Neben meinen vielen abonnierten Feeds finde ich heutzutage viele gute Musik und neue Artists über Spotify. Eine noch viel bessere Quelle für neue Songs sind zum Beispiel auch (Newcomer) Festivals. Meine liebste und ergiebigste Quelle sind und bleiben persönliche Empfehlungen.
Genau so empfiehl mir Brudi Jan kürzlich das Album “Der Fluch der Tantaliden” von Dlé, als wir uns über deutschen Rap unterhielten und die Musik von Künstlern wie Fünf Sterne deluxe, Käptn Peng, Fatoni oder auch Kinderzimmer Productions diskutierten.

Der Fluch der Tantaliden

Auf dem Album erzählen Dlé die Geschichte der Familie des Tantalos, in der griechischen Mythologie als Tantaliden bezeichnet.

Mit Tantaliden (bzw. Pelopiden oder auch Atriden) bezeichnet man in der griechischen Mythologie die Familie des Tantalos (bzw. Pelops oder auch Atreus), zu der vor allem Agamemnon, Iphigenie und Orestes gehören.
Als Tantalos gegen die Götter gefrevelt hatte, zog er damit einen Fluch über sein Haus – den Tantalidenfluch oder Atridenfluch.
Quelle: Wikipedia

In einer Mischung aus Spoken Words und Rap und zu teils mächtig dicken Hip-Hop-Beats, oder auch mal auf Bossa-Rhythmen, erzählen Dlé die Geschichten aus der blutrünstigen Sagenwelt der Alten Griechen.

Wer dieses Album ablehnt, weil sich das alles erstmal nach einem bildungsbeauftragten “Schüleralbum” anhört, würde zu voreilig handeln und damit rund 46 Minuten klassische Unterhaltung in modernster Erzählform verpassen. Tatsächlich ist “Der Fluch der Tantaliden” zwar für mich eher ein Hörspiel, als ein Musikalbum – ein “Musikhöralbum” vielleicht. Das tut aber wirklich nichts zur Sache, denn das Album ist super kurzweilig, musikalisch abwechslungsreich, witzig und wird in brillant-unterhaltsamer Art vorgetragen.
Klar, es ist kein hipper Gangsta-Rap, die Geschichten, die 187, Xatar und wie all die bösen, rappenden Jungs heute heißen, sind gar nicht sooo unterschiedlich zu denen, die sich die Griechen erzählten. Auch hier wird geprahlt, gesoffen, gefickt, betrogen und gemordet. Mythologischer Gangsta-Rap über griechische Götter.

Keine Ahnung, warum das Album, das bereits 2016 erschien, komplett an mir komplett vorbei ging. Wahrscheinlich habe ich mir die Antwort auf diese Frage einen Absatz drüber schon selbst beantwortet. Gut, wenn man Freunde hat, die einem Musik empfehlen.




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1 KOMMENTAR

  1. Ich habe gestern Ka?ptn Peng & Die Tentakel von Delphi in Stuttgart gesehen.

    Als Vorband waren Dlé da. Wow. Was für eine Show. Stehe eigentlich nicht auf Gangsta-Rap, aber das war der Hammer.

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