Diese Meldung würde eigentlich besser in unser WTF!-Ressort passen als in das News-Ressort. Es handelt sich dabei aber tatsächlich um eine aktuelle Meldung, was das ganze eben so absurd macht.

Seit rund 10 Jahren verhandelt die GEMA mit Herstellern und Importeuren von CD- & DVD-Rohlingen (das sind diese meist silbernen Scheiben, von denen man früher Musik hörte und Filme schaute), um eine Abgabe beim Verkauf dieser Speichermedien zu erhalten. Schließlich kann man darauf urheberrechtsgeschütze Musik speichern.
Nun, 10 Jahre später, ist es nun endlich gelungen, sich auf eine pauschale Vergütung für Privatkopien zu einigen!

Es klingt ein bisschen wie aus der Zeit gefallen: Nach rund 10jähriger Verfahrensdauer haben der „Informationskreis AufnahmeMedien“, in dem die Hersteller und Importeure zusammengeschlossen sind, und die „Zentralstelle für private Überspielungsrechte“ ihren Rechtsstreit über Urheberrechtsabgaben für optische Speichermedien (CD- und DVD-Rohlinge) für die Jahre 2008 bis 2017 beigelegt und zudem einen Gesamtvertrag für die Zeit ab Anfang 2018 abgeschlossen. Hersteller und Importeure zahlen jetzt je CD-R 1,25 Cent und für jede mehrfach beschreibbare CD-RW 2,5 Cent. Für DVD-Rohlinge liegt die Abgabe je nach Kapazität zwischen 2,5 und 10 Cent pro Stück. Bis zum Jahr 2008 hatte der Gesetzgeber die Höhe der Abgabe festgelegt, doch seit der Reform des Urhebervergütungsrechts müssen sich die beteiligten Parteien untereinander einigen – wobei meist die Gerichte nachhelfen müssen.
Quelle: Stereo

via CDpresswerk, Artikelbild: Pixabay (CC0)


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2 KOMMENTARE

  1. Verwendet heutzutage wirklich noch jemand CDs? Ich weiß gar nicht, wann ich mit den letzten CD-Rohling gekauft habe, aber es ist bestimmt schon 10 Jahre her. Alle paar Jahre muss ich mal eine neue Linux-Version auf eine DVD brennen, aber wofür sich die GEMA da Geld einsteckt, ist mir schleierhaft. “WTF!” trifft es.

  2. @Patrick, “Lieber die CD in der Hand”, das Thema ist Vergangenheit. Wenn man mal genau hinsieht ist es wesentlich besser MP3s zu kaufen: Zum einen sind CDs bisweilen ziemlich überteuert ( obwohl sich die Industrie seit Jahren über sinkende Absätze beklagt) und zum anderen geht beim Kauf von MP3s mehr Geld an den Künstler wo wir wieder beim GEMA Thema sind.

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