Dieser Spot macht Mädchen Mut Fehler zu machen, dazu zu lernen und weiter zu machen. #WieEinMädchen (Werbung)

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Die Pubertät gehört wohl zu den schwierigsten Zeiten eines jungen heranwachsenden Mädchens. Mentale, körperliche und emotionale Veränderungen sind die markanten Kennzeichen der Pubertät. Erstmals werden sich Mädchen des Drucks bewusst, den Erwartungen der Gesellschaft zu entsprechen.

Ich könnte an dieser Stelle euch etwas erzählen, was Studien herausbekommen haben oder euch aus eigner Erfahrung berichten, wie ätzend die körperlichen Veränderungen sein können. Da ich zu der Gruppe ‘frühreif’ angehörte, setzten die monatlichen Blutungen recht früh ein. Während meines zwölften Lebensjahres, noch mit Puppen spielend, musste ich mir Gedanken über Hygieneartikel machen, damit die Blutung nach außen nicht zu sehen ist. Die schlimmste Vorstellung überhaupt, dass ein Tropfen Blut daneben gehen und mich verraten könnte. Unangenehm und hemmend. Gerade während den starken Tagen war die Menge unberechenbar. Sport, Schwimmen, weiße Hosen. Alles undenkbar gewesen für mich. Diese Unsicherheiten vermischten sich mit Gefühle, die ich nicht kannte und kontrollieren konnte. Kurz: Pubertät bringt neue Situationen der Ohnmacht, der Angst und des Kontrollverlustes mit sich.

Weiße Hosen beim Sport? War undenkbar für mich!

Heute weiß ich: es ist ok, nicht perfekt zu sein

Mir wurde aber nur durch das scheitern und durch die Pannen irgendwann bewusst, dass es immer wieder ein Morgen gibt. Das ich nicht hässlicher, uninteressanter oder dümmer geworden bin, wenn ich nicht einer Norm gefolgt bin. Doch der Druck in der Schule, besonders zwischen den Mädchen war immer groß. Heute frage ich mich, was wäre gewesen, wenn wir zwischen uns weniger Konkurrenz sondern mehr Einigkeit und Zusammenhalt zugelassen hätten. Wenn wir nicht bedacht wären, den coolsten Jungen, die tollsten Schuhe oder der Gleichen für unseren Wert sprechen zu lassen?
Ich glaube, wenn ich ein Mädchen hätte, wäre ich ihr gegenüber sehr offen und würde ihr das Gefühl geben, dass es ok ist, nicht perfekt zu sein. Dass man scheitern darf und das die Pubertät wirklich Schieße ist, aber alles gut werden wird.
Jetzt erzähl ich das meinen Jungs und sage ihnen, dass man sich nicht dem Willen anderer beugen muss, wenn es sich scheiße anfühlt und dass sie die Mädchen wir ihre Kumpels behandeln sollen. Mit ihnen reden und sie nicht wie Aliens behandeln.

Neues ausprobieren
Neues ausprobieren

Ein Beleg für mein Empfinden

Doch ich werde hier auf eine Studie zurückkommen, weil sie genau das bestätigt, was ich in meiner Pubertät durchgemacht habe: Die Always „Confidence & Puberty“ Studie hat nämlich ergeben, dass:

  • Über die Hälfte der befragten Mädchen ihr Selbstvertrauen in der Pubertät verliert.
  • 62% der Mädchen fühlen sich von der Angst vor dem Scheitern während ihrer Pubertät beeinträchtigt
  • 73% der Mädchen probieren aus Angst während der Pubertät nichts Neues aus
  •  Die Mehrheit der Mädchen sagt, dass sie die Angst dazu bringt, Interessen nicht weiterzuverfolgen
  • Die Hälfte der Mädchen denkt, dass die Gesellschaft Mädchen ablehnt, die scheitern
  • 8 von 10 Mädchen berichten über gesellschaftlichen Druck, perfekt sein zu müssen
  • 60% der Mädchen sind sich einig, dass diese Angst von sozialen Medien geschürt wird
  • Die wichtigsten Eigenschaften, die Mädchen durch das Scheitern gewinnen, sind Selbstvertrauen, Wissen und Mut
  • Über 80% würden viel mehr ausprobieren, wenn das Scheitern in ihrer Pubertät „erlaubt“ wäre

Es fängt in der Grundschule an

Das Gefühl keine Fehler machen zu dürfen beginnt für die meisten Kinder weit vor der Pubertät, während der Zeit in der Grundschule. Sie den Leistungs-Erwartungen und dem Freizeitstress so sehr ausgeliefert, dass sie diese Jahrelang mit schleppen. So können bei vielen besonders ehrgeizigen Mädchen und Jungen – eigentlich sind es Eltern, die hier viel Druck ausüben – gerade in der Pubertät, zwangsverhalten, Essstörungen und das sich Schneidens beobachtet werden.
Die begrüßenswerte Always-Kampagne soll Mädchen Mut machen, ihren Weg zu gehen und das Scheitern als etwas positives anzusehen.


Dieser Artikel wurde gesponsert von Always



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