Cem Özdemir teilte deutlich gegen die AfD aus, aber es gibt auch kritische Stimmen…

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Der Grünen-Politiker Cem Özdemir lies gestern im Bundestags ordentlich vom Leder. Es ging um die Freilassung des Journalisten Deniz Yücel und den Antrag der AfD, die Texte von Yücel missbilligen wollte. Sehr deutlich kritisierte Özdemir die „Politiker“ am rechten Rand und sprach damit aus, was viele Menschen in Deutschland denken.

Unser Land ist stärker als der Hass der #AfD es jemals sein wird! Die AfD hat heute versucht, es #Erdogan gleich zu tun und #DenizYuecel an den Pranger zu stellen. Freier #Journalismus ist kein Verbrechen! Meine Antwort im #Bundestag.
Cem Özdemir

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Dennoch gibt es aber auch kritische Stimmen zur Rede des Grünen-Politikers. Unser Bro Daniel Brökerhoff gibt zu bedenken:

Die Rede von Cem Özdemir gegen die AfD wurde gestern hart gefeiert. Ich finde sie wenig gelungen. Özdemir tappt hier in die Erregungsfalle und genau da will die AfD ihn haben.

Die Partei per se als „rassistisch“ zu bezeichnen, sie als Feinde der Demokratie, der Pressefreiheit und sogar Deutschlands darzustellen ist für ihre Gegner wie eine Befreiung: „Endlich zahlt es einer mal denen heim!“ Aber letzten Endes benutzt Özdemir hier genau das Werkzeug der Populisten, die er bekämpfen will: Vereinfachen, Pauschalisieren und Emotionalisieren.

Man kann das in Ordnung finden, denn Politik ohne Emotionen funktioniert nun mal nicht. Nur wenn Menschen von einer Sache überzeugt sind, weil sie sie berührt, unternehmen sie auch etwas. Und das Ziel hat Özdemir ja auch erreicht: Das Ding geht viral.

Ich frage mich nur, wo das endet. Wenn sich alle nur noch anschreien ist kein Dialog mehr möglich. Wenn die Gemüter so hochkochen, dass es nur noch „Nazi“ gegen „Linksfaschist“ geht, wird es irgendwann handgreiflich. Und das ist nichts, was ich gutheißen kann.
Daniel Brökerhoff

Lohnt sich mal drüber nachzudenken…