Celeste Epiphany Waite, 26, ist eine Soul-Sängerin der Extreme. Diesen Freitag, 29. Januar 2021, erscheint ihr (mehrmals verschobenes) Debüt. Ein komplettes Album mit neuen Soul-Songs, die Pop-Appeal haben und doch ganz tief im Jazz wurzeln. Das gibt es heute doch recht selten. Celeste stammt aus dem Süden Englands, wo die BBC sie schon vor einem Jahr zu einer der beachtenswertesten Newcomerinnen 2020 kürte.

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Die Single „A Little Love“ spielte zur Adventszeit mit der kindlichen Erwartung, irgend etwas werde im Dezember die Welt verändern. Vorfreude auf Glück und darauf, dass sich die Leute gegenseitig mit Liebe behandeln. Auch wenn im Clip ein Mädchen zu sehen ist, das beim Nachdenken beobachtet wird, wünscht es sich anscheinend keine materiellen Geschenke, sondern eine gute Stimmung. Auch auf der Nachfolge-Single steht die Liebe im Mittelpunkt, „Love Is Back“, nun aber die zwischen „all the boys I find“ und der Ich-Erzählerin auf fruchtloser Partnersuche. Unterlegt mit einem Groove, den man auch den Daptones zuschreiben könnte. Aber: Made in England.

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Das Video spielt mit Grafik-Elementen und drei- bis sechsgeteiltem (Split) Screen und altmodischen Requisiten. Etwa einem Büro mit alten weißen Röhrenmonitoren, in dem man rauchen darf. Viele Personen, das heißt, vor allem viele Frauen sind zu sehen. Die zweite Hauptdarstellerin: Melanie C!

Männer erscheinen hier nur betriebsam in langweiligen Schreibkram vertieft. Kameratechnisch: Viele Halbtotalen, Nah-Einstellungen und schnelle Schnitte.

Die Soulsängerin verbindet familiäre Einflüsse aus Jazz und Ska

Celeste hat bisher eine vielversprechende EP auf dem Markt. Sie startete auf dem Label der Sängerin Lilly Allen, andererseits verehrt sie die Platten von Ella Fitzgerald und Sarah Vaughan. Aufgrund komplizierter Familienumstände wuchs sie bei ihren Großeltern mütterlicherseits auf, die eine große Sammlung von 40er- und 50er-Jahre-Vocal-Jazz-LPs haben.

Celestes Papa, den sie fast nur telefonisch kennen lernte und der mittlerweile auch nicht mehr lebt, ist Jamaikaner. Und auch dessen Plattensammlung mit altem Ska hat sie genauestens durchforstet. So steht ein sicher interessanter Longplayer bevor. Im Vorprogramm von Michael Kiwanuka und solo soll sie dann eines Tages auch ihre geplanten Shows in Deutschland nachholen. Sie live zu sehen wird sicher spannend, das versprechen solche Mitschnitte:

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Celestes Debütalbum „Not Your Muse“ erscheint am 29.01.2021 bei Polydor/Universal als CD mit zwölf Tracks inkl. der beiden Singles oben. Auch eine CD-Deluxe-Variante mit 21 Songs wird es geben, diese soll auch die meisten älteren Singles und EP-Stücke enthalten, sowie ein Curtis Mayfield-Cover. Zudem erscheint alles als MP3 und ab 26. Februar auch eine 8-Track-Pressung auf Vinyl sowie die 12-Track-Variante als Cassette.

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