G20 “Welcome to Hell” – Polizei nimmt es wörtlich!?

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Aus der Ferne lässt es sich immer bequem analysieren. Der Nachteil ist allerdings, das man eben nicht dabei war und nur auf die Informationen zurückgreifen kann, die einem geboten werden. 2017 gibt es glücklicherweise sehr viele Kommunikations- und Informationswege, auch abseits der großen Nachrichtenhäuser. Letztere verbreiten eben lieber das, was die Polizei und die Regierung von sich gibt.
Wenn ich mir deren heutige Schlagzeilen wie “All unsere Befürchtungen sind eingetreten” ansehen, dann glaube ich, dass in den Redaktionen übersetzt eher “all unsere Hoffnungen wurden erfüllt” heißt. Können sie doch mit “schönen” Krawall-Bildern und Live-Sondersendungen aufmachen und Sicherheitsexperten und Polizeispitzen vor die Kamera zerren.

Ein Nachrichtenhaus – und zwar ein öffentlich-rechtliches – hielt gestern bei der Berichterstattung zur “Welcome to Hell”-Demo allerdings gegen den einseitigen Trend der Berichterstattung. Mehrere Reporter des NDR berichten übereinstimmend, dass die Gewalt gestern von der Polizei ausging. Der Vorwand der Ordnungshüter war scheinbar, dass zu viele Demonstranten vermummt waren.

Es knüppelt sich halt gut, wenn man vermummt ist. Zeigt uns die Riot-Polizei immer wieder.

Deeskalation sieht einfach anders aus:

Apropos Polizei, die haben echt gerade Höhenluft geschnuppert und setzten sich scheinbar über das Gesetz hinweg:

Und während ich hier diese Zeilen schreibe sehe ich auf Twitter, dass es in Hamburg aktuell wieder rund geht. Wasserwerfer tunen das, wofür sie gebaut wurden und Kleinwagen(!) brennen. Alles live auf Twitter, oder im Stream auf Facebook und Periscope von ZDF/Welt/N24/ARD/Spon usw usf.

Es gab aber auch ein paar schönere Bilder des gestrigen Tages, zum Beispiel diese Sanitäter, die sich den Weg frei schupsen:

Oder dieser Pizza-Held:

Dieser Hamburger, der nur schnell einkaufen gehen wollte:

Und in München haben sie auch Humor:




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