Korrigierte Stellungnahme der Frankfurter Buchmesse

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Die Berichterstattung über die Frankfurter Buchmesse spielt dieses Jahr den Rechten in die Arme, die es wie immer verstehen, sich zu inszinieren und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Angeblich wurden dort Politiker und Verleger von Nazis geschlagen. Das berichtet unter anderem das Journal Frankfurt, etwas differenzierter der Spiegel. Natürlich wird auch in den Sozialen Medien schwer diskutiert. Von außen ist es schwierig einen kompletten Überblick zu bekommen und die Aussagen zu belegen.

Fakt ist allerdings, dass die Buchmesse den Rechten eine Plattform bietet, laut Direktor Boos sogar bieten muss. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, hätte die Buchmesse den rechten Verlagen den Zugang verwehrt und es es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen. Das wäre ein Zeichen gewesen, anstatt mit der Genehmigung von Messeständen deren Meinungen zu tolerieren und zu fördern.

Eine Buchmesse hat Hausrecht und nicht die Aufgabe, alle Meinungen der Welt gleichberechtigt abzubilden – speziell dann, wenn sie dedizierte Gegner einer offenen Demokratie sind.
Quelle: Gerald Hensel

Mittlerweile gibt es auch eine Stellungnahme des Direktors der Frankfurter Buchmesse, die allerdings in Augen vieler nicht deutlich genug ausfiel. Daher danken wir Shahak Shapira für die korrepetierte Version des Schreibens.

(Hinweis: dieser Artikel wurde zwischenzeitlich überarbeitet.)


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2 KOMMENTARE

  1. Frage…..sind das dann Fake-News???

    “Die Medienlüge über den Nazi-Angriff auf der Frankfurter Buchmesse….

    „Lieber Nico Wehnemann, als ich dir das Foto zur Verfügung gestellt habe, habe ich dir explizit dazu gesagt, dass der Mann auf dir meiner Beobachtung nach zufolge ein Zivilpolizist ist – kein Nazi. Warum verbreitest du Fake News?„
    Tja, und das war es dann vermutlich auch schon, mit der Anekdote vom brutalen „Nazi-Überfall„, die so wunderbar von den eigentlichen politischen Extremismus-Problemen auf dieser Buchmesse hätte ablenken können. Denn anstatt von der Betrachtung einer bigotten Linken wegzuführen, die angesichts ihrer Angst, die Kulturhegemonie verlieren zu können, vor kaum etwas zurückschreckt, eignet sich nun auch diese kleine Geschichte ganz vortrefflich zur Illustration eben dessen.”

    http://www.journalistenwatch com/2017/10/15/die-medienluege-ueber-den-nazi-angriff-auf-der-frankfurter-buchmesse/

    Man weis langsam nicht mehr wem man glauben kann und wem nicht. Es wird alles immer verrückter!

    Kopfschüttel…..

    Gruß

    • Tatsächlich sah ich mich mittlerweile gezwungen, den Artikel zu überarbeiten und Teile/Behauptungen raus zu nehmen, die nach neusten Erkenntnissen so nicht haltbar sind.
      Was bleibt ist die Tatsache, dass die Buchmesse mit der Genehmigung von Messeständen für rechte Verlage deren Meinungen (indirekt?) fördert und toleriert. Ein Zeichen wäre es imho gewesen, es auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen. Und wie soll man denn bitte mit Rechten in den Dialog gehen? Und wer will überhaupt sowas? (sic!)

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