Wie nachhaltig ist dein Feierabend-Joint?

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Interessante Auswertung: Wie nachhaltig ist ein Feierabendjoint im Vergleich zu einem Feierabendbier? Ehrlich gesagt habe ich darüber noch nie nachgedacht, umso aufschlussreicher das Ergebnis.
Also ich lese daraus, dass der illegale Anbau sehr problematisch ist und dass legale Hersteller eben die Wahl hätten Ökostrom zu nehmen. Man hätte also die Wahl auf einem legalen Markt ökologisch nachhaltiges Weed zu kaufen. So lange das nicht so ist, dürfen wir uns also nix vor machen. Kiffen ist nicht gut für deinen Co2-Fußabdruck.

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Wie sieht es eigentlich mit der Klimabilanz von einem Joint oder einem Bierchen aus? Der US-Wissenschaftler Evan Mills hat zur Cannabisproduktion geforscht. So lange der Anbau verboten ist, züchten die Produzenten Cannabis meist im Inneren von Gebäuden, um nicht entdeckt zu werden. Für die Indoor Produktion wird ziemlich viel Equipment benötigt. Lampen und Lüftungssysteme machen den Anbau von Cannabis im Hausinneren extrem energieintensiv. Und solange der Anbau verboten ist, wird auch kaum ein Produzent auf Idee kommen, Ökostrom zu nutzen. Die Studie „The carbon footprint of indoor Cannabis production“ kommt zu dem Ergebnis, dass 1 kg Cannabis, 4.600 kg CO2 verursacht. Wie viel Weed braucht man nun für einen durchschnittlichen Joint? Das war schon immer ein Grund hitziger Debatten. Zum Glück wurde 2016 in der Zeitschrift „Drug and Alcohol Dependence“ eine Studie dazu veröffentlicht: Es sind 0,32 Gramm. Demnach würde man 3.125 Joints aus 1 kg Cannabis bekommen. Das wären dann pro Joint 1,47 kg CO2. Aber viele rauchen nicht pur, sondern packen noch etwas Tabak dazu. Für einen früheren Post haben wir schon herausgefunden, dass eine Zigarette 7 Gramm CO2 verursacht. Zusammen mit dem Weed sind es dann 1,477 kg CO2. Bei 365 Tagen ergibt das 539 kg CO2. Um diese Menge besser einschätzen zu können: Hin- und Rückflug von Berlin nach Turin verursachen 554 kg CO2. Kommen wir zum Feierabendbierchen. Die Arbeit hat mir der Guardian mit dem Artikel „What’s the carbon footprint of … a pint of beer?“ schon abgenommen. Das Fazit: ? 0,3 kg CO2e: locally brewed cask ale at the pub ? 0,5 kg CO2e: local bottled beer from a shop or foreign beer in a pub ? 0,9 kg CO2e: bottled beer from the shop, extensively transported Für unsere Gegenüberstellung nehmen wir ein lokales Flaschenbier mit 0,5 kg CO2 als Grundlage. Ein Pint sind nur 0,47 Liter. Eine 0,5 Flasche wären also 0,52 kg CO2. Bei 365 Tagen ergibt dass 192 kg CO2. Ein durchschnittlicher Joint verursacht fast dreimal so viel CO2 wie ein lokales Bierchen. Ein sehr leichter Joint verursacht etwa genauso viel wie ein Importbier. Die Quellen gibt im Kommentar. ©? Jonas #berlin #thisorthat

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1 KOMMENTAR

  1. Psychologische Abhängigkeit kann bedeuten, dass man sich auf ein Psychopharmaka-Medikament verlässt, um den Alltag zu bewältigen, oder dass man das Medikament verwendet, um betrunken und / oder hoch zu werden. Es beinhaltet auch das Verlangen nach der Droge.

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