Foto: "Three Children in a Wheelbarrow" von Brian Wolfe (CC BY-NC 2.0)

Wir werden hier in Uganda eine Hungerkrise haben. Aber ich verspreche Ihnen, wir werden selbst dann niemanden abweisen oder zurückschicken in den Krieg. Eher hungern wir zusammen, Ugander und Flüchtlinge, Brüder und Schwestern.

Ugandas Staatsminister Musa Ecweru wurde vom Spiegel zur verheerende Lage in seinem Land interviewt. Uganda droht eine Hungerkatastrophe und trotzdem sind Flüchtlinge willkommen. Der Staatsmann zeigt Haltung, Stärke und Menschlichkeit, wie man sie eigentlich von Repräsentanten der Erste-Welt-Länder erwarten sollte. Im Jahr 2017.

Ich glaube, das ist eines der größten Probleme, die die europäische Politik derzeit hat: Sie schafft es nicht, Flüchtlingsthematik und Terrorismus klar voneinander zu trennen. Beides wird so vermischt, dass das Bild entsteht: Flüchtlinge bringen Terrorismus. Das ist falsch. Flüchtlinge fliehen davor.

Wacht auf, wir leben im 21. Jahrhundert

SPIEGEL ONLINE: Was können Sie den EU-Politikern mit auf den Weg geben?

Ecweru: Die Zeit der Mauern ist vorbei! Sie selbst haben doch in Deutschland die Erfahrung gemacht, was es bedeutet, durch eine Mauer getrennt zu sein. Den Fall der Berliner Mauer hat damals die ganze Welt gefeiert. Es ist rückwärtsgewandt, wenn Populisten heute wieder fordern “Deutschland den Deutschen”, “Großbritannien den Briten” und “Europa den Europäern”. Wacht auf, wir leben im 21. Jahrhundert und die Welt wächst immer mehr zusammen zu einem einzigen Dorf. Migration wird nicht gestoppt, indem man versucht, sich abzugrenzen. Wir sind eine Weltgemeinschaft und nur als solche können wir Probleme lösen.

Das komplette Interview mit Musa Ecweru, von dem die Zitate hier stammen, findet ihr auf Spiegel-Online.

via Carsten



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