Vergangene Woche wurden wir zum Offf Festival nach Barcelona eingeladen. Das Festival ist bekannt als DAS Festival für die post-digital Creation Culture.
Neben dem Festival nahmen wir zudem am Adobe Co-Lab teil, bei dem man mit anderen Creatives aus allen Bereichen Aufgaben lösen sollte. Bei einer dieser Aufgaben wurden unsere Gehirne gescannt und analysiert um festzustellen, welche Art kreative Person man ist.

Related: Creative Types Quiz – Entdecke deine kreative Persönlichekeit

Die Hauptaufgabe bestand darin, ein Werk für Instagram zu kreieren, in dem wir darstellen sollten, was Creative Democracy für uns bedeutet. Diese Herausforderung setzen wir in zusammengewürfelten Gruppen in nur zwei Stunden um. Peter und ich waren auf verschiedene Gruppen verteilt und konnten somit unsere Skills mit anderen Kreativen unter Beweis stellen. Und siehe da, wir können es noch!

Hier die beiden Ergebnisse aus unseren Gruppen:

View this post on Instagram

We had a great creative group challange this afternoon. This is what came out: What does creative democracy mean to us? In 1990 Madonna brought Vogue into the mainstream. Vogue or voguing is a highly stylized dance made famous in the late 1980’s and originating from African-American drag queens in the Harlem ballrooms in the 1960’s. A marginalized group of creative people presenting and expressing themselves in their own unique way. Dance clubs around the world have embraced `voguing` and these clubs represent spaces for people to escape the challenges they faced on the street or at home. Whilst voguing is all about enjoying oneself on the dance floor no matter who one is, creative democracy is all about expressing yourself no matter your ability, background or purpose. #womenofillustration #designfeed #designarf #graphicroozane #illustration_daily #TDKpeepshow #thegallery #artoftheday #designspiration #eyeondesign #sarahalicerabbit #illustrationartist #Graphicoftheday #graphicdesigncentral #itsnicethat #illustree #gfxmob #artoftheday #womanwithpencils #forceisfemale #illustrationhowl #adobeillustrator #procreate #creativedemocracy #empowering #expressyourself #motiondesign

A post shared by Blogrebellen (@blogrebellen) on

 

“Creativity is in all of us and it‘s multidimensional”

Kommen wir zum “Pinky & Brain”-Part. Einige von euch kennen bestimmt diese witzigen Labor-Ratten aus dem gleichnamigen Cartoon, die stets erfolglos versuchen die Welt zu regieren. Unser Scan war jedoch um einiges aufschlußreicher und wir erhielten insgesamt sehr positivere Ergebnisse. Nicht zuletzt, da Kreativität in allen von uns steckt, wie uns die Neurowissenschaftlerin und Psychologin Dr. Caroline Di Bernardi Luft erklärte.

Es gibt viele verschiedene Arten kreativ zu sein und unser Brain-Scan machte die aktiven Hirnregionen sichtbar, während wir verschiedene Aufgaben lösten und dabei interagierten:

 

“Create new connection to a meaning”

Kreativ zu sein bedeutet, sich der Herausforderung zu stellen, dass im Alltag keine Perfektion existiert. Die Qualität einer Arbeit zeichnet sich darin ab, welchen Anspruch man in etwas hat und in wie weit die eigenen Fertigkeiten ausgeprägt sind, um etwas zunächst metaphysisches (also die Idee im Kopf) in eine physische Form zu interpretieren.

Zeit spielt eine sehr wichtige Rolle. Übung macht den Meister bedeutet ja eigentlich: wer viel Zeit mit etwas verbringt, ist in der Lage eine Sache zu beherrschen. So hat man schneller Lösungen für Probleme und Herausforderungen parat. Wie es aussieht ist dies auch der Schlüssel für kreatives Denken und Handeln, so die Neurowissenschaftlerin und Psychologin Dr. Caroline Di Bernardi Luft, mit der wir in unserem Interview über diese Themen gesprochen haben:

 

Prokrastination ist gut für die Kreativität!

Gute Nachricht für alle, die Dinge erstmal vor sich her schieben. Gerade in intensiven Denkphasen kennt man das ja, dass plötzlich Dinge aufgeräumt, gewaschen, geputzt und wieder mal gegossen werden, die im Alltag so nie angegangen wurden. Wie es scheint sind solche Aktivitäten neben dem eigentlichen Prozess, sei es Lernen oder das Suchen nach einer Lösung für eine neue Kampagne, förderlich für unsere Kreativität. Erst wenn wir loslassen und vom gewohnten Pfad und der gewohnten Denkstruktur abweichen, entstehen im Denkprozess des Gehirns, das auch ohne unser Zutun stattfindet, plötzliche „Aha“-Momente.

Nicht nur die „Aha“-Momente bilden eine kreative Lösung ab, man kann auch zu einem Ergebnis kommen, wenn man konstant an einer Sache dran bleibt und immer wieder mögliche Komponenten austauscht, überarbeitet und verbessert. Wie bereits erwähnt: Kreativität ist multidimensional!

Keine Ausreden

Wir sind alle kreative Wesen. Ob wir dies bewußt leben oder nicht hat meist mit der eigenen Entscheidung zu tun, sich Herausforderungen zu stellen und bekannte Pfade zu verlassen. Vieles wurde uns anerzogen, wie zum Beispiel dass Mädchen kreativer sind als Jungs oder dass noch niemand zuvor in der Familie kreativ war und man selbst deshalb auch nicht kreativ sein kann.

All das sind nach dem heutigen Kenntnisstand der Wissenschaft nicht haltbare Denkkonstrukte. Wer im Zeitalter der schnellen Änderungen und der raschen technischen Entwicklung stagniert und nicht bereit ist die Veränderungen zu umarmen, wird weder in der Arbeitswelt noch im sozialen Leben einen Platz finden. Was wiederum für ein erfülltes und zufriedenes Leben in der Gesellschaft unabdingbar ist. Abenteuer eingehen und neue Dinge kennenlernen scheinen der Schlüssel dafür zu sein, den Alltag und das eigene Leben selbstbestimmt und kreativ zu meistern.

 


In Partnerschaft mit Adobe.



Flipboard
Folge uns auf Flipboard @Blogrebellen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.