Ehrlich gesagt hatte ich nicht all zu hohe Erwartungen, als ich vergangene Woche die Reise nach Dortmund antrat, um dort auf Einladung von Sennheiser die Pink Floyd Exhibition zu besuchen. Natürlich gebührt Pink Floyd Respekt für ihre musikalischen und kulturellen Leistungen in den Sechziger- bis Achtzigerjahren, doch liegt das alles so lange zurück und ist nicht mehr wirklich auf meinem Schirm, als das sie mich in meiner Gegenwart irgendwie tangieren. Um es vorweg zu nehmen: ich wurde eines Besseren belehrt!

Die Pink Floyd Ausstellung im Dortmunder U

Zu der Zeit, als Pink Floyd sich als Band formte und ihre ersten Alben veröffentlichten, war ich noch nicht mal geboren. Meine ersten Berührungspunkte mit der Musik der Kombo hatte ich in den späten Siebziger- und Achtzigerjahren, als diese omnipräsent auf allen damals verfügbaren Kanälen zu hören und sehen war. Die erste Erinnerung ist das imposante und für damalige (aber auch für heutige) Verhältnisse auffallende Video zu “The Wall”, welches ich damals in der Musiksendung “Formel 1” das erste mal sah.

Auch die Singles und Videos zu “Money” und “Comfortably Numb” sind mir in guter Erinnerung. Das Pink Floyd Musikgeschichte geschrieben haben zeigen nicht nur die astronomischen Verkaufszahlen ihrer Alben. Das Konzeptalbum “The Dark Side of the Moon” ist das weltweit drittmeistverkaufte Album und das Konzeptalbum “The Wall” das meistverkaufte Doppelalbum.
Was machte diese Band, bestehend aus Roger Waters, Richard Wright, Syd Barrett, Nick Mason und David Gilmour also zu einer solch herausragenden und wichtigen Erscheinung ihrer Zeit? Diese Frage beantwortet die Ausstellung “Pink Floyd: Their Mortal Remains”.

The Wall in der Ausstellung “Pink Floyd: Their Mortal Remains”

 

Pink Floyd Exhibition: Their Mortal Remains

Während wohl die meisten Besucher der Ausstellung in Dortmund ganz sicher viele der Hits von Pink Floyd kennen, erfährt man als Besucher wie ich einer war, und der sich mit der Band und ihrer Arbeit bisher noch nicht tiefer auseinander gesetzt hatte, viele Details aus der Arbeit der Musiker.

Halten wir uns erst einmal vor Augen, dass die Band in einer Zeit zusammen kam, in der es zwar schon elektrisch verstärkte Instrumente gab, Synthesizer aber noch im Entwicklungsstadium waren. Ganz zu schweigen von digitaler Audio- und Video-Technik. Letzteres ist deshalb interessant, da nicht nur die Musik der Band, sondern auch ihre Musikvideos meist ihrer Zeit um Jahre voraus waren.

Artwork für und von Pink Floyd

Pink Floyd war so viel mehr als nur Musik, ihre Arbeit war ein Gesamtkunstwerk. So arbeiteten die Musiker mit vielen Künstlern zusammen, um ihre Musik die passenden visuellen Gesamtschliff zu verpassen. Ihre animierten Videos wurden in Handarbeit, Frame für Frame gezeichnet und geschnitten. Aber auch die Cover ihrer Alben waren oftmals Kunstwerke, die alleine hätten stehen können.

Ausgestellte Collage, “Pink Floyd: Their Mortal Remains” Ausstellung in Dortmund

Eines der bekanntesten Plattencover ist das von “Wish You Where Here”. Darauf zu sehen sind zwei Männer in Business-Anzügen, die sich die Hände reichen und einer davon in Flammen steht. Das Album erschien im Jahr 1975 und klar ist, dass es damals noch keine digitale Bildbearbeitung gab. Für das Foto musste sich also ein Stuntman in Brand setzten lassen.

Photoshootings für Plattencover

Die Entstehung dieses Covers ist eine der vielen interessanten Geschichten, die man in der Ausstellung erfahren kann. Der damalige Fotograf kommt hier zu Wort und erzählt, welcher Aufwand betrieben wurde, um die Idee in Realität umzusetzen. Auch ein Bogen mit verschiedenen Dias vom Shooting inklusive den bereitstehenden Helfern mit ihren Feuerlöschern sind zu bestaunen.

Die originalen Synthesizer die Pink Floyd nutzten

Genau solche Geschichten erzählt die Pink Floyd Exhibition, chronologisch aufgebaut mit vielen Hintergrundinfos über die musikalische und visuelle Arbeit der Band, ihre Weggefährten und Herausforderungen. Man sieht die ersten Synthesizer, mit denen Pink Floyd experimentierten und damit ihren unverwechselbaren Sound kreierten.

Von originalen Skizzen der Cover und Storyboards der Videos, über die Entwürfe der Bühnen ihrer Welt-Tourneen und natürlich unzählige originale Requisiten, Instrumente und Tagebücher der Musiker.

“Pink Floyd: Their Mortal Remains” Ausstellung in Dortmund

An jeder Station der Ausstellung sind Bildschirme angebracht, auf denen kurze Videos Interviews und rare Mitschnitte von Studio-Sessions, Live-Gigs und “behind the scenes”-Aufnahmen zu entdecken sind. Hierfür bekommt man am Einlass einen Audio-Empfänger und einen hochwertigen Sennheiser-Kopfhörer überreicht, der den Ton zu den Videos automatisch abspielt, sobald man sich in Sichtweite des Bildschirms befindet.

Emotionen und Gänsehaut zum Abschluss

Diese Exhibition bietet nicht nur viel fürs Auge, sondern auch viel für die Ohren. Schließlich geht es hier um eine Band, die in erster Linie durch ihrer Musik erfolgreich wurde. Daher holten sich die Kuratoren der Ausstellung die Audio-Spezialisten von Sennheiser mit an Board. Neben den bereits erwähnten und im Vergleich zu anderen Museen sehr hochwertigen Kopfhörer, ließen sich die Experten noch etwas wirklich besonderes einfallen.

Die letzte Station der Ausstellung ist ein kleines Musik-Kino. Auf einer riesigen Leinwand sieht man einen Mitschnitt des Auftritts der Band auf dem “Live 8” Konzert aus dem Jahre 2005. Übrigens der damals erste Auftritt nach 24 Jahren Bühnenabstinenz und gleichzeitig auch das letzte Konzert, das Pink Floyd jemals gaben.

Für den letzten Raum der Ausstellung wurde der live gespielte Song “Comfortably Numb” unter modernen Bedingungen neu gemischt und gemastert. Neben dem gefühlvollen Song sorgte die 360° AMBEO Installation von Sennheiser mit seinen 17-Channel-Soundsystem und 25 Lautsprechern, davon sieben Subwoofer, dafür, dass Gänsehaut sprießte und einem die Tränen aus den Augen flossen.

 

 

Man muss kein Pink Floyd Fan sein, um sich an dieser Ausstellung erfreuen zu können.

Ich kann euch die Exhibition “Pink Floyd: Their Mortal Remains” nur wärmstens ans Herz legen. Noch bis 10. Februar 2019 habt ihr dazu im Dortmunder U die Möglichkeit. Man muss kein Pink Floyd Fan sein, um sich an dieser Ausstellung erfreuen zu können.
Hier findet ihr alle Infos.

 

“Pink Floyd: Their Mortal Remains” Ausstellung in Dortmund
“Pink Floyd: Their Mortal Remains” Ausstellung in Dortmund

Dieser Artikel wurde gesponsert von Sennheiser



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