Hand aufs Herz. Wer von euch denkt, dass man mit einem abgeschlossenen Studium bessere Chancen im Berufsleben hat? Laut aktuellen Statistiken muss das wohl eine weitverbreitete Meinung sein. Die Zahl der Studierenden in Deutschland habe mittlerweile angeblich sogar einen neuen Rekordstand erreicht.

Generation Uni

Die letzten Jahrzehnte haben wir an den Schulen alles dafür getan, dass sich Kinder so viel Theorie und abstraktes Wissen aneignen, dass diese Entwicklung fast schon logisch erscheint. Auf der anderen Seite erleben wir einen Rückgang an Fachkräften im handwerklichen Bereich. Die ältere Generation geht in Rente, die Jüngere an die Uni – oftmals auf der Suche nach Sinn.

Das Handwerk

Der Deutsche Handwerkskammertag (DHKT) e.V. hat sich schon seit langem mit der Kampagne “Das Handwerk” dem Image-Wandel angenommen. Passend und aktuell mit diesem Spot:

 

Zuviel Druck. Wenig sozial

Was wir vergessen haben den Heranwachsenden mitzugeben ist, dass handwerkliches Schaffen sehr erfüllend sein kann, weil es Sinn schafft. Sei es durch das Zubereiten von Lebensmitteln oder das Bauen von Gebrauchsgegenständen. Am Ende des Tages weiß man, was man getan hat. Auch hier gibt es Aufstiegsmöglichkeiten durch Fortbildungen und ein Studium schließt sich nicht aus.
Eine handwerkliche Ausbildung erdet und ebnet den Weg für die Zukunft. Die Zeiten sind längst passé, in denen ein abgeschlossenes Studium ein Garant für ein höheres Gehalt war. Wer etwas kann, dazu noch Erfahrung und Wissen mit an den Tisch bringt, wird überall mit Kusshand genommen. Ich kenne viele Fälle, die das bestätigen.

Umdenken, bitte sofort!

Wir sollten uns in der Erziehung fragen, ob wir Akademiker oder zufriedenen Menschen erziehen wollen und wohin es mit unserem derzeitigen, veralteten Schulsystem hingehen soll. Wir selektieren Kinder und Jugendliche wie vor 100 Jahren. Dabei ist dieses System alles andere als zeitgemäß und entspricht nicht dem aktuellen Wissen darüber, wie Kinder und Jugendliche lernen. Wir schaffen damit nur unnützen Druck und soziale Ungerechtigkeit, was Mobbing und andere soziale Auffälligkeiten fördert.

Wäre es zu radikal, wenn wir eine Schule für alle schaffen, in der Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Wissens- und Leistungsstand ihren Weg gehen können? Wie auch immer wir uns diesbezüglich weiterentwickeln, wir sollten jungen Menschen nicht das Gefühl geben, dass sie nur mit theoretischem Wissen und abstraktem Denken im Leben erfolgreich sein können.


Dieser Artikel wurde gesponsert von Deutscher Handwerkskammertag (DHKT) e. V



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