Morrissey
Foto: "Morrissey at the premiere of the Alexander film in Dublin, Caligvla at English Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Der britische Sänger Morrissey, seiner Zeit Frontmann der Band The Smiths und heute Solo im Business, macht gerade eine sehr eigene Promotion für sein kürzlich erschienenes Album. In einem Interview mit dem Spiegel ließ der „cholerische Poet“ ordentlich Dampf ab und fiel dabei mit seinen nationalistischen Aussagen extrem negativ auf.

„Ver­ge­wal­ti­gungs­haupt­stadt Ber­lin“

Zur Situation in Deutschland zitiert die Huffpost aus dem Interview, das hinter der SPON-Paywall steckt:

„Ich bin trau­rig, dass Ber­lin die Ver­ge­wal­ti­gungs­haupt­stadt ge­wor­den ist“, sagt er an einer Stelle. Und er hat auch einen Schuldigen ausgemacht.Auf die Nachfrage der Journalisten, wie er denn darauf komme, antwortet Morrissey: „Ja, ja! We­gen der of­fe­nen Gren­zen. Vie­le Men­schen den­ken, es war ein Feh­ler von An­ge­la Mer­kel, dass sie am An­fang sag­te: ‚Kommt, kommt alle her!‘ Und dann: ‚Huch, huch, doch nicht!’“

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Der Spiegel fragt daraufhin noch mal genauer nach und will wissen, ob Morrissey gegen die Aufnahme von flüchtenden Menschen ist:

„Okay, re­den wir über den Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus. Ich will, dass Deutsch­land deutsch ist. Ich will, dass Frank­reich fran­zö­sisch ist. Wenn man ver­sucht, al­les mul­ti­kul­tu­rell zu ma­chen, hat man am Ende gar kei­ne Kul­tur mehr. Alle eu­ro­päi­schen Län­der ha­ben vie­le, vie­le Jah­re für ihre Iden­ti­tät ge­kämpft. Und jetzt wer­fen sie sie ein­fach weg. Ich fin­de das trau­rig.“

Außerdem verteidigt der weiße, alte Mann den Schauspieler Kevin Spacey und Harvey Weinstein. Zuvor lobte er bereits den „Brexit-Wegbereiter und Rechtspopulisten Nigel Farrage, den Amoklauf des Norwegers Anders Behring Breivik bezeichnet er als „Nichts“ im Vergleich zum Betrieb von Fast-Food-Restaurants“, so die Huffpost.

Was für ein schlimmer Mensch, oder sollte man ihn lieber empathieloses, narzisstisches Arschloch nennen, das sich im Jahr 2017 nicht mehr zurecht findet? Die Reaktionen auf diesen Ausfall sind jedenfalls deutlich und meiner Ansicht nach vollkommen richtig:

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Das war hier der erste Artikel zu diesem Musiker und ganz bestimmt auch der letzte.

via Testspiel

2 KOMMENTARE

  1. War klar. Die Moral-Nipster erheben sich, sobald sie das vermeintliche Ideal des pathologisch vorauseilenden politisch Korrekten nicht zu 110 Prozent erfüllt sieht. Wir sollten umgehend wieder Scheiterhaufen errichten. Wenn auch nicht für Menschen (obwohl in eurem Fall der Verdacht naheliegt, dass es vielleicht doch zumindest „alte“ (welches neuzeitliche System verehrte noch gleich die Jugend gottgleich und wie, wenn nicht eindeutig pauschal abwertend war hier der Bezug auf das Alter gemeint? ), „weiße“(Hautfarben scheinen euch zumindest so wichtig zu sein, dass ihr sie explizit erwähnt), eurem kulturell-totalitaristischen Verständnis entsprechend „verwirrte“ Männer durchaus sein dürften) so doch für ihre Kunst, die natürlich nie vom Künstler unabhängig zu bewerten ist. Es scheint, als würde sich eine hippe Meinungselite im Laufschritt in die Zeiten der „heiligen“ Inquisition zurückposten. Da schüttelt’s mich…

  2. Ich finds witzig, dass ihr Nazidioten in 100 Jahren nicht versteht, dass Silvester 2015 und das System Weinstein ein und dieselbe Sache ist. Vergewaltigungen anzuprangern und dann Vergewaltiger aber zu entschuldigen, weil sie keine Migranten sind, dafür brauchts wohl wirklich ein Nazi-Spatzenhirn wie euch beide. Natürlich kannst du mir jetzt politische Korrektheit „vorwerfen“, weil ich nicht jeder Schandtat eines weißen Mannes eine Absolution erteile. Und bitte, schreib nicht immer so lange Schachtelsätze.

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