“Schule soll bunt und ein Paradies für Kinder sein” sagt Friedrich Lichtenstein – Utopie?

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Drüben bei dem super Kultursender Aspekte widmete man sich in der letzten Sendung dem Thema Bildung. Dabei hausgekommen sind verschiedene Portraits von Menschen, die im Bereich Kultur und Bildung tätig sind. Quasi die bunten Vögel der Republik, die es weit gebracht haben. Eine tolle Sendung und ein sehr wichtiges Thema! Aber: Gefehlt haben in meinen Augen Menschen, die kein Gymnasium besuchen konnten, Menschen, die langzeitarbeitslos sind. Kulturschaffende, die sich mit mehreren Jobs über Wasser halten müssen. Ein Querschnitt wäre einfach gut gewesen, um so ein Bild von der idealen Schule zu schaffen.

So ist es also nicht weit her, wenn Friedrich Lichtenstein mit goldenen Fingernägeln mehr Spielen und mehr Farben in den Schulen fordert. Klingt in meinen Ohren super, aber ich bin mir auch sicher, dass er damit die wenigsten Eltern abholt.

Ein Beispiel für eine Musterschule sieht man in der UNESCO Schule. Teamarbeit und Motivation seitens des Lehrer scheint ein großer Faktor für eine friedvolle Stimmung in der Schule zu sein. Meiner Ansicht nach haben wir hautsächlich deshalb Brennpunktschulen, weil es kein interkulturelles Verständnis und Konzept von den jeweiligen Pädagogen gibt. Wenn der Lehrplan über dem Individuum, steht sind Konflikte und Frust vorprogrammiert.

Ich wünsche mir für die kommenden Jahren, dass Deutschland erkennt, wie wichtig eine vielseitige Bildung ist und dass wir das Thema Umweltschutz, Fremdenhass und Konsum durch die Bildung der kommenden Generationen in den Griff bekommen können. Eines der wichtigsten Gaben der Menschen ist die Vision, die das Potential hat in die Wirklichkeit übertragen zu werden, wenn der Mut, die Fähigkeit – damit meine ich praktisches Wissen – und das Selbstvertrauen nicht komplett verkümmert sind.

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