Der neue Range Rover Velar – Design folgt Funktionalität

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Passend zum Welttag des Designs enthüllte Land Rover in Deutschland zum ersten Mal sein neustes Baby im Stall, den Range Rover Velar. Ich wurde nach München eingeladen und durfte mich vor Ort, im schalltoten Raum der TU München, in den Luxus-SUV setzen und mir ein Bild von der Haptik und dem Design machen.

Range Rover Velar
Range Rover Velar

Codename „Velar“

Wer das Wort „Velar“ googelt wird zunächst eine Definition finden, die etwas mit einem Laut ähnlich dem Schnarchen, zutun hat. Nun Google ist nicht allmächtig, so besorgte ich mir die Infos aus erster Hand. Land Rover hat eine historische Verbindung mit dem Namen: „Velare“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet „verhüllen“. 1967 entwickelten Land Rover-Ingenieure den ersten Prototypen, dem sie den Codenamen „Velar“ gaben. Also der erste Erlkönig des Hauses. Unter diesem Name wurde eine eigenständige Firma angemeldet, damit es auch keine direkten Spuren zum eigenen Hause gab. Alles in geheimer Mission sozusagen. Ein erster Stein, der die Range Rover-Ära einläutete. Eine Klasse der Luxus-Geländewagen, die nach wie vor für Eleganz und Geländetauglichkeit steht.
Zurück zu den Wurzeln besinnt man sich mit der Einführung der neusten Reihe auf jenen Meilenstein, der eine neue Epoche einläuten sollte. 2017 zeigt der Velar, in welche Richtung es im Hause Land Rover in den nächsten Dekaden gehen wird. Ein großes Versprechen, das tatsächlich auf weiteres hoffen lässt.

Auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Produkt

Wenn wir 2017 von der Zukunft sprechen, so ist das Thema Nachhaltigkeit sicher in einem Atemzug mit zu erwähnen. Gerade in einer Branche, in der es um den Verbrauch von Rohstoffen geht, die nicht regenerativ sind, bedeutet Innovation nicht nur intelligente Technologie beim Fahren, sondern auch deren Einsatz im Zuge der Nachhaltigkeit. Das bedeutet Materialien bewusster einzusetzen und den Verbrauch von fossilen Brennstoffen zu senken. Für letzteres ist im Automobilbereich ein Elektromotor die sauberste Lösung. Laut Katalog ist für den Velar allerdings vorerst leider keine Elektro-Ausführung geplant.

Im Hause Jaguar Land Rover hält man sich aktuell noch zurück, was elektrifizierte Ausführungen ihrer Modelle angeht. Man arbeite an diesen Technologien und warte auf günstigere Marktbedingungen. Noch ist es hier Zukunftsmusik, wie es der Hersteller mit dem Konzeptauto Jaguar I-Pace vorgeführt hat. Bis 2020 sollen für 50 Prozent des Modellprogramms von Jaguar Land Rover die Option einer Elektrifizierung angeboten werden. Batterieelektrische Systeme wie Plug-in-Hybride werden das Portfolio der bisherigen Motoren erweitern.

Auf unsere Frage, warum das so ist, bekamen wir die Antwort, dass zur Markteinführung hochmoderne und effiziente Verbrennungsmotoren zum Einsatz kommen, die sich mit einem Verbrauch ab 5,4 Liter pro 100 Kilometer bzw. 142 Gramm Co2 pro Kilometer auszeichnen. Was wirklich effizient ist. Wir dürfen hier gespannt sein, wie der Verlar dann in den einzelnen unabhängigen Tests dann tatsächlich abschneidet.

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Keine Zukunftsmusik ist der Einsatz von recycelbaren Materialien für die Sitze. Hier holte man sich das dänische Designunternehmen Kvadrat an Bord, das sich auf die Herstellung von umweltfreundlichen und nachhaltigen Textilien spezialisierte und Bauten wie beispielsweise das das MoMA in New York, den Reichstag in Berlin, das Guggenheim Museum in Bilbao und das Guangzhou Opernhaus in China ausgestattete.
Die Sitze wirken durch ihre schlichten und minimalistischen Strukturen und Farben sehr angenehm und vermitteln den Anschein eines modern eingerichteten Wohnzimmers. Die Stoffe sollen sich komplett downcyclen und wieder zu neuen Produkten verarbeiten lassen.

Die Autorin beim Material-Check
Die Autorin beim Material-Check

Für eine verbesserte Aerodynamik sorgt nicht nur die Aluminium-Leichtbau-Konstruktion, sondern auch die sich in die Karosserie versenkenden Türgriffe. Dieser Effekt ist ein echter Hingucker und macht in der Bedienung wirklich Spaß. Optisch wirkt das Auto wie aus einem Guss.

Sicherheit am Puls der Zeit

Die Fahrt in solch einem großen SUV vermittelt für die Insassen ein Sicherheitsgefühl, nicht zuletzt durch den großzügigen Raum. Ein solcher Raum muss aber auch für alle Verkehrsteilnehmer sicher sein. Autonome Notfall-Bremssysteme, Toter-Winkel-Spurenassistent inklusive Annäherungssensor und Aufmerksamkeits-Assistent wirken sich aus meiner Erfahrung heraus sehr positiv auf den Fahrer aus.

Ein modernes Kontrollsystem

Das Konzept der Reduktion auf das Wesentliche zeigt sich vor allem an den Onboard-Bedienelementen. Hier ist die Lösung mit zwei 10,2-Zoll-HD-Touchscreens sehr interessant. Infotainment und die Kontrolle über Fahrbahnbeschaffenheit, Klimaanlage und Navigation können über diese Elemente gesteuert werden. Weniger Knöpfe, mehr Touchscreen. Was aber nicht bedeutet, an Bedienelementen am Lenkrad gespart wurde. Nach wie vor hat man auch von hier die Lage unter Kontrolle.

Der Innenraum des Velar
Der Innenraum des Velar

Fazit

Was die Elektrifizierung und die damit verbundenen Technologien angeht, scheint man sich hier nicht im großen Sandkasten der Möglichkeiten austoben zu wollen. Land Rover bleibt seiner Linie treu: Fahrzeuge bauen, die das Gelände und die Straßen meistern und das möglichst Elegant und effizient. Technologie und Sicherheit gehen dabei Hand in Hand. Wirklich spannend für mich bleibt das Fahrgefühl auf der Straße und die Performance des Allradantriebs auf allen Untergründen. Man darf schließlich nicht vergessen, wo der Range Rover her kommt. 😉

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