlichem Video.

CDU-Ortsverband
Erfundener CDU-Ortsverband macht sich für den Verzicht von Kleinwaffenexporten stark.

Der Deutsch-französische Preis für Sicherheit und Frieden

Eine weitere, noch viel krassere Aktion richtete sich direkt gegen die Waffenindustrie und indirekt natürlich auch gegen die Bundesregierung. Wegen scheinheiligen Argumentationen wie, das „mehr Waffen Krisenregionen stabilisieren“, überlegte sich das Collective einen Weg, die medienscheuen Waffenhersteller aus ihren Höhlen zu locken. Der „Deutsch-Französische Preis für Sicherheit und Frieden“ sollte verliehen werden, an niemand anderes als an die Chefs der Waffenhersteller. Und so wurde eine Fake-Agentur gegründet, die in einem Mailing die Waffenindustrie anschrieb und zur Verleihung des Friedenspreises einlud.

Friedenspreis
Friedenspreis

Mit der Verleihung des Deutsch-französischen Preises für Sicherheit und Frieden wollen wir die gute Arbeit der führenden Firmen im Sicherheits- und Verteidigungssektor ehren und deren friedenstiftende Rolle in der Gesellschaft sichtbar machen.

Zur Verleihung selbst wurden ausschließlich Schauspieler engagiert. Tatsächlich verirrte sich der „Senior Vice President Politik & Strategie“ der „Thyssenkrupp Marine Systems GmbH“ zur gefakten Veranstaltung. Das Unternehmen liefert nicht nur Waffen nach Ägypten, Indonesien, Türkei und Pakistan, sondern schmiert auch jährlich mit rund 1 Million Euro den Lobbyismus in Brüssel, sowie in den vergangenen Jahren ihre Betriebsräte.

Als bei der Laudatio der Artikel 26 des Grundgesetz zur Sprache kam, in dem Deutschlands Verpflichtung zum Frieden verankert ist, roch der Vice President wohl die Lunte und machte sich dünne. Nichtsdestotrotz gelang es dem Peng. Collective die Situation in Bildern festzuhalten und erlang damit die nötige Aufmerksamkeit der Medien.

Die Zusammenfassung aller Aktion wurde nun in einem kurzweiligen und youtubeesken Video verewigt. Mehr Informationen zur dieser und weiteren Aktionen findet ihr auf der Peng-Webseite.

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Meine 2 Cent
Ich persönlich finde die Arbeit des Peng Collective großartig und bemerkenswert. Mit sehr viel Zeit und Energie, die für die Umsetzung solcher Aktionen von Nöten ist, schaffen sie es kritische Themen und Missstände ins Rampenlicht zu heben. Dabei machen sie auch nicht vor den großen, politischen und wirtschaftlichen Big-Playern halt, packen sie bei den Eiern, nutzen deren Eitelkeit und gehen dort hin, wo es (ihnen) weh tut. Grandios und unterstützenswert!

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