XING lässt Impfkritiker zu Wort kommen

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XING mal wieder: Nachdem das Karriere-Netzwerk Anfang des Jahres bereits mit dem Scharfmacher der „nationalkonservativen“ Szene, Roland Tichy negative Schlagzeilen machte, legen die Hamburger heute eine Schippe drauf.

In einer Debatte über das Impfen präsentiert XING heute einen Text des Münchner Kinderarztes Dr. Steffen Rabe. Dieser Arzt, der gemäß eigenen Angaben die klassische Homöopathie nach Hahnemann praktiziert, ist 2. Vorsitzender des eingetragenen Vereins “Ärzte für eine individuelle Impfentscheidung e.V.” und schon in der Vergangenheit durch seine einseitig impfkritischen Sichtweisen und typischen Phrasen von Impfgegnern aufgefallen. Unter anderen soll er gesagt haben, dass Masern-Partys (bei Abwägung) eine Überlegung wert seien.

Das Fazit auf Psiram zu Steffen Rabe:

Rabe tritt zwar nicht als direkt als Impfgegner auf, jedoch verunsichert er Eltern mit seinen Desinformationen massiv. Er erteilt keine direkten Ratschläge, sondern überlässt den Eltern die Entscheidung selbst. Seine Taktik ist zunächst eine Vielzahl von (scheinbar) wissenschaftlich anmutenden (Teil-)Informationen, die alle einseitig Impfungen als etwas Gefährliches und Überflüssiges darstellen und so geeignet sind, Eltern gegen das Impfen zu manipulieren.
Quelle: Psiram

Nun kann man natürlich sagen, dass zu einem ausgewogenem Journalismus und gerade bei Debatten natürlich immer mindestens zwei Seiten gehört werden müssen. Dem kommt XING auch mit dem Beitrag von Dr. Jan Leidel nach. Dennoch ist es fraglich, ob ein Karriere-Netzwerk wirklich das Schlangenöl-Fass aufmachen muss und somit erneut (meist) negative Schlagzeilen provoziert. Vielleicht setzten die Hamburger auch einfach auf Empörung und freuen sich über eine hitzige Diskussion auf ihrem Netzwerk. Das zumindest ist ihnen bereits nach wenigen Minuten gelungen.

Kommentare zum Debattenbeitrag von Dr. Steffen Rabe auf XING
Kommentare zum Debattenbeitrag von Dr. Steffen Rabe auf XING



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1 KOMMENTAR

  1. Psiram ist natürlich tolle Quelle. Nicht.
    Ich bin für impfen. Selbst wenn tatsächlich nicht alle geimpft werden müssen ist nicht impfen asozial, gerade kranke Menschen, die (aktuell) nicht geimpft werden können haben dann die Arschkarte gezogen. Dasselbe wenn man verreist in Länder mit weniger Impfschutz.
    Davon abgesehen hat eine besseren Hygiene teils mehr erreicht als das Impfen bei bestimmten Erregern wobei tatsächlich jede Erkrankung eine zu viel ist, d.h. trotzdem impfen.
    Bei sowas wie FSME ist durch viel impfen kein Rückgang der Neuinfektionen zu beobachten, die Wahrscheinlichkeit an Nebenwirkungen zu leiden ist höher als die zu 95 Prozent folgenlosen Infektionen, v.a. für Männer die es 7x seltener trifft mit schweren Verläufen. Vorteil der Infektion hier wäre sogar die dauerhafte Immunität…
    Aber wer mit Psiram gegen Impfdeppen und XING argumentieren will hat irgendwie auch nicht alles verstanden…

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