Die Clublandschaft erlebt, wie viele andere betroffene Bereiche des öffentlichen Lebens, harte Zeiten. Während die Industrie nach der Corona-Krise die Produktion von Gütern für eine gewisse Zeit anzieht, kann das kulturelle Leben die abgesagten Veranstaltungen leider nicht wieder aufholen. Insbesondere die Berliner Clubszene, deren Tore seit vergangenen Samstag geschlossen sind und die bekannt für ihre Vielfalt und ein Angebot, fast rund um die Uhr, ist erlebt eine existenzielle Krise. So sind mehr als 9.000 Mitarbeiter_innen und zehntausende freischaffende Künstler ohne Beschäftigung. Da hilft nur Einfallsreichtum, was mit der freien Zeit nun angestellt werden soll und genau davon haben Kreative ja bekannterweise einiges.

United We Stream

Mit vereinter Kraft und unter dem Namen „United We Stream“ schließen sich Berliner Clubs wie Griessmühle, Sisyphos, Tresor, Kater Blau, Watergate und viele mehr mit Medienpartnern wie Arte concert und radioeins zusammen, um Spenden für die Clubszene unter Quarantäne zu sammeln. Dafür werden unter dem Motto „ohne in der Schlange zu stehen – access all areas!“ jeden Abend ab 19 Uhr Live Performances, DJ-Sets sowie Talks, Filme und Panels rund um clubkulturelle Themen aus allen möglichen Clubs der Stadt direkt in unsere Wohnzimmer gestreamt.

Die Idee dahinter ist, mit dem virtuellen Programm Spendengelder für einen Rettungsfond zu sammeln, der Clubs, Veranstaltern und Künstler_innen zur Verfügung gestellt werden soll, um deren Existenz zu sichern. Zudem gehen 8% der Einnahmen an den Stiftungsfond Zivile Seetnotrettung. Rundum eine gute Sache also, die es sich zu unterstützen lohnt. Insbesondere, wenn wir nach dieser Zeit der Einschränkung wieder unbeschwert die Tanzflächen unsicher machen wollen.

Heute Abend um 19 Uhr geht es auf www.unitedwestream.berlin bereits mit einem Line-Up los, das sich sehen lassen kann:

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