Harald Lesch erklärt: Warum ignorieren wir Fakten? Der Backfire-Effekt

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Vernunft und Wissen können ein Fluch oder ein Segen sein. Wie wir mit Erkenntnissen und Fakten umgehen, hat viel damit zu tun, wer wir sind und welches Weltbild wir mit uns tragen. Geht es dabei darum, dass uns etwas tangiert oder nicht? Je näher Wissen eins mit unseren Empfindungen wird, desto fester scheinen wir daran festzuhalten. Verständlich. Deshalb scheint es um so schwerer zu sein, dass wenn Fakten, die unsere tiefsten Überzeugungen, widerlegt werden, wir uns umso schwerer damit tun, diese umzudenken. Je nachdem wie tief sich diese Information festgesetzt hat und wie sehr wir unser Weltbild darauf stützen, um so mehr scheinen wir Fakten zu ignorieren und diese gar als ‘böses’ Werk abzutun. Dieses Verhalten trägt den Namen “Backfire-Effekt”.

Was tun mit dem besseren Argument?

Was ich an Leschs Erklärung großartig finde ist, dass er den ‘Klugscheißern’ sagt, dass man den Gegenüber schätzen soll.

 

Die Würde eines jeden ist unantastbar und niemand sollte sein Gesicht verlieren. Ich denke das ist ein Schlüsselargument, das aufzeigt, wie wir in Diskussionen miteinander umgehen können, ohne uns dabei gegenseitig zu verletzen. Wahrheit tut weh. Das stimmt in diesem Fall vielleicht, aber es ist niemanden geholfen, wenn wir uns (ich schließe mich ein), bewaffnet mit Argumenten und Fakten wie Elefanten in einem Porzellan-Laden bewegen.


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