Genre: Art Pop, auch: Ambient-Jazz, Avantgarde, Dream-Pop, Trip Hop
Label: Sub Pop/Cargo

Zarte Tupfer klecksen die Klarinette, das Klavier und die Geige bei Loma, einem Trio mit der Stimme von Emily Cross. Nicht alle Tracks sind so Lullaby-artig wie der kammermusikalische Opener „I Fix My Gaze“ und das triphoppende „Thorn“.

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Am zweiten Track hätten Pere Ubu, Wire, John Cale und Alejandro Escovedo wohl ihre Freude. Die Bläser quieken so berstend und dröhnend, dass über der Band vermutlich die Zimmerdecke beim Aufnehmen wackelte. Kakophonie und Wahnsinn mit Struktur, Industrial-hafte Überspannung und Techniken des Free Jazz im Rock-Milieu. So kann man eine Bedienungsanleitung ungefähr formulieren, um jemandem „Ocotillo“ vorzuspielen.

Brian Eno als Fan

Brian Eno gab der Gruppe wohlwollendes Feedback und wollte nach deren Debüt gerne mehr von ihnen hören. Manche der elf Songs, z.B. „Half Sciences“, sind exquisiter Dream-Pop, der nie abgedroschen wirkt und, bei aller Versunkenheit, straight nach vorne geht.

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So erinnert „Breaking Waves Like a Stone“ gar an Peter Gabriels Filmmusiken. Und durchaus auch an Enos Techniken, um Stimmungen zu erzeugen. Wie man ein Instrument anschlägt, wie man Klangfarben kombiniert, macht da viel aus.

Emilys Stimme und der Stil erinnern an Björk und Kate Bush

Manch anderen Nummer, z.B. „Elliptical Days“ und „Blue Rain“, lassen sich eher als Klangstudien im Ambient-Pop verstehen, erinnert an Björk und Kate Bush und erzeugen ein frostig-sphärisches Setting. Emilys Stimme dominiert das Geschehen nicht, wirkt aber sehr präsent. „Given a Sign“ vermählt New Wave, Electropop und David Sylvian’sche-Klanglandschaften.

Anspieltipps: alle

Das neue Album „Don’t Shy Away“ erschien am 23. Oktober. LOMA performen bis einschließlich 29. Oktober auf ihrem YouTube-Channel jeden Abend um 20 Uhr einen Song live.


ART POP & Indie – Die Serie

Warum eine Serie? Nun, die meisten Namen in dieser Serie ziehen im deutschsprachigen Raum nicht allzu viel Aufmerksamkeit an. Sollen die Artists also einander gegenseitig pushen, indem wir sie miteinander verbinden. Hier findet ihr Releases aus dem Zeitraum August 2020 bis Januar 2021, die im weitesten Sinne mit Art Pop und meist auch mit Indie-Labels zu tun haben. 
Auswahlkriterium: Nicht klassifizierbar. Innerhalb des Indie-Rocks keiner größeren Strömung (also keinem New Wave, Synthie, Folk, Psychedelic, Kraut, Indie-Soul usw.) zuzuordnen. Nischenmusik zwischen allen Stühlen. Mit Instrumenten, Vision und Wagemut.
Hier findet ihr alle Artikel der Serie!

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