Letzten Freitag fanden in Berlin der New Music Award 2017 statt. Seit zehn Jahren veranstalten die „jungen“ Radio-Sender der ARD diesen Wettbewerb, bei dem jeder Sender eine Newcommer-Band aus ihrem Funkbereich aufstellt. Insgesamt 9 Acts spielten jeweils drei Songs vor der Jury, bestehend aus Radio-Leuten, sowie Tua und Kaas von Die Orsons. Aber auch die Zuschauer vor Ort und am Radio hatten ein Mitspracherecht.

Radio Fritz lud uns ein dabei zu sein, eine Einladung, die wir gerne annahmen. Viele der Newcomer waren mir persönlich bis dato tatsächlich unbekannt. Von Rap über Elektro, Indie, Pop und Soul war alles geboten. Bausa war mit dabei, ebenso wie Milliarden aus Berlin. Mit der Kamera „bewaffnet“ durfte ich aus dem Fotografen-Graben schießen und habe viele Bilder mitgebracht.

Bausa

Mit seinem Song „Was du Liebe nennst“ steht Bausa seit fünf Wochen auf Platz 1 der offiziellen deutschen Charts. Als erster Act beim New Music Award hatte es der Mann aus Bietigheim-Bissingen, einer Stadt aus der auch RIN und Shindy stammen, nicht ganz einfach. Zum Schluss teile sich Bausa mit einer weiteren Band den zweiten Platz.

Bausa
Bausa

Alice Merton

Die gebürtige Frankfurterin Alice Merton war wohl eine der bekannteres Newcomerinnen des Abends. Mit ihrem Hit „No Roots“ lief und läuft sie bereits schon heute auf heavy Rotation.

Alice Merton
Alice Merton

219 Click

Die Bremer Nachwuchs-Rapper lieferten eine solide Show ab, standen gefühlt aber vor einem „falschen“ Publikum. Zum Start ihrer Show trugen alle Masken, die zwar aufs Gangsta-Image einzahlten, allerdings für die Fotografen, die jeweils nur zum ersten Song in den Graben durften, etwas schade waren. Aber vielleicht war das auch genau so gewollt.

219 Click
219 Click

Leoniden

Die Leoniden aus Kiel und Saarbrücken haben mich mit ihrer Performance am meisten überrascht und auch ihr Sound klingt meiner Meinung nach live viel besser als ihre Studioaufnahmen. Das Publikum quittierte die energisch Show begeistert und schließlich überzeugten die Jungs auch die Jury. Platz eins für die Leoniden und damit Gewinner des New Music Award 2017!

Leoniden
Leoniden
Leoniden
Leoniden

Jomo

Rapper Jomo kommt aus Hamburg und spielt auf der aktuellen Fünf Sterne deluxe Tour den Support.

Jomo
Jomo

Milliarden

Die Berliner Milliarden hatten ein Heimspiel und wussten ihr regionales Publikum ordentlich einzuheizen, inklusive Stage Dive! Ihr Show überzeugte auch uns. Platz drei für die Berliner Band beim New Music Award 2017.

Milliarden
Milliarden

Deefy

Als Electro- und EDM-Produzent performt der Leipziger Deefy schätzungsweise sicher hinter Plattentellern. Bei seinem Auftritt auf der Bühne der NMA2017 sprang der Funke nicht wirklich über.

Deefy
Deefy

Lilly Among Clouds

An dem Auftritt der Würzburgerin Lilly Among Clouds war nichts auszusetzen. Musikalisch holte sie mich persönlich allerdings nicht ab.

Lilly Among Clouds
Lilly Among Clouds

Woman

Kommen wir zu meinen ganz persönlichen Gewinnern des Awards: die Kölner Soul Brother von Woman. Der letzte Act auf der Bühne begeisterte uns am allermeisten mit ihrer gefühlvollen Musik. Soul mit vielen Anleihen aus den Achtzigerjahren, einem Sänger mit einer begnadeten Stimme und einem energischen Gitarristen. Gemeinsam mit Bausa schafften es Woman auf Platz zwei des New Music Award 2017. Von den Jungs werdet ihr hier bei den Blogrebellen ganz gewiss noch einiges mehr lesen und hören.

Woman
Woman

Der New Music Award 2017

Es wirklich ein schöner Abend für uns. Wann sonst bekommt man an einem Abend die Möglichkeit insgesamt neun frische Bands auf einmal zu hören und das in unserem Fall auch noch direkt vor unserer Haustüre.
Übrigens: die Location „Black Box Music“ in Berlin Reinickendorf ist normalerweise eine Probe-Bühne für Bands, die ihre Shows und Technik proben möchten. Wusste bisher nicht, dass es sowas gibt, obwohl der Bedarf eigentlich einleuchtet.

Die New Music Award Jury 2017
Die New Music Award Jury 2017: Kaas & Tua von „Die Orsons“, Anne Haffmans („Preis für Popkultur“), Matze Zähler (Bremen NEXT/Radio Bremen), Andreas Zagelow (SPUTNIK/MDR) und Andy Barsekow (Puls/BR)
Tua und Kaas von Die Orsons
Tua und Kaas von Die Orsons

Alle Fotos von Peter Withoutfield für die Blogrebellen.


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