Als Bloggerin, Unternehmerin, Referentin, Beraterin, Coach, Moderatorin, Podcasterin und Hauschefin bei den Blogrebellen jongliert sie elegant mit verschiedensten Projekten, und bei diesen Wirkungsfeldern soll es nicht bleiben: Niloufar wünscht sich noch mehr Feminismus, noch mehr Empowerment, noch mehr Vernetzung, und dabei bitte keine halben Sachen! Warum sich mit “weniger ist mehr” zufrieden geben, wenn mehr doch einfach auch mehr bedeutet? Und so geht sie alles an im Leben, ohne Kompromisse, dafür mit Herz und Weitsicht: Auch die Gründung der Female Festival Task Force, die ihrer Vision entspringt.

Wer bist Du und was machst Du? Warum hast Du Dich entschieden die Blogrebellen nach Roskilde zu begleiten?

Ich bin Niloufar, Blogrebellin der ersten Stunde und Initiatorin des Female Festival Task Force. Ich begleite die Musikbranche seit Beginn des Web 2.0 und musste immer feststellen, dass Frauen von Beginn immer noch um ihr Recht am Kuchen immer wieder diskutieren und kämpfen mussten. Obwohl viele Frauen als Musikerinnen erfolgreich sind werden sie dennoch nicht so oft auf Festivals gebucht, wie Männer. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Hinter den Kulissen, in den Schlüsselpositionen wie Journalistinnen, Management, Booking etc. sieht es nicht anders aus. Es scheint, als sei die Musikindustrie in den Händen von Männern und das auch noch im Jahre 2019.
Aber anstatt auf die Männer zu schimpfen und das System zu verfluchen, hab ich mir gedacht, dass wir für Tatsachen sorgen müssen. Wir müssen die Theorie mit der Praxis verbinden und vor allem müssen wir Frauen endlich anfangen uns beruflich zu verbinden. Wir sind super Netzwerkerinnen, wenn es um das Private geht. Wenn die Kinds vom Training mit anderen nachhause fahren müssen gründen wir zehn WhatsApp Gruppen, um sicher zu stellen, dass das Privatleben gut organisiert ist.
Diese Skills müssen wir auf unser Berufsleben übertragen und das ist das was bei mir raus gekommen ist: Eine Gruppe mit großartigen Ladies, die mit uns zum Roskilde Festival fahren werden.

2) Auf welchen Festivals hängst Du sonst so rum?

Die letzten Jahre waren es das Roskilde Festival, das Sziget Festival, mehrere Showcase-Festivals wie die Waves Vienna, das Westway LAB Festival in Portugal und c/o pop in Köln.

3) Feminismus und Festivals – was für Chancen bietet diese Kombination für Dich?

Es ist noch jede Menge Luft nach oben. Was viele nicht verstehen und daraus auch so eine Art Angst und Abneigung gegenüber von feministischen Forderungen entstehen könnte ist, dass es nicht darum geht Männer von ihren Positionen zu verbannen sondern eher das System und Mechanismen zu Hinterfragen, die dazu führt das auf einem Festival eben mal 80% männliche Acts auftreten. Warum ist das so?
Dann ist neben dem Line-Up immer wieder die Tatsache, wie Frauen auf Festivals sich organisieren und zum teil einschränken, um dabei sein zu können.
Um es auf den Punkt zu bringen: Feminismus und Festival ist gerade notwendig, um Antworten zu bekommen.

4) Was war Dein einprägsamstes Festival-Erlebnis ever?

Auf dem Roskilde Festival ist es immer der erste Abend an der Orange Stage, wenn große Acts spielen. Das ist immer ein sehr besonderes Erlebnis.

5) Worauf freust Du Dich in Roskilde am meisten?

Neneh Cherry. Hab sie bereits letztes Jahr in Wien gesehen aber das wird sicher sehr gut in dem Festival Ambiente.

6) Was sind Deine Festival-Essentials?

Ganz klar mein Aevor Shoulderbag. Ist mittlerweile zu meinem Markenzeichen auf den Festivals geworden. Da passt alles rein. Von Desinfektionsspray, Make-Up, Erstehilfe-Kram, Handy und sogar eine kleine Trinkflasche.

 


Female Festival Task Force


Flipboard
Folge uns auf Flipboard @Blogrebellen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.