Außer Kontrolle: Spannende Reportage über die US-Behörde zur Registrierung von Waffen

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Nach den schrecklichen Ereignissen in Florida fragt man sich zumindest hierzulande immer wieder, warum die Staaten ihr Waffengesetzt nicht ändern. Befasst man sich einmal näher mit dieser Absurdität und schaut, wie dort zum Beispiel die Registrierung von Waffen abläuft, könnte es sein, dass man die Welt gar nicht mehr versteht.

Jeder, der sich in den USA legal eine Waffe kauft, muss ein Formular ausfüllen. Diese Formulare verbleiben beim Händler, doch gibt der sein Geschäft irgendwann einmal auf, verschickt er diese Anträge an das National Tracing Center. Das sind rund 2 Millionen Formulare, die dort pro Monat landen. Wie gesagt stammen diese nur von Händlern, die nicht mehr im Geschäft sind! In einem Land, in dem es mehr Waffenläden als Filialen von Starbucks, MCDonalds und Supermärkten zusammen gibt, auch kein Wunder.

Diese ganzen Papiere werden vom NTC eingescannt, aber trotzdem landen noch Millionen beschädigter und nicht automatisch digitalisierbarer Dokumente in den Archiven.
Und selbst die gescannten Dateien können nicht einfach automatisiert durchsucht werden. Für jede Anfrage muss ein Mensch ran und die Scans durchschauen, um einen Antrag für eine gesuchte Waffe zu finden.

Der vorgeschriebene Ablauf für den Erwerb der Waffen wurde seit Jahren nicht mehr geändert, eine Einführung eines elektronischen Zentralregisters wird von der Politik immer wieder blockiert. Ganz im Interesse der NRA. Die antike Technologie des National Tracing Center soll letztendlich verhindern, dass ein zentrales und modernes Waffenregister aufgebaut werden kann.

Eine wirklich interessante Reportage über eine amerikanische Behörde, die in der Zeit-Kapsel gefangen gehalten wird.

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